Flüchtlingskrise in Europa

Es ist die grösste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Wie gross die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Europa mit den Flüchtlingen umgeht und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Die Kritik an Angela Merkels Politik wächst: In der Flüchtlingskrise will die Bundeskanzlerin ihren Kurs höchstens variieren, Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer verlangt eine Umkehr. Derweil muss die Union in Wahlprognosen Verluste hinnehmen. Es rumort in CDU und CSU. Steht die Kanzlerin jetzt ganz alleine da? Antworten eines Merkel-Kenners.

Die EU hat am Montag dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Brüssel einen Vorschlag unterbreitet. Endlich ein Durchbruch in der Flüchtlingskrise?

Die Deutschen beurteilen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung einer Umfrage zunehmend skeptischer. 59 Prozent hielten die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für falsch, syrische Flüchtlinge aus Ungarn unregistriert nach Deutschland einreisen zu lassen.

Thomas de Maizière muss aktuell herbe Kritik in den sozialen Medien einstecken. Grund dafür sind seine kritischen Aussagen in Bezug auf Flüchtlinge

Kassel, Suhl, Dresden, jetzt Hamburg – Gewaltsame Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen nehmen zu.  Der Ruf nach Konsequenzen wird lauter; doch noch streiten Experten und Politiker über die Ursachen und darüber, wie sich die Gewalt verhindern lässt. Während ein Vorschlag fast im Keim erstickt, hat ein Bundesland bereits Massnahmen ergriffen.

Die Gewalt unter Flüchtlingen nimmt offenbar zu. Meldungen über Massenschlägereien in Unterkünften lassen derzeit verschiedene Lösungsvorschläge diskutieren. Unter anderem forderte die Polizeigewerkschaft, Flüchtlinge nach ihrer Religion zu trennen. Populistisch und absurd meint Lamya Kaddor. Im Interview erklärt die Islamwissenschaftlerin über die Folgen und macht einen ganz anderen Lösungsvorschlag.

Der bayerische Finanz- und Heimatminister Markus Söder will angesichts der Flüchtlingskrise das Land abschotten. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte der CSU-Politiker, man müsse die Grenzen "besser schützen".

Angela Merkel gilt als abwartende, zögernde Politikerin. Aber in der Griechenland- und Flüchtlingskrise wählte die deutsche Bundeskanzlerin klare Worte, manche sprechen schon von der "Basta-Kanzlerin". Der Politologe Thomas Jäger sagt, Merkel sei schon immer entscheidungsstark gewesen.

Im September könnte die Zahl der neu angekommenen Flüchtlinge so hoch ausfallen wie die Gesamtzahl der Asylbewerber 2014. Klar ist schon, dass es ein absoluter Rekordmonat wird. Angesichts des grossen Zustroms von Flüchtlingen bereitet die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge weitere Gesetze vor.

Die Bundesregierung hat einen Bericht dementiert, wonach syrische Flüchtlinge vom regulären Asylverfahren ausgenommen werden und direkt für drei Jahre eine Aufenthaltserlaubnis erhalten sollen. Dies sei nicht zutreffend, sagte eine Regierungssprecherin am Samstag. Nähere Angaben machte sie nicht.

Wegen ihrer Haltung in der Flüchtlingsfrage schlägt Angela Merkel seit Wochen viel Kritik aus der CSU entgegen - und nun auch zunehmend aus den eigenen Reihen der CDU. Doch die Kanzlerin hat ihren politischen Instinkt nicht verloren. Denn einen grossen Teil der Bevölkerung weiss sie hinter sich.

Ein syrisches Flüchtlingskind zeichnet ein Bild von seinen Erlebnissen und schenkt es einem Bundespolizisten in Passau. Der postet es auf Twitter. Tausendfach wird es in sozialen Netzwerken geteilt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel schliesst eine mögliche Einbindung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad in Friedensgespräche für Syrien nicht aus. Sie sagte nach dem EU-Gipfel zur Flüchtlingskrise: "Es muss mit vielen Akteuren gesprochen werden, auch mit Assad."

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bereitschaft zu Gesprächen mit Syriens Staatschef Baschar al-Assad erklärt. Was steckt hinter ihrer Aussage? Was würden Gespräche mit Assad bedeuten? Und wie könnte überhaupt eine Lösung für den Krieg in Syrien aussehen?

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Flüchtlingskrise als "nationale, europäische und globale Kraftanstrengung" bezeichnet. Zur Lösung müssten vor allem die Ursachen bekämpft werden - wie der Bürgerkrieg in Syrien. An Europa appelliert die Kanzlerin, dass die Umverteilung von Flüchtlingen keine einmalige Aktion sein darf.

Zur Bekämpfung der Ursachen der Flüchtlingskrise will Bundeskanzlerin Angela Merkel auch mit dem syrischen Diktator Baschar al-Assad sprechen. Das sagte sie nach dem EU-Sondergipfel. Zudem betonte sie, dass eine Abschottung Europas beispielsweise durch Zäune keine Lösung seien.

Während einige "besorgte Bürger" Flüchtlingsunterkünfte niederbrennen, zeigen ein paar Dortmunder der Welt ein anderes Gesicht von Deutschland. Weil die Stadt mit der Welle an Flüchtlingen überfordert ist, organisieren Freiwillige kurzerhand selbst ein Versorgungssystem. Und alles, was es dazu braucht, ist eine Facebook-Gruppe.

Mit einer Mehrheitsentscheidung haben die EU-Innenminister einen Verteilungsschlüssel für die 120000 Flüchtlinge in Europa beschlossen. Doch es bleibt unklar, wie sie den gegen die Nein-Stimmer durchsetzen wollen. Und auf die Flüchtlingsprobleme von morgen gibt die Entscheidung überhaupt keine Antwort.

Die Mehrheitsentscheidung der EU-Innenminister zur Umverteilung von 120 000 Flüchtlingen in Europa sorgt für Streit. Ungarn, die Slowakei, Tschechien und Rumänien stellen sich klar gegen einen Verteilschlüssel. Diese wurden jedoch von den anderen EU-Staaten überstimmt. Eine solche Abstimmungsweise ist zwar erlaubt, aber unüblich - normalerweise werden so bedeutungsvolle Themen einstimmig beschlossen.

Wie wirkt sich der Exodus auf die Gesellschaft aus? Nicht nur in Europa, auch in den Herkunftsländern der Flüchtlinge wird kontrovers über die Ursachen und Folgen der Abwanderungswelle gestritten. In Syrien versucht die Assad-Regierung, das Thema für die eigene Propaganda zu missbrauchen.

Die kroatische Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic hat heftige Politik an der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel geübt. Sie wirft der Bundeskanzlerin vor für Chaos gesorgt zu haben. Derweil scheint eine europäische Einigung in der Flüchtlingspolitik in greifbarer Nähe zu sein.

Der rechtskonservative ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat die Entscheidung verteidigt, die Grenzen seines Landes mit Sperranlagen gegen Flüchtlinge abzuschotten. Im eigenen Land kommt diese harte Asylpolitik offenbar gut an.

Tausende Menschen lassen sich von Grenzschliessungen und fehlender Aufnahmebereitschaft einiger EU-Länder nicht abschrecken. Sie ziehen in Gruppen zu Fuss über Grenzen und stürmen an Polizisten vorbei Richtung Westeuropa. Und noch immer versuchen viele die lebensgefährliche Flucht übers Mittelmeer. Ein Überblick.

Immer mehr Flüchtlinge kommen derzeit nach Deutschland. Nicht immer werden sie herzlich empfangen. Viele Bürger sind gegen Migranten - und zeigen das öffentlich, beispielsweise auf Facebook. Diese Postings nehmen oft rassistische und hetzerische Dimensionen an. Im Interview erklärt Prof. Dr. Tobias Keber, Experte für Medienrecht, wie sich ein User bei solchen Postings verhalten soll.

Am Wochenende sind erneuet Tausende in Richtung Europa unterwegs: Österreich hat Flüchtlingen die Einreise verweigert, vor der griechischen Insel Lesbos hat sich erneut ein Bootsunglück ereignet und am Samstag sind rund 2.700 Flüchtlinge in Bayern angekommen. Die aktuellen Ereignisse im Ticker.

Die Lage an den europäischen Grenzen wird zunehmend unüberschaubarer. In Kroatien warten die Flüchtlinge auf ihre Weiterreise, in Österreich sind in der Nacht zum Samstag erneut rund 6.700 Flüchtlinge angekommen. Die aktuellen Ereignisse im Ticker.

Zehntausende Flüchtlinge haben seit Ende August München erreicht. Eine Mammutaufgabe für Hilfsorganisationen, freiwillige Helfer und Polizei. Im Interview erklärt Colin Turner, ein Freiwilliger vor Ort, mit welchen Problemen die Helfer zu kämpfen haben und wie die Flüchtlingshilfe während des Oktoberfestes abläuft.

Arm? Rückständig? Schlecht ausgebildet? Syrer stellen mit rund einem Fünftel die grösste Flüchtlingsgruppe in Deutschland, aber immer noch existieren viele Vorurteile über ihr Land. Wir haben sie einem Realitätscheck unterzogen.

Der Bundesrat will 1.500 Flüchtlinge aufnehmen. Zudem wird die Syrien-Hilfe um 70 Millionen Franken aufgestockt. Auch an einer weiteren Verteilung von Flüchtlingen könnte sich die Schweiz beteiligen.

Immer mehr Flüchtlinge versuchen über Kroatien in die EU zu gelangen. Slowenien und Ungarn versuchen das zu verhindern; die einen mit verschärften Grenzkontrollen, die anderen mit dem Bau eines weiteren Grenzzauns.

Während sich vor allem Deutschland für eine gerechte Verteilungsquote innerhalb der Europäischen Union einsetzt, sperren sich viele osteuropäische Staaten dagegen. Nun droht Aussenminister Frank-Walter Steinmeier, einen Verteilungsschlüssel notfalls per Mehrheitsentscheid auf den Weg bringen zu wollen. Aber geht das so einfach?

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) erhöhte den Druck auf die Gegner einer Flüchtlingsquote in der EU. Laut Steinmeier könnte es durchaus sein, dass eine Quote zur Verteilung von Flüchtlingen notfalls auch gegen den Willen der Blockierer aus Osteuropa durchgesetzt werde.

Deutschland kontrolliert seit Sonntag seine Grenze zu Österreich, der südliche Nachbar führt ebenfalls wieder Kontrollen ein, Ungarn macht seinen Zaun zu Serbien endgültig dicht. Während die einen diese Massnahmen als längst überfällig begrüssen, werden sie von anderen als überzogen und menschenfeindlich kritisiert. Die einzigen Profiteure seien die Schleuser, sagte die Linken-Politikerin Jule Nagel.

Europa diskutiert über die Verteilung von Flüchtlingen und immer wieder gerät Ungarn in die Kritik. Bei "Anne Will" nahm der ungarische Minister Zoltán Balog zum Einsatzes von Wasserwerfern und Tränengas gegen Asylsuchende Stellung – wenig überzeugend.

Mit deutlichen Worten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag auf die Kritik an ihrer Haltung in der Flüchtlingspolitik reagiert. Wörtlich sagte sie: "Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land." Hat sie damit recht? Und wie geht Deutschland aktuell mit der Flüchtlingskrise um?

Oktoberfest und Flüchtlingskrise - München steht in diesen Tagen im Fokus. Die Behörden wollen fröhliche Wiesngäste und Asylsuchende am Münchner Hauptbahnhof möglichst auseinanderhalten. Sie bleiben betont entspannt: Nur keine Aufregung.

Hunderte Flüchtlinge haben sich zu Fuss auf den Weg nach Bayern gemacht. Die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr von Salzburg nach Deutschland wegen Überlastung eingestellt.

Müssen die Flüchtlinge in ganz Europa verteilt werden? Und muss es dazu eine verbindliche Quote geben? Länder wie Deutschland und Österreich fordern das, doch vor allem osteuropäische Staaten wie Ungarn oder Tschechien wehren sich dagegen. Schon wird diesen Staaten mit Sanktionen gedroht. Das schreibt die internationale Presse.

Stacheldraht, Flugverbot und ein hoher Zaun – Ungarn tut gerade alles, um die illegale Einreise von Flüchtlingen zu verhindern. Derweil wettert Ministerpräsident Victor Orbán gegen Muslime und gibt Deutschland die Schuld an der Krise. Welches Ziel verfolgt der Premier mit seiner Politik?

Die EU ringt in der Flüchtlingsfrage weiter um eine Lösung - der Andrang Zehntausender Menschen hatte viele Länder an ihre Belastungsgrenze gebracht. Ungarn hat die Grenze zu Serbien abgeriegelt und droht illegalen Einwanderern mit Haftstrafen. Vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise und neu eingeführter Kontrollen zwischen Österreich und Deutschland trifft Bundeskanzler Werner Faymann heute die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Die aktuellen Ereignisse im Ticker.

Eskaliert die Situation an der deutsch-österreichischen Grenze? "RTL aktuell" hatte berichtet, dass die Polizei am Vormittag Warnschüsse abgegeben habe, um eine Gruppe von Flüchtlingen von der Grenze zwischen Freilassing und Salzburg abzuhalten. Die Polizei Oberbayern hat auf Twitter die Meldung mittlerweile dementiert.

Der Traditionsbetrieb "Poschner's Hühner- und Entenbraterei" darf dieses Jahr zum Oktoberfest sein Zelt nicht aufstellen. Deswegen bietet der Wirt Berni Luff es nun als Flüchtlingsunterkunft an. Die Stadt München reagiert mit Skepsis.

Fehlende Lehrer, potenzielle islamistische Schläfer und ein Streit zwischen Bund und Ländern: Die Liste der Herausforderungen wird länger, seit immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Doch was ist echtes Problem – und was nur politische Rhetorik? Wir machen den Realitätscheck.

Deutschland kontrolliert wieder die Grenzen. Der Andrang Zehntausender Flüchtlinge hatte viele Länder an ihre Belastungsgrenze gebracht. Im Grenzgebiet zu Österreich richtete die Polizei bereits Sonntagabend Kontrollpunkte ein. Tausende Syrer sitzen nun in Österreich fest. Am Nachmittag tagen die EU-Innenminister: Es wird um die Verteilung von 120.000 Flüchtlingen gehen. Die aktuellen Ereignisse im Ticker.

Deutschland kontrolliert wieder die Grenzen. Der Andrang Zehntausender Flüchtlinge hatte viele Länder an ihre Belastungsgrenze gebracht. Im Grenzgebiet zu Österreich richtete die Polizei bereits Sonntagabend Kontrollpunkte ein. Tausende Syrer sitzen nun in Österreich fest. Am Nachmittag tagen die EU-Innenminister: Es wird um die Verteilung von 120.000 Flüchtlingen gehen. Die aktuellen Ereignisse im Ticker.

Deutschland führt wieder Grenzkontrollen ein. Wie kam es dazu? Ein Rückblick auf die vergangenen Tage.

Die Polizei hat heute den österreichisch-ungarischen Grenzübergang Nickelsdorf gesperrt. Wie lange die Blockade bestehen bleibt, ist noch nicht klar.

Sprengstoff-Alarm am Hauptbahnhof: Polizei gibt Zugverkehr wieder frei.

Die deutsche Bundesregierung korrigiert ihren Kurs: Die ungebremste Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland ist beendet. Das Schengen-Abkommen wird vorübergehend ausser Kraft gesetzt. Zudem stehen die Züge zwischen Deutschland und Österreich still.

Hilfe anbieten, Korane verteilen und Geschenke bringen – auf diese Weise versuchen Salafisten derzeit in Deutschland Flüchtlinge für sich zu gewinnen. Verfassungsschützer beobachten diese Aktivitäten genau und wollen nun Helfer aufklären. Welche Gefahr geht von der radikalen Islam-Propaganda aus?