Einen Vorfall wie jenen am vergangenen Mittwoch soll es am Zürcher Flughafen künftig nicht mehr geben. Über 47 Grad Celsius wurden in einer Fluggastbrücke gemessen. Einige Airlines handeln jetzt.

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"Jeden Sommer ist es das gleiche Problem", schimpft ein Fluggast im Gespräch mit der Zeitung "20 Minuten". Als er am vergangenen Mittwoch am Zürcher Flughafen zu seinem Flugzeug ging, habe ihn buchstäblich der Schlag getroffen: In der Fluggastbrücke herrschten drückende 47,2 Grad Celsius. "Und der Flughafen Zürich macht nichts dagegen."

Erster Lösungsansatz: "Hitze-Boarding"

Man könne den Unmut der Reisenden "sehr gut nachvollziehen", wie ein Sprecher auf Anfrage der Zeitung erklärte. Demzufolge würden einige Airlines inzwischen ein spezielles "Hitze-Boarding" durchführen, um Passagiere vor den hohen Temperaturen zu schützen.

Konkret bedeute das, dass die Abfertigung beim Boarding in deutlich kleineren Personengruppen erfolgt, sodass sich die Wartenden länger im klimatisierten Terminalgebäude aufhalten können.

Klimaanlage wäre "unverhältnismässig"

Dass die Fluggastbrücken am Zürcher Airport mit Klimaanlagen ausgestattet werden, ist hingegen unwahrscheinlich. Zum einen gebe es "technisch kaum Möglichkeiten", nicht geschlossenen Räume effektiv zu kühlen. Zum anderen sei die Installation der Kühlgeräte "unverhältnismässig" in Anbetracht der wenigen Hitze-Tage im Jahr. (cos)  © 1&1 Mail & Media / SN