Keine gute Werbung für den Polizeiposten Stäfa im Kanton Zürich: Nachdem sich eine 28-jährige Frau vor Ort schlecht behandelt gefühlt und dies im Internet kundgetan hat, sieht sie sich nun einer Anzeige gegenüber. Der Polizeichef höchstpersönlich versucht zu vermitteln.

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Dezember 2019: Eine 28-jährige Zürcherin wollte Anzeige gegen ihre Vermieterin erstatten. Am Telefon, so berichtet "blick.ch", wurde ihr von einem Beamten der Polizeistation Stäfa gesagt, sie müsse hierzu auf das Revier kommen.

Die junge Frau nahm sich den nächsten Tag frei, machte sich auf den Weg – und stand vor verschlossener Tür. Einen Tag später war das Revier geöffnet. Doch der Polizist meinte, die Frist für eine mögliche Anzeigenerhebung sei bereits abgelaufen.

Zum Hintergrund: Streit mit der Vermieterin

Sommer 2019: Die 28-Jährige öffnete der Polizei die Wohnungstür. Die Vermieterin hatte diese gerufen, da sich in der Wohnung eine "illegale" Person aufhalten sollte.

Bei der Person handelte es sich jedoch um den Verlobten der 28-Jährigen aus den USA, der eine gültige Aufenthaltsgenehmigung besass. Damals sah die Frau von einer Anzeige gegen ihre Vermieterin ab.

Kritik im Netz hat Folgen

Um ihrem Ärger über die Inkompetenz der Polizeistation Luft zu machen, verfasste die 28-Jährige eine schlechte Bewertung im Netz – und nannte den Beamten, mit dem sie sowohl am Telefon als auch vor Ort Kontakt gehabt hatte, beim Namen.

Keine gute Idee. Dieser sah sich offenbar in seiner Ehre verletzt und sprach von übler Nachrede. Er erstattete Anzeige gegen die Frau.

Ein Verhalten, das weder die 28-Jährige noch der verantwortliche Polizeichef akzeptierten. "Wir bedauern das Ganze. Es entspricht nicht unserer Haltung, bei Kritik Anzeige zu erstatten", hiess es in einem Statement. Der Polizeichef wolle sich persönlich um die Angelegenheit kümmern, hiess es.

Mit Erfolg: Mittlerweile wurde die Anzeige zurückgezogen und der Polizist, der diese erstattet hatte, strafversetzt. (cos)  © 1&1 Mail & Media / SN

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