Im Januar erreichten einem Medienbericht zufolge knapp 2.000 Migranten täglich Griechenland. Allerdings kommen derzeit weit weniger Syrer über die Balkanroute als noch im September letzten Jahres. Dagegen steigen zwei andere Herkunftsländer prozentual.

Nach Einschätzung der EU-Kommission haben etwa 40 Prozent der Migranten, die zuletzt über die Balkanroute wanderten, keine realistische Aussicht auf Asyl oder Flüchtlingsschutz in der Europäischen Union.

Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (F.A.S.) unter Berufung auf einen hohen Kommissionsbeamten. In dieser Zahl schlägt sich nieder, dass laut der Grenzschutzagentur Frontex im Januar nur noch 39 Prozent der Migranten, die von der Türkei nach Griechenland kamen, Syrer waren - verglichen mit 69 Prozent im September 2015.

Dagegen stieg der Anteil von Irakern von 8 auf 25 Prozent, der von Afghanen von 18 auf 24 Prozent. Diese Gruppen haben geringere Anerkennungsquoten als Syrer. Hinzu kam ein grösserer Anteil von Maghrebinern, die in aller Regel als Wirtschaftsflüchtlinge eingestuft werden.

Wie die "F.A.S." weiter berichtet, erreichten im Januar 60.466 Migranten von der Türkei aus Griechenland. Das entsprach einem Tagesdurchschnitt von 1.951 Personen - verglichen mit 3.497 Personen im Dezember und 6929 Personen im bisherigen Spitzenmonat Oktober 2015. (far)

Weitere Nachrichten des Tages