Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble plant einem Pressebericht zufolge für den Bundeshaushalt Zusatzausgaben in Milliardenhöhe. Grund sei vor allem die Flüchtlingskrise.

Wie das "Handelsblatt" online berichtet, plant das Bundesfinanzministerium Mehrausgaben in Höhe von elf Milliarden Euro für 2017. Die Zeitung beruft sich auf eine Aufstellung des Bundesfinanzministeriums.

Demnach summieren sich die bereits feststehenden Belastungen auf 10,7 Milliarden. Entlastungen von 8,7 Milliarden Euro stünden dem gegenüber.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble müsse deshalb eine Lücke von von zwei Milliarden Euro schliessen - wenn Deutschland keinen neuen Schulden aufnehmen will.

Wie das "Handelsblatt" weiter berichtet, will Schäuble an der schwarzen Null - also einem ausgeglichenen Haushalt - weiter festhalten.

"Auch im kommenden Jahr wollen wir ohne neue Schulden auskommen", zitiert das Blatt aus der Haushaltsübersicht des Finanzministeriums, die am Mittwoch den anderen Ministerien präsentiert wurde.

Darin verweist das Ministerium auf die hohen Belastungen durch die Flüchtlingskrise. "Andere Politikbereiche müssen sich dem unterordnen", heisst es dort. (far)

Weitere Nachrichten des Tages