30 Jahre Mauerfall: Die besten DDR-Filme

30 Jahre ist der Fall der innerdeutschen Mauer jetzt schon her. Anlässlich dieses geschichtsträchtigen Jubiläums am 9. November lohnt sich ein Blick auf die besten DDR-Filme, die neben viel Tragik zum Teil auch sehr grosse Komik beinhalten. © spot on news

In der Geschichte der DDR haben sich unzählige tragische Schicksale ereignet, die jede Menge Futter für gute Filme bieten. Einer davon ist "Der Tunnel" aus dem Jahr 2001, der nach einer wahren Begebenheit gedreht wurde. In dem Drama geht es um Harry Melchior (Heino Ferch) und seinen Freund Matthis Hiller (Sebastian Koch), die zusammen mit weiteren Stasi-Gegnern einen Tunnel unterhalb der Mauer graben, um aus der DDR zu flüchten. Der Film gewann den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Bester Fernsehfilm/Mehrteiler.
Auch das Drama "Ballon" von Michael "Bully" Herbig aus dem Jahr 2018 erzählt eine wahre Geschichte. Nämlich jene der Ost-Familien Strelzyk und Wetzel. Zwei Jahre lang tüftelten diese damals an ihrem Plan, mit einem selbstgebauten Heissluftballon über die Grenze nach Bayern zu fliehen. Ein Unterfangen, das es bis in die Schlagzeilen und später auch ins Kino schaffte.
Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck gewann 2007 einen Oscar für seinen Film "Das Leben der Anderen". In dem Drama wird der linientreue Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) damit beauftragt, den DDR-Schriftsteller Georg Dreyman (Sebastian Koch) und seine Lebensgefährtin Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck) zu observieren. Dadurch erhofft er sich einen Karriereschub – letztendlich verändert das ständige Zuschauen und Zuhören jedoch sein eigenes Weltbild.
In "Jenseits der Mauer" aus dem Jahr 2009 muss das Ehepaar Heike (Katja Flint) und Ulrich Molitor (Edgar Selge) nach seinem gescheiterten Fluchtversuch aus der DDR eine schwere Entscheidung treffen: sechs Jahre Stasi-Gefängnis oder die Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland, sofern sie ihre Tochter Miriam (Henriette Confurius) zur Adoption freigeben.
Dass DDR-Filme nicht immer nur dramatisch sein müssen, zeigt "Good Bye, Lenin!" aus dem Jahr 2003. In der Komödie geht es um Alex (Daniel Brühl), der kurz nach dem Mauerfall mit allen Mitteln versucht, innerhalb seiner 79 Quadratmeter grossen Wohnung die DDR am Leben zu erhalten. Der Grund: Seine linientreue Mutter Christiane (Katrin Sass) fiel kurz vor dem Mauerfall acht Monate ins Koma und darf sich, nun wieder bei Bewusstsein, keinesfalls aufregen.
Die Freunde Veith (Friedrich Mücke) und Tom (Matthias Schweighöfer) beschliessen im Film "Friendship!" (2010) nach dem Mauerfall in den Westen zu reisen. Konkret soll es nach San Francisco gehen, wo Veith hofft, seinen damals geflohenen Vater zu finden. Da das Geld knapp ist und nur für einen Flug nach New York reicht, wird die Reise zu einem regelrechten Abenteuer.
Der Film "Bornholmer Strasse" aus dem Jahr 2014 ist eine Tragikomödie von Regisseur Christian Schwochow, in der es um Oberstleutnant Harald Schäfer (Charly Hübner) geht. Dieser leitet den Grenzübergang an der Bornholmer Strasse in Berlin und kann der Öffnung der Grenze 1989 kaum Glauben schenken. Nachdem jedoch alle Vorgesetzten abgetaucht sind, trifft er eine Entscheidung - und macht den Weg zur Ausreise in den Westen frei.
Kult ist die Komödie "Go Trabi Go" aus dem Jahr 1991, in der sich Familie Struutz aus Sachsen mit ihrem Trabi "Schorsch" auf den Weg nach Neapel macht. Natürlich nicht ohne den einen oder anderen amüsanten Zwischenfall, bei dem vor allem das heissgeliebte Auto zu Schaden kommt. 1992 erschien die Fortsetzung "Go Trabi Go 2 - Das war der wilde Osten".
Die Komödie "Sonnenallee" (1999) spielt in den 70er-Jahren der DDR. Die Jugendlichen Michael Ehrenreich (Alexander Scheer) und sein bester Freund Mario (Alexander Beyer) wohnen auf der Ost-Seite der Sonnenallee, lieben verbotene Pop-Musik, Coca-Cola und natürlich Mädchen. Zu dumm, dass sich Michaels Schwarm Miriam (Teresa Weissbach) lieber einen Wessi angeln will. Der Film schildert auf humorvolle Weise das Leben von Jugendlichen in Ost-Berlin - mit all ihren normalen Problemen, aber eben auch denen, die dem sozialistischen Regime geschuldet sind.