Flüchtlingskrise in Europa

Es ist die grösste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Wie gross die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Europa mit den Flüchtlingen umgeht und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Droht eine neue Flüchtlingswelle? Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) spricht von Hunderttausenden Afrikanern, die aus Libyen nach Europa wollen. Das Problem: Teile des nordafrikanischen Landes sind in der Hand der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS).

Aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik haben Demonstranten am Samstag fast zwei Stunden lang die Autobahn 5 am deutsch-schweizerischen Grenzübergang Basel/Weil am Rhein blockiert.

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil will Österreichs Grenze künftig auch mit Soldaten schützen. Auch der EU-Türkei-Deal ändert daran nichts. Im Gegenteil.

Früher konnte er keiner Fliege etwas zuleide tun, jetzt tötet er Unschuldige für den sogenannten "Islamischen Staat" (IS): Der in Belgien geborene Marokkaner Hicham Chaib ist einer der vielen IS-Henker, die unzählige Menschen auf dem Gewissen haben. In einem Interview hat sich nun dessen Bruder, Mohammed Amin Chaib, darüber geäussert, welches Leid Hicham über die Familie bringt.

Comedian und Moderator Bernhard Hoëcker erklärt die Flüchtlingskrise in nur 80 Sekunden. In der "NDR Talk Show" erläutert er seine Sicht der Dinge - und wird dafür in den sozialen Netzwerken gefeiert.

Es sind Aufnahmen, die niemanden kaltlassen: Auch die zweite Episode "Ivine and Pillow" aus der Kurzfilm-Reihe "Unfairy Tales" lässt erahnen, wie sehr Kinder unter ihrer Flucht aus Syrien leiden.

Willkommenskultur oder Festung Europa? Nichts spaltet Europa derzeit mehr als die Frage, wie auf die aktuelle Flüchtlingsbewegung reagiert werden soll. Mit der EU-Türkei-Vereinbarung wurde erstmals eine gemeinsame, wenn auch umstrittene Strategie beschlossen.

Ende Februar hatte die umstrittene CDU-Abgeordnete Erika Steinbach mit einem Twitter-Foto zur Flüchtlingskrise für Empörung gesorgt. Das NDR-Magazin „Zapp“ hat nun den Ursprung des Fotos recherchiert, das eigentlich einem vollkommen anderen Zweck dienen sollte.

Ein "Kardinalfehler": So bezeichnet Beatrix von Storch (AfD) die Schusswaffen-Aussage der Parteivorsitzenden Frauke Petry (AfD). Die beiden tragen ihren Zwist offen über die Medien aus.

Noch immer erreichen Hunderte Flüchtlinge Griechenland. Die Lage in Idomeni bleibt kritisch.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sieht Türkei-Deal kritisch - Abkommen dürfe "nicht um jeden Preis" geschlossen werden.

Die Fluchtwege über den Balkan sind faktisch geschlossen, schon bahnt sich eine neue Migrationswelle über die zentrale Mittelmeerroute an. Experten rechnen mit bis zu 200.000 Flüchtlingen, die im Bürgerkriegsland Libyen auf die Überfahrt nach Italien warten. Das Mittelmeer droht erneut zum Massengrab zu werden.

Hunderte Migranten, denen es am Vortag nicht gelungen war, den mazedonischen Grenzzaun zu überqueren, sind am Dienstag wieder ins griechische Hinterland zurückgekehrt. Dies berichtete der Nachrichtensender Skai aus der Region des kleinen griechischen Grenzdorfes Chamilo. Rätselraten gibt es weiter über ein Flugblatt mit dem Aufruf zum Exodus.

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) plädiert bei der Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU für geordnete Verhältnisse.

In der EU mehren sich kritische Stimmen zu dem geplanten Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei. Österreich warnt, die EU dürfe sich nicht vor allem auf die Türkei verlassen. Den Flüchtlingen sollen alternative Wege durch Europa verbaut werden.

Das Foto des ertrunkenen Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi ging im September 2015 um die Welt. Zwei Streetart-Künstler haben nun das Bild des Dreijährigen als Graffiti auf eine 120 Quadratmeter grosse Wand in Frankfurt am Main gesprüht.

Die Fluchtroute über die Balkanstaaten ist faktisch geschlossen. Nun wird spekuliert, auf welche Wege die Flüchtlinge ausweichen, um nach Deutschland zu gelangen. Bisher haben die Schlepper noch auf jede Veränderung blitzschnell reagiert.

In einem Beitrag der ORF-Sendung "Report" ging es am Dienstagabend um eine rechte Strömung, die unter dem Deckmantel des Frauenschutzes gegen Ausländer vorgehen will. In der Reportage kommen Demonstranten zu Wort, Experten kommentieren ihre Haltungen.

In der Diskussion um eine Lösung in der Flüchtlingskrise erweist sich die Türkei als harter Verhandlungspartner. Die zerstrittene EU könnte für eine Einigung einen hohen Preis zahlen - und läuft in Gefahr ihre eigenen Werte zu verkaufen.

In einem Interview mit CNN verteidigt Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner Obergrenzen für Flüchtlinge und Grenzschliessungen auf der Balkanroute: Ohne nationale Massnahmen sei die Einheit Europas gefährdet. Zudem fordert sie Hilfe vom "Rest der Welt".

Im September 2015 hat sich die Europäische Union als Zeichen der Solidarität verpflichtet, 160'000 Flüchtlinge von Griechenland und Italien auf andere Länder umzuverteilen. Bis jetzt sind allerdings nur 870 Flüchtlinge umgesiedelt worden, keiner davon in die Schweiz. Simonetta Sommaruga hat bestätigt, dass die ersten Migranten eines Kontingents von 1.500 Asylsuchenden ab März in der Schweiz ankommen werden.

Ein Beitrag der ORF-Sendung "Thema" widmet sich dem griechischen Dorf Idomeni, in dem über 10.000 Flüchtlinge festsitzen und vergeblich versuchen, über eine der Balkanrouten in die EU zu gelangen.

Der Entwurf der Schlusserklärung des Sondergipfels zwischen der EU und der Türkei sorgt für Irritationen. Vorgesehen ist darin die Feststellung, dass die sogenannte Balkanroute jetzt geschlossen sei. Kanzlerin Angela Merkel will dem offenbar nicht zustimmen. Weil eine Zustimmung eine Kehrtwende in ihrer Flüchtlingspolitik bedeuten würde?

Krieg, Hunger und Elend treiben Menschen aus aller Welt nach Europa. Die deutsche Gesellschaft hat sich noch nicht entschieden, wie sie damit umgehen soll. Die Reaktion der Öffentlichkeit reicht von Vorbehalten bis hin zu Rassismus, offenbart aber auch eine herzliche Willkommenskultur. In jedem Fall zwingt der Asylzuzug Deutschland zur Reflexion und zur Debatte. So werden Probleme offensichtlich, die schon lange existieren, nun aber gelöst werden müssen. Ein Überblick.

Österreichs Regierung kassiert viel Schelte, seit sie in der Flüchtlingskrise einen restriktiveren Ton anschlägt. Aussenminister Sebastian Kurz sieht sich in seinen Befürchtungen bestätigt.

ÖVP-Politiker Marcus Franz leistet sich eine verbale Entgleisung gegen die deutsche Regierungschefin Angela Merkel und Bundeskanzler Werner Faymann wählt ebenfalls markige Worte. Die Flüchtlingskrise beherrscht weiterhin die Politik.

Ein CSU-Chef, der die eigene Kanzlerin bei der kommenden Wahl nicht unbedingt unterstützen will und ein Vizekanzler, der damit droht, den Haushalt nicht zu verabschieden: Das öffentlich ausgetragene Zerwürfnis in der Koalition ist gross. Halten wird sie mit aller Wahrscheinlichkeit trotzdem. Aber etwas anderes könnte Merkel durchaus ernsthaft gefährlich werden.

Die Regierung in Athen rechnet damit, dass wegen der Schliessung seiner Grenze zu Mazedonien in den kommenden Tagen mehr als 100.000 Migranten in Griechenland festsitzen könnten. Deswegen hat die Regierung ein EU-Hilfspaket in Höhe von 470 Millionen Euro beantragt. Östeerreich wirft Deutschland derweil vor, an den schlimmen Verhältnissen an der griechisch-mazedonischen grenze mitschuldig zu sein.

Die CDU-Politikerin Erika Steinbach ist mit einigen Tweets zur Flüchtlingsdebatte schwer in die Kritik geraten.

Die Ereignisse in der Flüchtlingskrise überschlagen sich. Österreichs Obergrenzen haben dem Land zahlreiche Gegner eingebracht. Viel wichtiger aber ist, dass dieser Alleingang Wirkung zeigt. Bestenfalls kommen aufgrund des erhöhten Drucks alle EU-Länder zur Einsicht, dass man sich den Problemen gemeinsam stellen muss.

Hunderte Flüchtlinge haben am Montagmorgen die griechisch-mazedonische Grenzanlage bei Idomeni gestürmt. Die Grenzschützer setzten Augenzeugenberichten zufolge Tränengas ein. Es soll Verletzte gegeben haben.

Nach der heftigen Kritik an einem Twitter-Beitrag, der indirekt vor einem überfremdeten Deutschland warnt, verteidigt sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach.

Ein paar Monate war es recht ruhig um Erika Steinbach. Aktuell bringt die CDU-Abgeordnete mit einem rassistischen Tweet das Netz gegen sich auf.

Wer steckt hinter den Flüchtlingsprotesten? Laut Extremismus-Forscher Fabian Virchow auch die NPD. Man dürfe die rechtsradikale Partei nicht abschreiben - auch wenn sie aktuell kaum sichtbar sei. Auch deswegen sei der zweite Anlauf für ein Parteiverbotsverfahren richtig.

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat von der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eindringlich eine Abkehr von der bisherigen Flüchtlingspolitik gefordert. Unterstützung erhält die Kanzlerin hingegen wieder einmal von der SPD.

In einer aktuellen Umfrage zu den fremdenfeindlichen Vorfällen in Sachsen wurden von den Befragten als vermutete Hauptgründe wirtschaftliche Sorgen und die Flüchtlingspolitik genannt. Rund zehn Prozent sahen Elternhaus und Schule in der Hauptverantwortung. Der Pädagoge Wolfgang Beutel sagt: Erziehung ist tatsächlich der entscheidende Faktor.

Streit um Flüchtlinge: Griechenland lädt Innenministerin Mikl-Leitner aus.

Gut jeder zehnte registrierte Flüchtling verschwindet nach seiner behördlichen Erfassung.

Der ungarische Regierungschef Viktor Orban poltert gegen die Flüchtlingspläne der EU. Europa bettele bei der Türkei um die Sicherheit der Grenzen, kein EU-Land wolle Asylsuchende aufnehmen, Deutschland verhalte sich aggressiv. Orbans Aussagen im Faktencheck.

Grosse Ergebnisse bei der Balkan-Konferenz in Wien bleiben aus. Auf einige Massnahmen haben sich die zehn Teilnehmerländer aber geeinigt.

Innenministerin Mikl-Leitner und Aussenminister Kurz laden am Mittwoch zur Balkan-Konferenz in Wien. Die EU-kritisiert das Treffen, da nicht alle Staaten entlang der Balkan-Route teilnehmen. Auch Griechenland protestiert.

Freital, Clausnitz, Bautzen: Diese Städte in Sachsen sind zum Symbol geworden für Fremdenhass. Warum häufen sich rechte Straftaten in Sachsen? Eine Spurensuche.

Sachsen steht derzeit im Fokus der bundesdeutschen Innenpolitik. Nachdem im Freistaat erneut blinder Fremdenhass wütet, muss sich die Landesregierung in Dresden erklären. Die AfD-Vorsitzende der AfD, Frauke Petry, hat derweil angekündigt, dass bei den fremdenfeindlichen Protest in Clausnitz auch AfD-Mitglieder beteiligt waren.

Es klingt nicht ganz logisch, aber gefährliche Straftaten, wie der mutmassliche Brandanschlag auf die Asylbewerberunterkunft im sächsischen Bautzen, werden nicht per se als rechtsextremistischer Terror verfolgt. Warum das so ist, erklärt ein Rechtsexperte im Gespräch mit unserer Redaktion.

Notorische Urheber von Hetz-Botschaften werden auf Facebook mit einem Trick hereingelegt und blamiert. Hinter der Aktion soll das Hackernetzwerk Anonymous stecken.

Ein verstörendes Video kursiert im Internet und wird heftig diskutiert. Im sächsischen clausnitz blockierten am Donnerstag aufgebrachte Demonstranten einen Bus mit Flüchtlingen auf dem Weg in eine Asylunterkunft in Rechenberg-Bienenmühle. Die Polizei Sachsen zeigte sich in einer Antwort bei Facebook zwar empört. Ein zweites Video wirft aber zum Verhalten der Polizisten Fragen auf.

Die Türkei steckt nach den jüngsten Anschlägen in einer tiefen sicherheitspolitischen Krise. Dabei ist das Land der Hoffnungsträger Europas in der brisanten Flüchtlingsdebatte. Passt das zusammen? Antworten eines Experten.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble plant einem Pressebericht zufolge für den Bundeshaushalt Zusatzausgaben in Milliardenhöhe. Grund sei vor allem die Flüchtlingskrise.

Die angekündigten Tageskontingente sind fix: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner einigt sich mit Slowenien.

Kurz vor dem EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) so einsam wie noch nie. Europa ist angesichts der Flüchtlingsproblematik zerstritten. Doch die Kanzlerin bleibt eisern bei ihrem Kurs, wie diese Zitate zeigen.