Flüchtlingskrise in Europa

Es ist die grösste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Wie gross die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Europa mit den Flüchtlingen umgeht und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Wimmernd und unterkühlt hatten Beamte ihn am Montag auf einem Zug gefunden: Der fünfjährige Flüchtlingsjunge Anthony, wie er eigenen Angaben zufolge heisst, war ohne seine Familie unterwegs. Diese konnte aber inzwischen ausgeforscht werden.

Modeschöpfer Karl Lagerfeld hat mit polemischer Kritik an der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel Wirbel ausgelöst. 

Am Donnerstagabend ist der Hamburger Flughafen gesperrt worden, weil Personen auf der Rollbahn entdeckt worden sind. Inzwischen gilt die Sperrung nicht mehr, eine Person ist jedoch weiter flüchtig.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge muss einen nach Afghanistan abgeschobenen Flüchtling zurückholen: Das hat das Verwaltungsgericht Sigmaringen entschieden. Unterdessen kritisiert die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt die deutsche Abschiebepraxis.

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Auch die dänische Regierung will die Grenzkontrollen wegen Terrorgefahr verlängern. In einem Brief an die EU heisst es, die hohe Zahl illegaler Einwanderer in Deutschland sei "eine echte Sicherheitsbedrohung".

Nach dem Erfolg der AfD und dem eigenen Absturz bei den Bundestagswahlen sind CDU und CSU geschockt. Noch lauter als bisher bekräftigen sie, dass sie die Grenzen schützen und die Fluchtursachen bekämpfen wollen. Doch was sind die Ursachen dieser weltweiten Flüchtlingskrise und wie lässt sie sich eindämmen?

In einem türkischen Lkw brachten Schleuser 50 Flüchtlinge nach Brandenburg. Jetzt sind 48 von ihnen aus einer Erstaufnahme-Einrichtung verschwunden.

Mitten in der Nacht kontrollieren Bundespolizisten auf der Autobahn im Grenzgebiet zu Polen einen Lastwagen, der Richtung Berlin fährt. Auf der Ladefläche offenbart sich den Beamten ein "erschütterndes Bild".

Der Mord der Woche im "Tatort", die neuesten Folgen der "Big Bang Theory", die tägliche Dosis "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", die 100. Wiederholung von "Pretty Woman" oder die Ausstrahlungstermine der Fussball-Bundesliga: Hier finden Sie auf einen Blick alle Sendetermine ihrer Lieblingsserien und Live-Shows, dazu alle Top-Filme und Sport-Events.

Acht Afghanen sind gerade nach Kabul abgeschoben worden - nach Angaben von Innenminister de Maizière sassen sieben von ihnen aktuell wegen Straftaten in Haft. Was ist noch über sie bekannt?

Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR verhandelt mit den libyschen Behörden über den Aufbau eines Lagers an der Küste. Das Lager soll bis zu 1.000 Personen versorgen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will eine Angleichung der Leistungen für Asylbewerber in Europa. In Deutschland seien diese Leistungen "im EU-Vergleich ziemlich hoch", sagte der Minister der in Düsseldorf erscheinenden ?Rheinischen Post? (Samstagausgabe). "Das ist Teil des Sogeffekts nach Deutschland." 

Zwei Jahre lang haben die Slowakei und vor allem Ungarn erbitterten Widerstand gegen die Verteilung von Flüchtlingen in Europa geleistet. Der EuGH hat nun klargestellt: Auch diese beiden Länder kommen nicht drum herum.

Die Europäische Union wirft Polen vor, einen Beschluss zur Umverteilung von Flüchtlingen nicht umzusetzen und droht dem Land mit Konsequenzen. Polens Regierungschefin Beata Szydlo kontert, man werde sich nicht erpressen lassen.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat in einem Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine Zahlung von 400 Millionen Euro für den ungarischen Grenzzaun gefordert.

Damit weniger Menschen die Überfahrt über das Mittelmeer wagen, will Europa enger mit afrikanischen Ländern zusammenarbeiten. Die Mittel: Unterstützung für örtliche Sicherheitskräfte, Wirtschaftshilfe - und möglicherweise auch legale Fluchtwege nach Europa.

In Rumänien hat die Polizei in der Nacht auf illegale Migranten geschossen. Sie haben eine Gruppe von zwölf Flüchtlingen und ihren Schleppern in der Nähe der serbischen Grenze gestoppt. Es wurden zwei Migranten verletzt.

Eine neue Miliz in Libyen hindert Flüchtlinge nach Europa zu kommen. Welche Rolle spielen die Hilfslieferungen aus Italien?

Um illegale Migration zu verhindern, wollen europäische Länder stärker mit Herkunfts- und Transitländern zusammenarbeiten. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Spitzenpolitiker aus Paris, Rom und Madrid treffen sich dazu nun mit Vertretern aus Libyen, dem Tschad und Niger.

An diesem Montag beraten vier grosse EU-Staaten darüber, wie sie die irreguläre Migration nach Europa möglichst schon in Afrika stoppen können. Gleichzeitig will man den eigenen humanitären Anspruch nicht aufgeben. Das ist schwierig.

Schleuser ordern offenbar billige Flüchtlingsboote aus China. Die EU will den Export beschränken und fordert von Peking Hilfe im Kampf gegen Schlepper.

Erst von Italien kriminalisiert, jetzt von Libyen verjagt: Die Hilfsorganisationen, die schiffbrüchige Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten, stehen offenbar der grossen Politik im Weg.

Sie sind schuldig am Tod von 13 Flüchtlingen auf dem Mittelmeer, jetzt müssen sie ins Gefängnis. Das Landgericht Traunstein verurteilt drei Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen.

Offenbar hatten sie Sorge, festgenommen zu werden. Dafür nahmen Schlepper den Tod zahlreicher Menschen in Kauf: Sie stiessen die Migranten von ihren Booten ins Wasser - und machten sich davon.

Nach dem beschlossenen Libyen-Einsatz Italiens hat der einflussreiche libysche General Chalifa Haftar gedroht, Schiffe vor der Küste des Bürgerkriegslandes zu stoppen.

Die Polizei hat in Dresden einen Lkw-Fahrer unter dem Verdacht des Einschleusens von Ausländern festgenommen. 

Die Besatzungen europäischer Kriegsschiffe könnten bald direkt vor der libyschen Küste gegen Schleuserbanden vorgehen

Dämpfer für "Defend Europe", die von den rechtsextremen "Identitären" organisierte Anti-Flüchtlings-Aktion im Mittelmeer. Der Kapitän und mehrere Crew-Mitglieder der "C-Star" werden auf Zypern festgenommen.

Als im Sommer 2015 Hunderttausende über die Balkanroute kamen, fühlten sich viele EU-Staaten überfordert - auch Deutschland und Österreich. Doch Regeln sind Regeln, sagt der EuGH.

Sie machen Hilfsorganisationen für das Sterben im Mittelmeer verantwortlich und fühlen sich berufen, die Migration nach Europa zu stoppen: Rechtsextreme wollen Geflüchtete mit einem Schiff zurück nach Libyen bringen. Dabei könnten sie selbst zu Rettern werden.

Die "Identitäre Bewegung" will Flüchtlinge von Europa fernhalten. Dafür haben die Rechtsextremen ein Schiff im Mittelmeer gechartert. Ein Schweizer Ex-Soldat soll dabei eine wichtige Rolle spielen - und als Koordinator auf dem Schiff fungieren.

Manfred Weber fordert ein härteres Vorgehen der EU gegen Schleuser vor der libyschen Küste. Der CSU-Politiker und Vorsitzende der christdemokratischen EVP-Fraktion im EU-Parlament will dafür notfalls auch Waffengewalt als Mittel einsetzen.

In der Flüchtlingskrise droht Italien mit der Abweisung von Schiffen mit geretteten Migranten. Dabei ist Italien das Hauptankunftsland für Bootsflüchtlinge. Wie es zu dieser drastischen Androhung kam und ob deren Umsetzung überhaupt legal wäre.

Mit dem Sommer kommen auch immer mehr Migranten an Europas Stränden an, besonders in Italien. Die Schweiz als ...

Italien ist das Hauptankunftsland für Bootsflüchtlinge in Europa. Die Regierung ruft schon lange nach mehr Hilfe. Nun geht Rom die Geduld aus - und droht.

Die Leichen im Kühllaster bei Parndorf haben im August 2015 die Welt erschüttert. Jetzt stehen die mutmasslichen Verantwortlichen vor Gericht. Der Staatsanwalt will beweisen: Es war kaltblütiger Mord.

Hunderttausende hungern im Nordosten von Nigeria. An der Krise ist die Terrormiliz Boko Haram schuld. Helfern fehlt es an den nötigen Mitteln. Langfristig könnte es mehr Flüchtlinge nach Europa treiben.

CSU-Politiker Gerd Müller befürchtet eine gigantische Fluchtbewegung aus Afrika. Die Menschen hätten gar keine andere Chance als zu fliehen. Eines der Hauptprobleme sei die Erderwärmung.

Der Kongo steht am Scheideweg. Eine neue Krise im Zentrum des Landes hat 1,3 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Die Gewaltwelle droht auch die Wahlen zu verzögern - was Präsident Kabila gefallen dürfte. Schuld daran ist ein Stammesführer namens Schwarze Ameise.

Riesiger Rettungseinsatz vor Italien: Innerhalb eines Tages werden mehr als 2.500 Menschen aus Seenot gerettet. Ärzte ohne Grenzen, Frontex und Küstenwache beteiligten sich an der Aktion.

Regelmässig schicken viele Menschen, die zum Arbeiten in ein anderes Land gegangen sind, Geld nach Hause. In Entwicklungsländern könnten viele Menschen gar nicht anders überleben. Deutschland gehört zu den Ländern, aus denen am meisten geschickt wird - und immer mehr.

Österreichs Aussenminister Kurz sieht sich in Europa als Taktgeber für eine weiter verschärfte Flüchtlingspolitik. Übers Mittelmeer dürfe kein Migrant mehr nach Europa gelangen. Wer sich einschiffe und gestoppt werde, müsse woanders hingebracht werden.

Stück für Stück schraubt die Bundesregierung in dieser Wahlperiode am Asylrecht. Nun ist das vorerst letzte Vorhaben beschlossen. Und das hat es in sich - wieder einmal. Die Kritik fällt heftig aus.

Arbeiten Hilfsorganisationen bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer mit Schleppern zusammen? Ein Ermittler in Italien will Beweise dafür gefunden haben. Die NGOs reagieren mit Empörung.

Sebastian Kurz ortet einen "NGO-Wahnsinn", wenn es um die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer geht. Er bekräftigt bei einem Lokalaugenschein in Malta erneut seinen Vorschlag, Flüchtlinge in Zentren ausserhalb der EU unterzubringen.

Ein Jahr nach Abschluss des Flüchtlingspakts mit der EU hat die Türkei mit dessen Aufkündigung gedroht. Das Abkommen werde neu bewertet, sagte der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwochabend in einem Interview des Senders 24 TV.

Am 9. März 2016 schliesst nach Slowenien, Kroatien und Serbien auch Mazedonien seine Grenze für Flüchtlinge und andere Migranten. Damit ist der Weg über das Balkangebirge weitgehend dicht, über die 2015 Hunderttausende nach Deutschland und Österreich gekommen waren.

Seit einem Jahr gilt die Balkanroute als geschlossen. Doch nach wie vor versuchen Flüchtlinge ihr Glück auf diesem Weg. Andere hängen noch immer dort fest. Und ausgerechnet die Schlepper profitieren von dieser Situation.

EU-Staaten sind nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht verpflichtet, Asylbewerbern ein Visum zur legalen Einreise auszustellen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt in Ägypten und Tunesien um Unterstützung in der Flüchtlingsfrage. Dabei liegt das eigentliche Problem in einem Nachbarland. Warum Deutschland und Europa von einer raschen Lösung noch weit entfernt sind.

Vor zwei Wochen hatten sich Bund und Länder auf schnellere Abschiebungen geeinigt. Jetzt drückt der Innenminister aufs Tempo. Noch vor dem Sommer soll der härtere Kurs umgesetzt werden.