• Die Schweiz ist ein glückliches Land.
  • Im diesjährigen World Happiness Report büsst sie allerdings einen Platz zum Vorjahr ein und landet auf Platz vier.

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Jedes Jahr wird am Weltglückstag im März der umfangreiche World Happiness Report veröffentlicht, ein von den Vereinten Nationen in Auftrag gegebener Bericht über das Wohlbefinden der Weltbevölkerung. Wie glücklich sind die Erdenbürger? Was stimmt sie positiv, was negativ?

Für den nunmehr neunten World Happiness Report wurden Menschen aus 149 Ländern zu ihrer Lebensqualität befragt. Sie sollten ihr aktuelles Leben als Ganzes betrachten und auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten. Dabei stellte 0 die schlechteste Lage dar, 10 die beste.

Im aktuellen World Happiness Report landet die Schweiz mit ihren 8,7 Millionen Einwohnern auf Platz vier. Zum Vergleich: Von 2017 bis 2019 belegte sie noch Rang drei.

Die Podestplätze gehen in diesem Jahr an Dänemark, das von Platz zwei auf Platz drei abfiel, Island, das von Platz vier auf Platz zwei kletterte und Finnland, das zum vierten Mal in Folge den Spitzenplatz für sich beanspruchen kann.

Und wie sieht es um die Schweiz herum aus? Nachbarland Deutschland mauserte sich von Platz 15 auf Platz sieben. Österreich fiel von Platz elf auf Platz zwölf, während Frankreich von Platz 21 auf Platz 20 einen Rang gut machen konnte. Italien stieg von Platz 28 auf Platz 25 auf.

World Happiness Report: Corona-Pandemie verdeutlicht Wichtigkeit von Wohlbefinden

Neben den Befragungen hatten auch weitere Untersuchungen und Feststellungen der Forschenden Einfluss auf das Studienergebnis. Dazu zählten unter anderem das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, die Erwartung an gesunden Lebensjahren, die soziale Unterstützung oder die Möglichkeit zu freien Entscheidungen.

Erstmals seit Beginn der World-Happiness-Erhebung wurden in diesem Jahr auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Befinden der Menschen berücksichtigt. Dabei kamen die Forschenden zu dem Ergebnis, dass in einem Drittel der Länder eine "signifikant höhere Häufigkeit negativer Emotionen" festzustellen sei - verglichen mit den Daten der Vorjahre.

Aber: Aus 22 der 149 berücksichtigten Länder gab es durchaus auch Positives zu vermelden. Dort hätten die positiven Gefühle im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen.

Was sich aus dem World Happiness Report ziehen lässt? "Wir müssen dringend von COVID-19 lernen", erklärt Jeffrey Sachs, Co-Autor des Berichts. Die Corona-Pandemie würde den Menschen "die dringende Notwendigkeit zum Kooperieren und die Schwierigkeiten der Zusammenarbeit in jedem Land und weltweit" aufzeigen.

Vor diesem Hintergrund sei der diesjährige World Happiness Report umso wichtiger: Er erinnere daran, dass "wir mehr nach Wohlbefinden statt nach blossem Wohlstand streben sollten", wird Sachs darin zitiert.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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