Schweizer Zugbegleiter möchten keine persönlichen Namensschilder mehr bei der Arbeit tragen. Aufgrund der Schilder würde es immer wieder zu bedrohlichen Situationen kommen. Mittlerweile läuft eine Petition gegen das Ansteck-Accessoire.

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Mit einer Petition kämpfen einige Zugbegleiter in der Schweiz gegen das Tragen von Namensschildern. Wegen dieser sei es schon häufig zu gefährlichen Situationen gekommen.

"Die Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleiter der SBB sind zunehmend mit schwierigen Situationen konfrontiert. Am 18. Oktober 2019 hat die transfair Sektion SBB Süd mit einer Petition von der SBB den besseren Schutz des Personals verlangt, indem das persönliche Namensschild durch ein neutrales ersetzt werden soll", heisst es in der Mitgliederzeitschrift "Transfair" vom Dezember 2019. Die Petition haben bisher fast 600 Personen unterzeichnet.

Beschwerden könnten anhand einer Nummer ebenso eingereicht werden, wie bei einem Namensschild, so Transfair-Regionalsekretär Werner Rüegg laut des Schweizer Newsportals "20min.ch".

Zugbegleiter: Namensschilder sind zu privat

Es komme immer wieder zu verbalen Angriffen gegen das Zugpersonal, wird Rüegg zitiert. Weiter würden Fahrgäste dem Personal drohen, es zu finden, da ja der Name bekannt sei.

"Es ist ein Leichtes, online den Namen zu googeln und so an private Informationen zu kommen", sagt Rüegg, der befürchtet, dass sich die Situation verschlimmern könnte.

Vor allem bei Kontrollen sei es schon vermehrt zu brenzligen Situationen gekommen. Die meisten Fälle meldeten Zugbegleiter aus dem Tessin. Seitens der Schweizerische Bundesbahnen AG (SBB) gibt es noch kein Statement. (sob)  © 1&1 Mail & Media / SN