• Am Samstag (21. August) trafen sich SVP und Grüne zu Delegiertenversammlungen.
  • Die Parteien stimmten unter anderem über die 99-Prozent-Initiative und die "Ehe für alle" ab.
  • Die Ergebnisse könnten nicht unterschiedlicher sein.

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Am Samstag (21. August) traf sich der SVP-Vorstand zu einer Sitzung in Freiburg. Auch die Grünen versammelten sich, um über die 99-Prozent-Initiative und die "Ehe für alle" zu diskutieren. Darüber hinaus wurde das neue COVID-19-Gesetz, über das am 28. November abgestimmt werden soll, zum Thema. Die Abstimmungsergebnisse beider Parteien könnten unterschiedlicher nicht sein.

Aus einer Pressemitteilung der SVP geht hervor, dass sich die 300 Delegierten für ein dreifaches Nein entschieden haben. "Mit solchen linksextremen Umverteilungs-Initiativen, ihrem Angriff auf unsere Werte und Traditionen sowie ihrem Weg zur nicht nachhaltigen 10-Millionen-Schweiz versucht Links-Grün, die Schweiz zu zerstören", erklärt Nationalrat Thomas Aeschi darin das Votum gegen die 99-Prozent-Initiative, die eine neue Kapitalsteuer vorsieht. Das Referendum über das neue COVID-19-Gesetz werde zwar begrüsst, die Delegierten lehnen es jedoch ab.

SVP: Schweiz braucht "gesellschaftliche Stabilität"

Als einzige Partei habe sich die SVP zudem gegen die "Ehe für alle" entschieden. "Die Schweiz braucht nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Stabilität. Dafür ist die Ehe zwischen Mann und Frau ein wesentlicher Garant", heisst es in der Mitteilung. Für die SVP sei dieser Entscheid keine Diskriminierung, sondern "legitim und sachlich begründbar".

Grünen einstimmig für die "Ehe für alle"

"Nichts rechtfertigt es, unzähligen Paaren die Eheschliessung zu verweigern. Machen wir am 26. September einen grossen Schritt hin zu mehr Gleichstellung, Gerechtigkeit und Diversität", wird indessen Nationalrat Michael Töngi in einer Medienmitteilung der Grünen zitiert. Die Partei stimmte bei der Delegiertenversammlung am Samstag einstimmig für die "Ehe für alle".

Auch die 99-Prozent-Initiative wird von der Partei befürwortet, sie sprach sich für "mehr Steuergerechtigkeit und eine gerechtere Vermögensverteilung" aus. Das COVID-19-Gesetz bekommt ebenfalls ein "klares Ja", "denn es regelt unter anderem die Befugnisse von Bundesrat und Parlament und ermöglicht die Härtefallhilfen".  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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