• Der Sommer 2021 war verregnet und kalt. Schweizweit gab es nur wenige Hitzetage.
  • Ein Wetterexperte schliesst ein kleines Sommer-Comeback im September jedoch nicht aus.

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Der Sommer 2021 hat sich nicht unbedingt von seiner schönsten Seite gezeigt. Rückblickend war er vor allem kalt und nass. "MeteoSchweiz" berichtet sogar vom fünfnassesten Sommer seit Messbeginn. Vor allem die starken Gewitter und anhaltenden Regenfälle im Juli haben die Werte in die Höhe schiessen lassen.

Heisser Juni hebt den Durchschnitt

Im landesweiten Mittel rechnet der Wetterdienst mit einer Temperatur von 13,9 Grad für den Sommer 2021 – das entspricht etwa dem Durchschnitt der letzten 30 Jahre. Dafür sorgte jedoch hauptsächlich der heisse Juni, der schweizweit insgesamt der viertwärmste seit Messbeginn war. Die Temperaturen im Juli und August lagen unter der Norm von 1981 bis 2010.

Zusätzlich hatte der Sommer nur wenige Hitzetage zu bieten. In Genf knackte die Temperatur nur achtmal die 30-Grad-Marke. In den Sommern von 2015, 2017, 2018 und 2019 gab es in manchen Gebieten der Schweiz zwischen 20 und 30 Hitzetagen.

Wetterexperte gibt Ausblick auf den September

Hitzetage im September sind äusserst unwahrscheinlich – Klaus Marquardt von "MeteoNews" hat die Hoffnung jedoch noch nicht ganz aufgegeben. "Das Timing muss gut passen. Für gewöhnlich kommt es wenn dann noch am ehesten in der ersten Septemberhälfte zu Hitzetagen", erklärt der Experte bei "20min.ch".

"In den ersten Tagen des Septembers wird es sicher nochmals wärmer", vermutet Marquardt. Ob es sich dabei aber um Badewetter oder nur gutes Wanderwetter handeln wird, kann er noch nicht einschätzen.

Dennoch bleibt er realistisch: "Mit jeder Woche, in der es keine Hitze- oder Sommertage gibt, wird es unwahrscheinlicher, dass es überhaupt noch zu solchen kommt." Ein bis zwei Sommertage könne die Schweiz aber noch erleben, bevor dann endgültig der Herbst zur Ablöse bereit stehe.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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