Der Neuenburger Sozialdemokrat René Felber ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Der Schweizer Politiker hat bis 1993 das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten geleitet und sich während seiner Karriere für die Annährung der Schweiz an Europa eingesetzt.

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Der frühere Bundesrat von Neuenburg, René Felber, ist tot. Der Schweizer Politiker verstarb am vergangenen Sonntag (18. Oktober) im Alter von 87 Jahren. Das vermeldet die Zeitung "ArcInfo". Über die Todesursache ist bis jetzt nichts bekannt.

1993 trat er von seinem Amt als Alt-Bundesrat zurück, da er an Blasenkrebs erkrankt war und sich einer entsprechenden Behandlung sowie mehreren Operationen unterziehen musste.

Felber wurde 1933 in Biel im Kanton Bern geboren. Ehe es für den Schweizer in die Politik ging, widmete er sich zunächst einer Tätigkeit als Lehrer. Anschliessend absolvierte er die klassische Laufbahn eines Politikers:

1960 wurde Felber in das Gemeindeparlament von Le Locle NE gewählt. Von 1964 bis 1980 war er Stadtpräsident von Le Locle und von 1965 bis 1976 gehörte er als Abgeordneter dem Grossen Rat von Neuenburg an. Im Nationalrat sass er von 1967 bis 1981.

Anschliessend wechselte Felber in die Regierung des Kantons Neuenburg. Im Dezember 1987 beerbte er den neuenburgischen Landsmann Pierre Aubert und wurde in den Bundesrat gewählt. Bis 1993 sass er für die Sozialdemokratische Partei Schweiz (SP) in der Landesregierung und leitete das Eidgenössische Department für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Als EDA-Chef fokussierte Felber sich auf die Integration der Schweiz in die europäische Gemeinschaft.

Felber war nach seinem Rücktritt noch aktiv

1991 erhielt Felber die Diagnose Blasenkrebs und musste zwei Jahre später sein Amt niederlegen. Seine Nachfolgerin war Ruth Dreifuss. Auch nach seinem Rücktritt blieb Felber aktiv, übernahm von 1998 bis 2000 das Präsidium im Stiftungsrat des Internationalen Zentrum für humanitäre Minenräumung in Genf und war von 1994 bis 1996 Präsident der Interjurassischen Versammlung.

Felber war Vater dreier Kinder, deren Mutter Lucette Evelyne Monnier war. Das Paar heiratete 1955.  © 1&1 Mail & Media/spot on news