• Die Taliban haben Afghanistan wieder unter ihrer Kontrolle.
  • Schweizerinnen und Schweizer vor Ort werden nun ausser Land geflogen.
  • Für die Kosten müssen sie jedoch selbst aufkommen.

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Die Schweiz arbeitet "weiterhin mit Hochdruck daran", Lokalmitarbeitende und Staatsangehörige, die sich noch in Afghanistan aufhalten, ausser Land zu bringen, teilte der Bundesrat am 18. August mit. Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan sollen Schweizerinnen und Schweizer so schnell wie möglich ausgeflogen werden. Für Bürgerinnen und Bürger, die trotz einer Reisewarnung das Land besuchten, könnte das nun teuer werden.

Bislang hätten sich rund 30 Staatsangehörige, die das Land verlassen wollen, bei der Schweizer Botschaft gemeldet. Ein Teil von ihnen wurde laut "20min.ch" bereits ausgeflogen.

Das EDA warnte zuvor vor Reisen nach Afghanistan

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hatte schon vor der Machtübernahme vor Reisen nach Afghanistan gewarnt – genauer, bereits seit 1998. Die Schweizerinnen und Schweizer müssen bei ihrer Heimkehr deshalb tief in die Tasche greifen. Für Dienstleistungen im Ausland erhebt das Aussendepartement Gebühren, wenn sich Personen fahrlässig verhalten haben, heisst es in einer Verordnung des Bundes.

Wie teuer wird die Rückholaktion für die Schweizerinnen und Schweizer?

Wie hoch sich die Kosten für Schweizerinnen und Schweizer belaufen, die trotz Reisewarnung in das Land gekommen waren, ist noch unklar. "Das ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht definiert", zitiert das Nachrichtenportal EDA-Sprecher Valentin Clivaz.

Es schätzt, dass die Kosten wie bei den Rückholaktionen aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 zwischen 400 und 1.700 Franken liegen könnten. Über die Höhe hatte damals die "SonntagsZeitung" berichtet. Hinzu könnten noch Kosten für den hohen logistischen Aufwand der Evakuierung kommen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news