Flüchtlingskrise in Europa

Es ist die grösste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Wie gross die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Europa mit den Flüchtlingen umgeht und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Die Lage in Passau ist angespannt. Seit Tagen strömen Flüchtlinge über die deutsch-österreichische Grenze. Auch am Mittwoch werden dort wieder Tausende Migranten erwartet. Kritik gibt es vor allem an Österreich. Das Nachbarland bringt Flüchtlinge mit Bussen in zu kurzen Abständen an die Grenze. Das führt zu Problemen. Zudem sorgte ein Zwischenfall für Aufsehen.

Wenn Flüchtlinge in Deutschland eine Unterkunft in einem Flüchtlingsheim beziehen, müssen Sie auf den Wachschutz vertrauen, der die staatlichen Einrichtungen schützen soll. Bereits mehrfach ist es jedoch vorgekommen, dass Rechtsradikale als Wachschutzleute ausgerechnet in Flüchtlingsheimen eingesetzt worden sind. So bewachte ein Mitglied der rechtsextremen Kameradschaft "Sturm 18" ein Asylbewerberheim in Heidelberg.

CSU-Chef Horst Seehofer erwägt offenbar den Abzug der CSU-Minister Alexander Dobrindt, Gerd Müller und Christian Schmidt. Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf "enge Vertraute" Seehofers.

Täglich kommen Hunderte Flüchtlinge an der bayerisch-österreichischen Grenze an und warten darauf, nach Deutschland einreisen zu dürfen. Bayern sieht sich von Österreich im Stich gelassen: Ministerpräsident Horst Seehofer machte seinem Unmut lautstark Luft. Und auch die deutsche Presse lässt kaum ein gutes Haar am Nachbarn.

Die Situation an der deutsch-österreichischen Grenze spitzt sich weiter zu. Immer häufiger spielen sich Szenen ab, mit denen niemand gerechnet hätte.

Nun ist Österreich an der Reihe von Horst Seehofer abgebügelt zu werden. Der bayerische Ministerpräsident hat das Nachbarland in der Flüchtlingskrise scharf kritisiert: Immer mehr Menschen würden ohne Rücksprache zur deutschen Grenze gebracht. "Das EU-Recht wird nicht eingehalten, wie an vielen anderen Stellen auch", sagt die Politologin Katrin Böttger.

Der Flüchtlingsstrom auf der Balkanroute ist ungebrochen. Allein in Slowenien sind in den vergangenen Tagen Zehntausende Menschen angekommen. Wir haben Experten gefragt, ob der Flüchtlingsstrom bald abreisst und was Deutschland nun tun muss.

Erneut hat Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) den Grenzübergang Spielfeld besucht, um sich persönlich ein Bild der Lage zu machen. Dabei kündigte sie bauliche Massnahmen an und äusserte sich auch zum Verhältnis zu Bayern.

"Zentrum der Flüchtlingskrise" wird der österreichisch-slowenischen Grenzübergang Spielfeld seit einigen Tagen genannt, nachdem sich dort in den vergangenen Tagen immer wieder chaotische Szenen abgespielt hatten. Dass es ein "Durchwinken" von Flüchtlingen nie gegeben habe, betonte man am Dienstag bei der Landespolizeidirektion Steiermark.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Montag in Nürnberg den Fragen vieler Bürger gestellt. Dabei reagiert sie auf eine Wortmeldung ziemlich ironisch - und beweist Sinn für Humor.

Der Flüchtlingsandrang bringt Österreich nach den Worten von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) an seine Grenzen. "Wir sind am Limit", sagte die Politikerin der "Kronen Zeitung". 6500 Flüchtlinge reisten jeden Tag nach Österreich ein, Deutschland nehme aber nur 4500 Personen auf. "Deutschland übernimmt aktuell einfach zu wenig Flüchtlinge", so Mikl-Leitner.

Europa steht "mal wieder vor einer Bewährungsprobe". So sieht es die Bundeskanzlerin Angela Merkel und hat nach einem weiteren europäischen Flüchtlingsgipfel verlangt. Am Sonntag ist es soweit. Ob sie in Brüssel auch ihre Ziele erreichen wird, ist ungewiss.

Der Flüchtlingszustrom reisst nicht ab. Immer noch drängen Tausende nach Europa. Dabei kristallisiert sich ein neues Zentrum der Flüchtlingskrise heraus: der Grenzübergang Spielfeld an der österreichisch-slowenischen Grenze. Dort spielen sich chaotische Szenen ab.

Im Wochenrhythmus sprechen vor allem CSU-Politiker vom Erreichen der "Belastungsgrenze" in der Flüchtlingsfrage - der Faktencheck zeigt jedoch, Deutschland hat seine Kapazitäten noch lange nicht ausgeschöpft.

Die Flüchtlingskrise beschäftigt Deutschland weiter. In vielen Städten schüren Menschen rechter Gesinnung Angst vor den geflüchteten Menschen. Die Polizei des Landkreises Vorpommern-Greifswald hat nun mit einem beeindruckenden Facebook-Posting mit vielen Vorurteilen aufgeräumt.

Nach einer ruhigen Nacht am Grenzübergang Spielfeld, in der allerdings wieder Hunderte Flüchtlinge im Freien schlafen mussten, wird die Lage aktuell wieder unruhiger. Menschenströme befinden sich erneut auf dem Weg in Richtung Norden.

Hunderte Flüchtlinge haben am österreichisch-slowenischen Grenzübergang Spielfeld die Nacht im Freien verbracht. In der Früh spitzte sich die Lage derart zu, dass die Polizei plötzlich die Absperrungen öffnete: Man habe keine Verletzungen riskieren wollen, hiess es.

Betreiber von Asyl-Heimen und Politiker geraten laut Lagebericht des Bundeskriminalamts verstärkt ins Visier fremdenfeindlicher Täter, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Diese agieren oft in Gruppen und wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft.

Die ungarische Kamerafrau, die beim Filmen von Flüchtlingen Kinder getreten hatte, will jetzt Facebook und einen der Flüchtlinge verklagen. Das berichtet unter anderem die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf die russischen Zeitung Iswestija.

Eine Gruppe von Flüchtlingen marschiert derzeit von Spielfeld an der slowenischen Grenze nach Norden. Die Menschen haben eine Sperre der Polizei durchbrochen und sich selbständig aufgemacht.

Im slowenischen Brezice brennen offenbar mehrere Flüchtlingszelte. Das berichten mehrere Medien übereinstimmen. Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Feuerwehr und Rettungskräfte sind im Einsatz.

Etwa 5.500 Menschen dürften am Dienstag über die slowenische Grenze nach Österreich eingereist sein. Am Abend kam es bei der Essensausgabe zu Tumulten. Mittwochfrüh hat sich die Lage beruhigt - vorerst.

Auf Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Mitgliedsstaaten der EU zu einem Sondergipfel am kommenden Sonntag nach Brüssel eingeladen, um die aktuelle Entwicklung in der Flüchtlingskrise zu beraten. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

In der Flüchtlingskrise werden derzeit viele Massnahmen diskutiert. Darunter auch der Vorschlag, die Grenzen dicht zu machen - auch mit Zäunen. Warum das sinnlos ist.

Kroatien hat am Montagabend seine Grenze für tausende Flüchtlinge aus Serbien geöffnet. Das berichtet N24 und beruft sich dabei auf einen Fotografen der Nachrichtenagentur AFP am serbischen Grenzübergang Berkasovo.

Eine Gruppe einflussreicher Parlamentarier in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion um den Vorsitzenden des Parlamentskreises Mittelstand (PKM), Christian von Stetten, will Bundeskanzlerin Angela Merkel per Beschluss zur Abkehr von der Politik der offenen Grenzen zwingen.

Der Andrang auf Deutschland hält unvermindert an. Wie das Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" unter Berufung auf Zahlen des Bundesinnenministeriums berichtet, registrierten die Bundesländer zwischen dem 5. September und dem 15. Oktober 409.000 neue Migranten, rund 10.000 pro Tag.

Die Türkei spielt für die EU in der Flüchtlingskrise eine wichtige Rolle. Nun soll es einen Aktionsplan geben, der die Einwanderung von Flüchtlingen nach Europa begrenzen soll. Es steht der Vorwurf im Raum, es handele sich um einen politischen Kuhhandel auf dem Rücken der Flüchtlinge..

Bildung ist der Schlüssel zur Integration, darin sind sich alle einig. In deutschen Schulen entscheidet sich daher die Zukunft vieler Flüchtlingskinder – und auch die unserer Gesellschaft. Es geht um Querdenken, Vordenken, Mitdenken und Umdenken - eine Revolution des Bildungsystems als Chance.

Versagt die Kanzlerin in der Flüchtlingspolitik? Oder gibt sich Seehofer nur als Populist?

Die Tafeln in Deutschland unterstützen derzeit 150.000 Flüchtlinge täglich mit Lebensmitteln – zusätzlich zu den etwa eine Million Bedürftigen. Nur die Dachauer Tafel macht eine Ausnahme. Sie weigert sich. Dafür ist die vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) getragene Einrichtung massiv in die Kritik geraten. Nun will man diese Entscheidung offenbar noch einmal überdenken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt in der schwierigsten Phase ihrer Kanzlerschaft eine kämpferische Regierungserklärung ab und bezieht klar Stellung zum Thema Flüchtlinge. Merkel sprach unter anderem aber auch über den Konflikt in der Ukraine.

Für ihre Haltung in der Flüchtlingsfrage muss sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) derzeit einiges anhören - auch von Parteikollegen. Ihre Position ist geschwächt, aber vor einem Aus als Kanzlerin steht Merkel deswegen wohl nicht.

Der parteiinterne Widerstand gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel wächst.

Der anhaltende Flüchtlingszustrom nach Deutschland lässt die Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung laut einer Umfrage zusehends schwinden. Einer anderen Umfrage zufolge sinken die Unionsparteien in der Wählergunst auf den tiefsten Stand seit der Bundestagswahl 2013 - offenbar wegen des Vertrauensverlustes in Kanzlerin Angela Merkel.

Über den Umgang mit den hier ankommenden Flüchtlingen ist man sich in der Grossen Koalition uneinig. Sogenannte Transitzonen an Deutschlands Grenzen sollen den Andrang besser regulieren - und vielleicht sogar mindern. Doch ist das zulässig, sinnvoll und umsetzbar?

In dieser Woche soll der Asylkompromiss beschlossen werden. Doch vorher sorgt die Flüchtlingskrise für Streit in der Union. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will Deutschlands Grenzen schliessen, fordert eine Obergrenze für die Aufnahme von Asylbewerbern. Angesichts der unkontrollierbaren Situation in den Flüchtlingsunterkünften und des politischen Streits, der die Republik spaltet, kritisiert Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) im Frontal 21-Interview Seehofers Krisen-Rhetorik.

Die Union hat sich auf die Einrichtung von Transitzonen geeinigt - die SPD lehnt sie kategorisch an. Lösen Transitzonen das Flüchtlingsproblem und sind sie sinnvoll? Was halten Sie von der Rolle der CSU in der Debatte? Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Er lieferte den Soundtrack der Zerstörung, des Unvorstellbaren, des Elends in Syrien: Pianist Aeham Ahmad Er spielte in den Ruinen von Damaskus, der Stadt, die vom Terror des Islamischen Staates besonders hart getroffen wurde. Nun ist er vor 20.000 Menschen in München aufgetreten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Merkel hält trotz sinkender Umfragewerte an ihrem Kurs in der Flüchtlingskrise fest. Ihr Massstab sei ein anderer. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung äussert sie zwar Verständnis für die Sorgen der Bürger. Dennoch ist für sie klar, dass es keine Alternative zur Aufnahme von Flüchtlinge gibt. Und auch die Angst vor dem Islam sei unbegründet.

Das verstehe, wer will: Ein Feuerwehrmann, der vor einer Woche eine Flüchtlingsunterkunft in Altena in Brand steckte, muss nicht in Haft. Die Begründung des Staatsanwalts: Die Tat des jungen Mannes habe zwar einen fremdenfeindlichen, aber keinen rechtsradikalen Hintergrund.

Prominente Unterstützer auf der einen, scharfe Kritiker auf der anderen Seite: Die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel spaltet die Nation – und die Bundesregierung. Gefährdet die Kanzlerin mit ihrer Haltung ihr Amt?

Thomas de Maizière hat in der Flüchtlingskrise schon viel gesagt. Doch offenbar entspricht nicht alles davon der Wahrheit. So hat der Innenminister behauptet, "30 Prozent" der Asylsuchenden gäben sich als Syrer aus, seien aber keine. Nach Recherchen des ARD-Magazins "Panorama" ist diese Behauptung falsch.

Frostige Stimmung zwischen Bayern und Österreich: CSU-Chef Horst Seehofer möchte Zuwanderung begrenzen. Zudem will er Flüchtlinge an der Grenze zu Österreich abweisen lassen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner warnt bereits vor einer "humanitären Krise neuen Ausmasses".

Die Zahl der Gewalttaten gegen Flüchtlinge steigt. Innenminister Thomas de Maiziere zufolge "gab es in diesem Jahr bereits mehr als 490 Straftaten gegen Asylbewerberunterkünfte." In einem Interview nannte er diese Entwicklung "besorgniserregend" und "eine Schande für Deutschland".

Die beschauliche Stadt Hardheim im Odenwald hat für Flüchtlinge Benimmregeln aufgestellt. Den Knigge veröffentlichte die Gemeinde auf ihrer Internetseite.

Der Druck auf Angela Merkel in der Flüchtlingskrise wächst – auch aus den eigenen Reihen. Doch die Kanzlerin hält daran fest, dass ihr Weg der richtige ist. Das bekräftigte Merkel nun bei einem Solo-Auftritt in der ARD-Sendung "Anne Will". Ein voller Erfolg, wenn man nach den Pressestimmen geht.

Vor dem Europaparlament in Strassburg werben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande für eine gemeinsame europäische Lösung der Flüchtlingskrise. Merkel sprach sich für eine Neuausrichtung europäischer Aussenpolitik aus und warnte vor nationaler Abschottung. Die wichtigsten Punkte des Treffens.

Der Flüchtlingsstrom in Deutschland reisst nicht ab. Die Politik, Kommunen, freiwillige Helfer und Polizei sehen sich zunehmend überfordert. Um das Thema "Wo liegen unsere Grenzen" drehte sich dann auch der sonntägliche Talk bei Günther Jauch. Einer der Gäste, Herbert Grönemeyer, fiel durch einen bizarren Auftritt auf. Im Nachhinein gibt es dafür reichlich Kritik.

Auf einmal fordert "Dunkeldeutschland" den Rücktritt der Kanzlerin, kommt scharfe Kritik aus den eigenen Reihen. Dabei macht Angela Merkel in der Flüchtlingskrise vieles richtig.