Zürich lag in der Rangliste der Schweizer Städte, in denen am meisten Kokain konsumiert wird, in der Vergangenheit ganz vorn. Bis jetzt, denn eine neue Abwasseranalyse beweist: Seit 2019 nimmt St. Gallen den Spitzenplatz ein.

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In St. Gallen wird seit dem vergangenen Jahr mehr Kokain konsumiert als irgendwo anders in der Schweiz. Das beweist eine neue Abwasseranalyse. Die ehemalige "Koks-Hauptstadt" Zürich ist somit abgelöst.

Daten von 70 europäischen Städten wurden ausgewertet

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht wertet jedes Jahr Abwasserdaten aus, um festzustellen, wo am meisten Rauschgift konsumiert wird. 70 Städte wurden laut einem Bericht von "Blick.ch" im Rahmen der Studie dieses Jahr hinsichtlich Kokain-Rückständen unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis: In den letzten sieben Jahren hat sich der Konsum der Droge in St. Gallen offenbar vervierfacht. In Zürich stieg der Konsum im gleichen Zeitraum "nur" um die Hälfte an.

Höherer Reinheitsgrad?

Für das Ergebnis der Auswertung in St. Gallen könnte laut dem "St. Galler Tagblatt" tatsächlich ein angestiegener Kokain-Konsum verantwortlich sein. Es sei jedoch auch möglich, dass lediglich der Reinheitsgrad der Droge in der Stadt südlich des Bodensees höher sei als anderswo.

In der europäischen Rangliste landet St. Gallen in der Städteauswertung insgesamt auf dem dritten Platz, dicht gefolgt von Zürich auf Rang vier. Die beiden Top-Positionen belegen Antwerpen in Belgien und Amsterdam in den Niederlanden.

Schweiz liegt beim europaweiten Konsum vorne

Europaweit wird in der Schweiz am meisten Kokain konsumiert. In der Rangliste der Städte mit dem höchsten Konsum des Stimulans sind gleich vier hiesige Orte unter den ersten zehn zu finden - neben St. Gallen und Zürich auch Basel (Platz sechs) und Genf (Platz neun). Kein anderes Land Europas hat sich mit so vielen Städten in den Top Ten platziert.   © 1&1 Mail & Media/spot on news