Sie hatten selbst gebastelte Spendenformulare dabei und luchsten Anwohnern in einer falschen Sammelaktion das Geld ab. Jetzt hat die Zürcher Staatsanwaltschaft ein rumänisches Paar ins Gefängnis geschickt.

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In der Vorweihnachtszeit ist es nicht ungewöhnlich, dass es an der Tür klingelt und gemeinnützige Organisationen um Geld bitten. Dabei gibt es immer wieder Menschen, die das Geld in die eigene Tasche stecken. So geschehen in der Gemeinde Küsnacht.

Das besagte Paar hatte für die "Sammelaktion" ein Namensschild angefertigt und mit dem Logo von Handicap International (HI) versehen. Die Hilfsorganisation setzt sich für Menschen mit Behinderungen und für schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen ein. Doch nicht nur das: Um möglichst authentisch zu wirken, hatte die Frau gefälschte Spendenformulare vorbereitet, wie "bluewin.ch" berichtet.

Warum so hohe Strafen?

Mit diesen Formularen und einem Klemmbrett mit HI-Logo sprach sie wohl eine "unbekannte Anzahl an Personen" auf dem Parkplatz eines Lebensmittelgeschäfts an. Viel konnten die beiden Rumänen nicht ergaunern. Trotz der nicht schwerwiegenden Taten verhängte die Staatsanwaltschaft Haftstrafen von 60, respektive 40 Tagen. Dazu kommen bei der Frau noch eine Busse sowie für beide die Verfahrenskosten.

Als Begründung für die strenge Verurteilung nannte die Zürcher Staatsanwaltschaft See/Oberland zum einen das lange Vorstrafenregister des Paares. Zum anderen würden die beiden Rumänen die hohe Geldstrafe ohnehin nicht bezahlen, wie "bluewin.ch" weiter schreibt. Ausserdem hätten die beiden Betrüger weder ein ausreichendes Einkommen noch einen festen Wohnsitz in der Schweiz. (kms)  © 1&1 Mail & Media / SN