Nach dem katastrophalen Brand, der sich im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos ereignet hat, will die Schweiz rund 20 unbegleitete Kinder und Jugendliche aufnehmen.

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Die Schweiz ist dazu bereit, 20 unbegleitete Kinder und Jugendliche aus dem griechischen Flüchtlingslager Moria aufzunehmen. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung des Staatssekretariats für Migration (SEM) hervor.

Das überfüllte Flüchtlingscamp auf der Insel Lesbos war in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch fast vollkommen niedergebrannt. Etwa 12.600 Menschen sind nun obdachlos, davon mindestens 400 unbegleitete Minderjährige.

Schweiz nahm 2020 bereits 52 Minderjährige auf

Die EU hat bereits damit begonnen, die Evakuierung der Kinder und Jugendlichen in verschiedene EU-Staaten zu organisieren. Laut Deutschlands Innenminister Horst Seehofer haben sich bereits zehn Staaten zu einer Aufnahme unbegleiteter Minderjähriger aus Moria bereiterklärt. Darunter Frankreich und Deutschland, die jeweils rund 100 bis 150 Kinder und Jugendliche aufnehmen wollen.

Die Schweiz hat in diesem Jahr bereits 52 unbegleitete Minderjährige aus Griechenland aufgenommen, die nach Asyl suchen.

Ersthilfe für Menschen vor Ort

Als Priorität sieht der Schweizer Bundesrat jedoch die Hilfe vor Ort: Die Unterbringung und Versorgung der Menschen müsse unverzüglich sichergestellt werden. Am Freitagnachmittag (11.09.) ist daher ein Flugzeug des Lufttransportdienstes des Bundes (LTB) mit rund einer Tonne Material nach Athen entsandt worden. An Bord waren unter anderem Schlafsäcke, Liegematten, Wasserkanister und Kochutensilien.

Das Aussendepartement EDA hat bis zu einer Million Franken für humanitäre Hilfe zugesagt, um auf dringlichste Bedürfnisse der betroffenen Menschen auf Lesbos zu reagieren. Auch zwei Spezialisten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) sind mit nach Griechenland geflogen.

Flüchtlingslager Moria auf Lesbos steht in Flammen

In der Nacht ist es zum Ausbruch mehrerer Brände im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos gekommen. Viele der dort lebenden 12.600 Menschen flohen in die umliegenden Wälder und auf Hügel.



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