Drogenfürst Joaquín "El Chapo" Guzmán soll dem IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi per E-Mail gedroht haben: Sollte der IS weiterhin die Geschäfte des Kartells stören, werde er die Terrormiliz vernichten. Alles nur Fake? Das zumindest behauptet ein Satiriker.

"El Chapo" will Terrormiliz zerstören, wenn sie seine Geschäfte behindern.

Wie die britische "Daily Mail" berichtet, soll es sich bei der Meldung um reine Fiktion handeln. Ausgedacht von einem Satiriker, der dem Blatt steckte, dass er der Urheber der Nachricht sei.

Demnach hat Steve C., der für Thug Life Videos arbeitet, die fiktive Geschichte am 30. November veröffentlicht. Auf der Seite des Unternehmens würden Nachrichten, witzige Videos und eben auch satirische Artikel veröffentlicht.

Die Nachricht über "El Chapo" war Satire, sagte er der "Daily Mail". "Ich hatte ein paar Shares auf Facebook, aber jetzt ist es die Top-Story auf einigen Webseiten." Auch wir hatten über die angebliche Story berichtet.

Er fügte hinzu, dass keine einzige Nachrichtenagentur ihn bezüglich der Geschichte kontaktiert und diese infrage gestellt hätte. Keine hätte sich gefragt, wie der meistgesuchte Drogenboss in der Lage sein könnte, eine E-Mail unverschlüsselt an den IS-Führer zu schicken.

"El Chapo" auf der Flucht

Guzmán gilt als der mächtigste Drogenhändler der Welt. Am 11. Juli war er aus einem Hochsicherheitsgefängnis im Zentrum von Mexiko entkommen. Er floh durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel aus der Haftanstalt El Altiplano.

Laut der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft wurden zwei Flugzeuge des Typs Cessna genutzt, um den Drogenboss in seine Heimat im Bundesstaat Sinaloa zu fliegen.

Im Oktober waren die Sicherheitskräfte Guzmán anscheinend dicht auf den Fersen. Bei einem Zugriffsversuch der Marineinfanterie in der Region wurde er verletzt. Allerdings schlugen seine Leibwächter den Angriff zunächst zurück und "El Chapo" konnte erneut entkommen. (far/dpa)