In Hamburg sind am Freitag die Konfrontationen zwischen Demonstranten und der Polizei in schweren Strassenschlachten eskaliert. Die Ereignisse haben wir für Sie in der Ticker-Nachlese zusammengefasst.

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Hier finden Sie den aktuellen Live-Ticker vom Samstag


Wir verabschieden uns an dieser Stelle von der Live-Berichterstattung.

Morgen Früh informieren wir Sie umgehend und aktuell über alles Wissenswerte zum G20-Gipfel sowie den Ausschreitungen. Gute Nacht!


01:30 Uhr: Vereinzelte Scharmützel bei Schanzen-Räumung

Die Polizei hat die Lage im Schanzenviertel nun wieder im Griff. Hier und da gibt es noch Scharmützel mit versprengten Personengruppen.

Diese werden von der Polizei über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, den Platz zu räumen. Wasserwerfer unterstreichen diese Aufforderung.

Mitunter werden aus versteckten Ecken und Hinterhöfen noch Flaschen auf die Beamten geworfen.

00:55 Uhr: Polizei wird am Schlump angegriffen

Am Schlump werden gerade Einsatzkräfte der Polizei angegriffen und Barrikaden aufgebaut. Der U-Bahnhof wird aus Sicherheitsgründen geschlossen, erklärt die Polizei auf Twitter.

Einsatzkräfte der Polizei haben unterdessen den südlichen Zugang zur Strasse Schulterblatt im Hamburger Schanzenviertel abgeriegelt.

Um sie herum versammelten sich am Freitagabend auf der Seite zum Pferdemarkt zahlreiche Schaulustige.

In der angrenzenden Schanzenstrasse wurde ein auf Apple-Produkte spezialisierter Computerladen geplündert.

Ein Grossteil der Strasse Schulterblatt ist nach Angaben der Polizei geräumt worden.

In diesem Zusammenhang bestätigte die Polizei den Einsatz von Spezialkräften. Die Gefährdung sei erheblich gewesen.

Es habe Hinweise darauf gegeben, dass Angriffe mit Molotow-Cocktails, Zwillen und Wurfgegenständen vorbereitet worden seien.

00:50 Uhr: Schuldzuweisung an Polizei

Der sogenannte G20-Ermittlungsausschuss, der in Kontakt mit Demonstranten steht, hat der Polizei die Schuld an den gewalttätigen Auseinandersetzungen zugewiesen.

Die angestaute Wut über die "brutalen Gewaltexzesse" der Polizei im Verlauf der G20-Demonstrationen habe sich in vielfältigen militanten Aktionen der Demonstranten und in Auseinandersetzungen mit den Einsatzkräften der Polizei entladen, hiess es in einer Presseerklärung.

Die Polizei war zuvor auch mit Spezialeinheiten in das Schanzenviertel eingerückt.

00:40 Uhr: Verhaftungen und Haftbefehle - Einsatz läuft weiter

Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen im Rahmen der G20-Proteste sind nach Angaben des Polizeisprechers Timo Zill 100 Personen in Gewahrsam genommen worden.

Inzwischen seien auch einige Haftbefehle erlassen worden, sagte Zill dem Sender N24. Diese Menschen befänden sich in Untersuchungshaft.

Unterdessen geht der Polizeieinsatz im Hamburger Schanzenviertel weiter. Die Beamten stossen dabei immer noch auf Widerstand.

00:30 Uhr: Polizei bittet um Abschaltung der Live-Streams

Die Polizei dringt immer noch ins Schanzenviertel vor. Die militanten Gewalttäter haben sich zurückgezogen.

Ein Grossteil der Randalierer, die stundenlang an einer Kreuzung in der Schanze in Hamburg gewütet hatten, ist vor dem Wasserwerfern und den Polizei-Hundertschaften geflüchtet und hat sich offenbar in dem Viertel verteilt.

Hunderte tauchten am nahegelegenen S-Bahnhof Sternschanze auf. Etwa 150 Meter vom Bahnhof entfernt schlugen Vermummte die Scheiben eines Bio-Supermarkts ein.

Die Polizei bittet Medienvertreter deshalb um die Einstellung der Live-Streams, um das taktische Vorgehen nicht gefährden.

Dieser Bitte kommen wir nach und haben unseren Live-Stream ebenfalls eingestellt. Wir halten Sie aber weiterhin über das aktuelle Geschehen in Hamburg auf dem Laufenden.

00:20 Uhr: Räumung der Schanze - Randalierer ziehen sich zurück

Die Polizei rückt massiv ins Hamburger Schanzenviertel ein.

Auf TV-Bildern war zu sehen, wie Einsatzkräfte in Häuser eindrangen und auf Dächern standen.

Dabei handelte es sich um schwer bewaffnete Spezial-Einheiten, die mit ihren Sturmgewehren immer wieder die Hausdächer ins Visier nahmen.

Über dem Viertel kreisten zwei Hubschrauber mit Suchscheinwerfern.

Die Polizei rief via Facebook die Bürger auf, sich deutlich von den Gewalttätern zu distanzieren.

"Wir gehen jetzt konsequent gegen die Straftäter im Schulterblatt vor. Unterstützt unsere Arbeit und entfernt euch umgehend!"

Medien und Privatpersonen wurden gebeten, das taktische Vorgehen der Einsatzkräfte nicht zu filmen oder zu senden, um sie nicht zu gefährden.

00:05 Uhr: "Wir haben es mit sehr militanten Straftätern zu tun"

"Wir mussten Einsatz sehr sorgfältig vorbereiten. Es ist nicht so ganz ungefährlich für die Polizeibeamten", begründet Polizeisprecher Timo Zill die auffällige Zurückhaltung der Polizei über fast drei Stunden.

Randalierer hätten Gehwegplatten auf Häusern platziert, um sie dann von oben auf die Polizei-Beamten werfen zu können.

Ausserdem wurden Molotow-Cocktails vorbereitet. Auch jetzt befürchtet die Polizei schwere Straftaten während des Einsatzes.

"Wir haben es mit sehr militanten Straftätern zu tun", so Zill. Aktuell gibt es 197 verletzte Polizisten, darunter auch Schwerverletzte.

In den sozialen Netzwerken formieren sich bereits Hamburger, die sich zum Aufräumen treffen wollen. Am Samstagnachmittag wollen sie damit beginnen.

23:55 Uhr: Schwer bewaffnete Anti-Terror-Einheit im Einsatz

Wasserwerfer rücken im Schanzenviertel vor. Polizei gibt Passivität auf. Schwer bewaffnete Anti-Terror-Spezialeinheiten ist beteiligt.

Es gibt Hinweise auf 1.500 bis 2.000 extrem gewalttätige Randalierer im Schanzenviertel, sagt Polizeisprecher Timo Zill bei "N24".

Der Einsatz von Molotow-Cocktails werde vorbereitet. Militante hätten Gehwege ausgehöhlt, um sich zu verschanzen.

Das erklärt auch die mehrstündige Zurückhaltung der Polizei, die bereits gewarnt hatte, es gäbe Hinweise auf die Vorbereitung schwerster Straftaten gegen die Polizei.

Deshalb habe die Polizei zunächst das taktische Konzept für den gefährlichen Einsatz ausarbeiten müssen, so Zill.

Parallel läuft auch ein Polizeieinsatz gegen Randalierer auf St.Pauli, wo Strassenbarrikaden brennen.

23:10 Uhr: Lage in Hamburg immer dramatischer

Die Situation im Schanzenviertel wird am späten Freitagabend immer bedrohlicher.

Der S-Bahnverkehr im Hamburger Innenstadtbereich ist nach Angaben der Bundespolizei bis auf weiteres eingestellt.

Die Bürger wurden am späten Freitagabend aufgefordert, diese Bereiche grossräumig zu meiden.

Die Polizei umstellt ein Kreuzung nahe der Strasse Schulterblatt, in der sich Tausende Randalierer aufhalten, schickt aber lediglich kleinere Gruppen von Beamten in das Geschehen.

Die Beamten forderten erneut Unbeteiligte auf, sich zu entfernen. Seit rund drei Stunden lässt die Polizei die Randalierer bereits gewähren.

Das Schanzenviertel in der Umgebung der Roten Flora war nach Einschätzung von Andreas Blechschmidt, einem der Sprecher der Anmelder der Demo "Welcome to Hell", am späten Freitagabend eine "komplett polizeifreie Zone."

Es brennen auf dem Schulterblatt drei Barrikaden, wie er weiter sagte. Es gebe viel Glasbruch.

"Ungefähr 2.000 Leute sind auf der Strasse." Die aktuellen gewalttätigen Proteste fänden in Sichtweite statt.

22:50 Uhr: Polizei wirkt machtlos

Die Lage im Schanzenviertel spitzt sich dramatisch zu. Randalierer errichten weitere Barrikaden. Feuer brennen.

Die Polizei reagiert bislang immer noch nicht.

22:30 Uhr: Situation in Hamburg ist ausser Kontrolle

Im Schanzenviertel brennen die Barrikaden. Die Polizei hält sich auffällig zurück und wirkt angesichts der Zustände mitunter machtlos.

Und man befürchtet Schlimmeres: "Wir wiederholen unseren Hinweis. Es werden offenbar schwere Straftaten gegen Einsatzkräfte vorbereitet. Die Situation ist sehr ernst", twittert die Polizei.

Bislang gab es 83 Festnahmen und 19 Ingewahrsamnahmen.

22:25 Uhr: Anwohner widersetzen sich Randalierern

Bewohner des Schanzenviertels reagierten angesichts meterhoher Feuer auf den Strassen, Tausender militanter Demonstranten und Plünderungen von Geschäften laut Polizei zunehmend genervt.

Sie distanzierten sich demnach von den Störern und forderten sie auf, die Krawalle zu beenden.

Die Polizei appellierte an Schaulustige, ihre Arbeit nicht zu behindern. Ein Beamter erlitt einen Unterschenkelbruch.

22:10 Uhr: Schwere G20-Ausschreitungen in Hamburg

Im Hamburger Schanzenviertel gibt es aktuell schwere Krawalle. Auf der Strasse brannten Feuer, teils meterhoch. Steine fliegen.

Nach Angaben der Polizei sind mehrere Randalierer mit Eisenstangen unterwegs. Ein Wasserwerfer ist im Einsatz.

Grössere Einheiten der Polizei stehen zunächst noch etwa 150 Meter von den Feuern entfernt. Die Polizei berät über die weitere Strategie.

Im Schanzenviertel haben Randalierer nebenbei einen Drogeriemarkt und einen Lebensmittelmarkt geplündert.

Nach Angaben der Polizei sind im Bereich der Strasse Schulterblatt, die zum linksautonomen Kulturzentrum Rote Flora führt, einige Demonstranten massiv unter anderem mit Zwillen bewaffnet.

Laut Polizei bewerfen sie die Beamten von einem Gerüst aus und schiessen mit den Zwillen auf sie. Teilweise werden dabei angeblich auch Stahlkugeln abgeschossen.

Viele Demonstranten klettern nach Angaben von Augenzeugen auf Gerüste der angrenzenden Häuser.

21:50 Uhr: Randalierer laut Polizei schwer bewaffnet - Gewalt eskaliert

Die Polizei wirkt spürbar entsetzt über das enorme Gewaltpotenzial der Randalierer.

"Störer im Bereich Schulterblatt massiv bewaffnet, bewerfen Kräfte von einem Gerüst und schiessen mit Zwillen", heisst es seitens der Hamburger Polizei auf Twitter.

In den sozialen Netzwerken wie Twitter sind indes auch Videos aus Hamburg zu sehen, auf denen Polizeibeamte ebenfalls mit äusserster Brutalität auf Personen einschlagen und eintreten, die teilweise bereits benommen am Boden liegen.

Momentan brennen im Schanzenviertel und auf St. Pauli Barrikaden. Detonationen sind zu hören und es fliegen Gegenstände.

Die Polizei ist mit mehreren Wasserwerfern vor Ort.

21:30 Uhr: "Schwarzer Block" formiert sich - 196 verletzte Polizisten

Augenzeugenberichten zufolge formieren sich gewaltbereite Demonstranten des "Schwarzen Blocks" im Schanzenviertel neu.

Auf St. Pauli haben Randalierer hingegen Strassenbarrikaden errichtet und einige davon in Brand gesetzt.

Demo-Sanitäter erheben unterdessen schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Man habe sie davon abgehalten, bei am Boden liegenden verletzten Personen Erste Hilfe leisten zu können.

Bei den Krawallen des G20-Gipfels waren bis zum späten Abend 196 Polizisten verletzt worden.

Es seien keine Schwerverletzten darunter, teilte die Polizei am Freitagabend mit, obgleich die Beamten mitunter mit Stahlkugeln aus Schleudern beschossen worden seien.

Zur Zahl der verletzten Demonstranten konnten zunächst weder Polizei noch Feuerwehr Angaben machen.

21:20: Schwere Auseinandersetzungen am Pferdemarkt

Hunderte militante Demonstranten und Polizei sind am Pferdemarkt im Hamburger Schanzenviertel schwer aneinandergeraten.

Auf der Strasse brannten Gegenstände, die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

"Schaulustige erschweren unsere Arbeit. Wir bitten Unbeteiligte sich aus Gebieten zu entfernen in denen es zu Ausschreitungen kommt", twittert die Polizei.

20:50 Uhr: Ausschreitungen flammen neu auf

In Hamburg hat eine weitere Kundgebung begonnen, die der Polizei grössere Sorge bereitet.

In St. Pauli versammelten sich nach Angaben der Polizei etwa 1.000 Demonstranten zu der Kundgebung "Revolutionäre Anti-G20-Demo".

Sie steht unter dem Motto "G20 entern - Kapitalismus versenken".

Im Demonstrationsaufruf des Veranstalters hiess es: "Wir werden unsere Wut auf dieses System auf die Strasse tragen."

Diese Ankündigung wird aktuell in die Tat umgesetzt. Während in der Elbphilharmonie Beethovens "Freude schöner Götterfunken" erklingt, gehen draussen die Krawalle weiter. Die Reeperbahn ist voller Blaulichtfahrzeuge.

20:30 Uhr: Warnschuss nicht im G20-Kontext

Die Hamburger Polizei hat ihre erste Information zu dem abgegebene Warnschuss korrigiert.

Demnach wurde dieser doch nicht nach einer Attacke durch gewalttätige G20-Gegner abgegeben, sondern war im Rahmen eines Zugriffes bei einem Strassenraub gefallen, bei dem die Beamten von den Tätern angegriffen worden waren.

20:15 Uhr: Polizist greift zur Schusswaffe (Update 20:30 Uhr!)

Ein Beamter hat nach einer Attacke durch Gewalttäter im Schanzenviertel einen Warnschuss abgegeben, berichtet die Polizei (Aussage wurde später von Polizei korrigiert, Anm. d. Red).

Er sei zuvor von Gewalttätern massiv angegriffen worden, twitterte die Polizei. Der Polizist habe sich anschliessend in einem Geschäft in Sicherheit bringen können.

In Live-Videos von Reportern vor Ort sind laute Detonationen von Böllern zu hören. Auf St. Pauli wurden zudem wieder Feuer gelegt.

Die Polizei reagiert mit dem Einsatz von Wasserwerfern. Das wird mit Steinen und Flaschen beantwortet.

Die Hamburger Polizei bittet die friedlichen Demonstranten, sich von den Gewalttätern zu distanzieren.

20:05 Uhr: Gewalt bricht auf St. Pauli aus

Auseinandersetzungen an mehreren Stellen im Hamburger Stadtteil St. Pauli.

Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Wasserwerfer ein. In der Budapester Strasse seien Störer abgedrängt worden.

G20-Gegner berichteten auf Twitter von Zusammenstössen am linksautonomen Kulturzentrum Rote Flora.

19:50 Uhr: Stimmung kocht erneut hoch

Nach den heftigen Auseinandersetzung am Nachmittag war es bis zum Abend verhältnismässig ruhig geblieben.

Doch an einigen Orten in Hamburg kocht die Stimmung erneut hoch.

Rund 500 Randalierer bewarfen auf St. Pauli die Einsatzkräfte der Polizei mit Steinen. Auch im Schanzenviertel seien weiterhin Störer unterwegs.

19:30 Uhr: Feuerwehr: "Lasst unsere Kollegen in Ruhe!"

Am Schulterblatt im Hamburger Schanzenviertel ist ein Feuer ausgebrochen.

Die Feuerwehr hatte nach eigenen Angaben Schwierigkeiten, zum Brandort zu gelangen.

"Lasst unsere Kollegen im Schulterblatt in Ruhe!! Wir kommen zum Helfen!!!", twitterte die Feuerwehr.

Auf Hinweise, dass ihnen niemand etwas tun würde, antwortete die Feuerwehr: "Das sehen wir aber anders, wenn unseren Kollegen Steine entgegen geworfen werden."

Gerüchte, wonach es sich um ein Bankgebäude handelt soll, konnten Feuerwehr und Polizei zunächst nicht bestätigen.

Ebenfalls im Schanzenviertel wurden Polizisten mit Gegenständen beworfen.

Am Bahnhof Hamburg-Dammtor versammelten sich am Abend mehrere hundert Fahrradfahrer zu einer Demonstration mit dem Titel "Colourful Mass" (Farbenfrohe Menge).

Allerdings sind in diesem Gebiet Versammlungen derzeit verboten, wie die Polizei mitteilte.

18:43 Uhr: Neue Gewaltwelle für den Abend erwartet

Im Moment hat sich die Situation rund um die Landungsbrücken und die Elbphilharmonie deutlich beruhigt. Doch die Polizei geht nicht davon aus, dass das auch so bleibt.

Gewaltbereite Demonstranten in Hamburg bereiteten sich am frühen Abend offenbar auf neue Zusammenstösse mit der Polizei im Stadtteil St. Pauli vor.

In Seitenstrassen der Reeperbahn und in der nahen Hafenstrasse wurden Barrikaden aus Bauzäunen und Mülltonnen errichtet. Die Polizei versprühte Tränengas.

Zeitgleich trafen die Staats- und Regierungschefs zum Abendprogramm in der Elbphilharmonie ein.

18:32 Uhr: 160 verletzte Einsatzkräfte

Bei den Ausschreitungen in Hamburg sind laut Polizei Hamburg 160 Einsatzkräfte verletzt worden.

Wie viele "Störer und Unbeteiligte" verletzt worden sind, sei unklar. Hierzu würden noch keine Zahlen vorliegen.

17:57 Uhr: Hamburg verzichtet auf Ausruf des Notstands

Trotz der gewalttätigen Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg mit zahlreichen Verletzten sind weder der Notstand noch der Katastrophenfall ausgerufen worden.

Darauf wies die Polizei auf Twitter ausdrücklich hin - "aufgrund diverser Anfragen", wie es hiess.

Die Kundgebung an den Landungsbrücken löste sich indes am frühen Abend auf. Es waren nur noch einige Vermummte übrig geblieben.

Unklar blieb zunächst, wo mehrere tausend Demonstranten hingezogen sind.

17:50 Uhr: Angela Merkel verurteilt Ausschreitungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Krawalle mit hunderten verletzten Polizisten und Demonstranten am Rande des G20-Treffens scharf kritisiert.

"Ich habe jedes Verständnis für friedliche Demonstrationen, aber gewalttätige Demonstrationen bringen Menschenleben in Gefahr", sagte sie am Freitag nach den ersten Gesprächsrunden im G20-Kreis in Hamburg. "Deshalb ist das nicht zu akzeptieren."

Bei den gewalttätigen Ausschreitungen brächten Menschen sich selbst, Polizisten und Anwohner in Gefahr.

Sie danke den Einsatzkräften und schätze deren sehr harte Arbeit, sagte Merkel. "Mein gesamter Rückhalt gilt den Sicherheitskräften, die hier in diesen Stunden ihren Dienst tun. Und das ist ein sehr harter Dienst und deshalb sind wir sehr dankbar."

G20-Gipfel Hamburg: Ticker-Nachlese vom Tag