Den US-Geheimdiensten liegt nach Medien-Informationen Material vor, mit dem der künftige US-Präsident Donald Trump offenbar erpressbar gemacht werden sollte. Die Informationen, deren Wahrheitsgehalt nicht bestätigt ist, seien von russischen Geheimdiensten und Regierungsstellen gewonnen worden. Doch es gibt Zweifel.

Ein ehemaliger britischer Agent des Auslandsgeheimdienstes MI6 soll sie im Auftrag von Trumps parteiinternen Rivalen bei den Republikanern und später des Clinton-Lagers zusammengetragen haben, berichteten unter anderem CNN, "New York Times" und "Guardian".

US-Geheimdienste: Material "nicht substanziell"

Die US-Geheimdienste hätten das Material zunächst als "nicht substanziell" eingestuft. Sowohl Trump selbst als auch Amtsinhaber Barack Obama seien informiert worden.

Trump twitterte am Dienstagabend: "Falschinformationen - eine totale politische Hexenjagd." Seine Beraterin Kellyanne Conway sagte im Sender CNN: "Die Berichte nennen keine Quellen, nichts ist bestätigt." Verschiedene Medienvertreter zweifeln den Wahrheitsgehalt des Berichts ebenfalls an und sprechen von einer Fake-News.

In den von den USA als nicht stichhaltig eingestuften Memos, über die es eine zweiseitige Zusammenfassung bei den US-Geheimdiensten geben soll, geht es nach Informationen der "New York Times" um Sexvorwürfe im Zusammenhang mit Moskauer Prostituierten im Jahr 2013.

Ferner sollen Informationen zu Trumps Geschäftsbeziehungen nach Russland enthalten sein. Das Dokument datiert den Berichten zufolge vom 20. Juni 2016.

Trump sollte erpressbar gemacht werden

Trump sei von russischer Seite über Jahre mit guten Geschäften gelockt worden. "Bisher hat Trump alle Verlockungen zurückgewiesen", heisst es in dem Bericht.

Es heisst aber auch: Der russische Geheimdienst FSB sei zu der Auffassung gelangt, Trump sei ausreichend kompromittiert worden, um eine Erpressung zu ermöglichen. Unter anderem soll der FSB Trump Sexfallen gestellt haben, in die er getappt sein soll.

FBI-Direktor James Comey nahm zu dem Thema am Dienstag vor einem Senatsausschuss keine Stellung. Er könne nicht zu laufenden Ermittlungen sprechen. Nach Medieninformationen sollen in Russland auch Informationen über Hillary Clinton gesammelt worden sein. (dpa/mwo)

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