Wer einen Schweizer Pass hat und volljährig ist, darf wählen. Ständerat Andrea Caroni hat allerdings eine andere Vorstellung: Er möchte das Stimm- und Wahlrecht von im Ausland lebenden Schweizern aufheben - zumindest nach einer gewissen Zeit.

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Ständerat Andrea Caroni (FDP/AR) will sich das Stimm- und Wahlrecht von 180.000 Personen vorknöpfen. So viele Menschen sind im Schweizer Stimmregister eingetragen, haben ihren Lebensmittelpunkt aber im Ausland.

Anspruch auf politisches Mitspracherecht?

Grundsätzlich will der 39-Jährige das Stimm- und Wahlrecht von Auslandschweizern nicht ganzheitlich abschaffen. "Aber nach einer gewissen Zeit, wenn man davon ausgeht, dass die Person nicht mehr zurückkommt, soll ihr Stimmrecht ruhen", zitiert ihn SRF.

In Caronis Augen wäre die Einstellung des Stimmrechts "nach 20 oder 25 Jahren" sinnvoll. Nach einer so langen Zeit ausserhalb der Landesgrenze seien diese Menschen"auch nicht mehr von den Entscheidungen betroffen".

Reaktivierung möglich

Sollten entsprechende Auslandschweizer zu einem späteren Zeitpunkt in die Schweiz zurückkehren, solle die Möglichkeit bestehen, ihr Stimm- und Wahlrecht wieder zu aktivieren.

Dass der Vorstoss des Ständerats zeitnah diskutiert geschweige denn umgesetzt wird, ist laut SRF aber eher unwahrscheinlich. Da sich die Politiker zurzeit im Wahlkampf befinden, würde keiner von ihnen auch nur daran denken wollen, Schweizer Bürger in ihren Rechten einzuschränken - ob innerhalb oder ausserhalb der Landesgrenze. (cos)  © 1&1 Mail & Media/spot on news