In Bern werden bei Verkehrsunfällen verendete Wildtiere nicht einfach entsorgt: Die Kadaver werden den Bewohnern des örtlichen Zoos zum Frass vorgeworfen.

Mehr aktuelle News finden Sie hier!

In Bern werden Wildtiere, die bei Verkehrsunfällen umgekommen sind, an die Raubtiere des Zoos Dählhölzli verfüttert, wie die "Berner Zeitung" berichtet.

Diese Nahrung sei besonders wertvoll, da die Wildtiere naturnah und artgerecht gelebt hätten, heisst es von Doris Slezak, Mitarbeiterin der Kommunikationsabteilung des Tierparks.

Nur Unfalltiere aus der Region

Laut Slezak werden alle Bestandteile der verunfallten Tiere verwendet, sodass die Nahrung wichtige Nährstoffe enthalte, die bei vorgeschnittenem Fleisch fehlten.

Verfüttert würden aufgrund der Haltbarkeit nur Kadaver aus der Region, die zuvor von einem Tierarzt geprüft wurden.

Neben Unfalltieren werden auch Jungtiere aus dem Zoo geschlachtet und verfüttert, die überschüssig sind. Das betrifft etwa junge Wildschweine, die bereits geschlechtsreif sind und daher von ihren Eltern weggejagt werden, um sich eine neue Rotte zu suchen. Zunächst werde aber versucht, die Jungtiere in anderen Zoos zu platzieren, erklärt der Direktor des Tierparks Bernd Schildger. (mia)

Bildergalerie starten

Die besten Bilder der Woche

Valentinstag im Tierpark, Hunderte Behälter voller Suppe in China und Gedenken in Dresden. Das sind die besten Bilder der Woche.


  © 1&1 Mail & Media / SN