Am Sonntag fielen die letzten Entscheidungen im Ständerat. Nun sind die Sitze endgültig verteilt. Im Stöckli sind jetzt zwölf Frauen – so viele wie noch nie. Der neue Ständerat ist auch grüner und jünger.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Der neu gewählte Ständerat wird Anfang Dezember erstmals ans Werk gehen. Wie "20min.ch" berichtet, sitzen neu im Stöckli auch zwölf Frauen. So viele gab es bisher noch nie: Die Frauen haben ihre Sitzzahl verdoppelt. Die Kantone Wallis und Freiburg schicken dabei erstmals überhaupt eine Frau in den Ständerat.

Grüne Welle und jüngeres Durchschnittsalter

In der kleinen Kammer kam es ausserdem zu einer grünen Welle: Die Grünen besetzen nun fünf Ständeratssitze. Ihre Abordnung besteht aus vier Frauen und einem Mann: Mathias Zopfi (GL), Céline Vara (NE), Lisa Mazzone (GE), Adèle Thorens (VD) und Maya Graf (BL).

Ausserdem ist das Durchschnittsalter im Stöckli gesunken. Mit 31 Jahren am jüngsten sind die Freiburger FDP-Politikerin Johanna Gapany und die Genfer Grüne Lisa Mazzone.

Im Ständerat sitzen 22 neue Mitglieder. 19 der ehemaligen Räte kandidierten nicht mehr und drei wurden abgewählt: Werner Hösli (SVP/GL), Beat Vonlanthen (CVP/FR) und Filippo Lombardi (CVP/TI).

SP ist grösste Verliererin

Die SP war bei der Wahl die grösste Verliererin. Sie büsste drei ihrer zwölf Sitze ein. Die Linke geht mit 14 statt 13 Sitzen dennoch gestärkt aus der Wahl hervor. CVP und FDP hatten vier angekündigte Abhänge, die SVP zwei.

An den Mehrheitsverhältnissen hat sich kaum etwas verändert. Stärkste Kraft ist weiterhin die CVP. Trotz eines Sitzverlustes kommt sie auf 13 Sitze. Die FDP bleibt die zweitstärkste Partei und konnte ihre zwölf Mandate halten.

Neu gewählter Ständerat im Überblick

  • Kanton Aaargau: Thierry Burkart (FDP) und Hansjörg Knecht (SVP)
  • Kanton Appenzell Ausserrhoden: Andrea Caroni (FDP)
  • Kanton Appenzell Innerrhoden: Daniel Fässler (CVP)
  • Kanton Bern: Werner Salzmann (SVP) und Hans Stöckli (SP)
  • Kanton Basel-Landschaft: Maya Graf (Grüne)
  • Kanton Basel-Stadt: Eva Herzog (SP)
  • Kanton Freiburg: Johanna Gapany (FDP) und Christian Levrat (SP)
  • Kanton Genf: Lisa Mazzone (Grüne) und Carlo Sommaruga (SP)
  • Kanton Glarus: Thomas Hefti (FDP) und Mathias Zopfi (Grüne)
  • Kanton Graubünden: Martin Schmid (FDP) und Stefan Engler (CVP)
  • Kanton Jura: Élisabeth Baume-Schneider (SP) und Charles Juillard (CVP)
  • Kanton Luzern: Andrea Gmür (CVP) und Damian Müller (FDP)
  • Kanton Neuenburg: Céline Vara (Grüne) und Philippe Bauer (FDP)
  • Kanton Nidwalden: Hans Wicki (FDP)
  • Kanton Obwalden: Erich Ettlin (CVP)
  • Kanton St. Gallen: Benedikt Würth (CVP) und Paul Rechsteiner (SP)
  • Kanton Schaffhausen: Hannes Germann (SVP) und Thomas Minder (parteilos)
  • Kanton Solothurn: Pirmin Bischof (CVP) und Roberto Zanetti (SP)
  • Kanton Schwyz: Alex Kuprecht (SVP) und Othmar Reichmuth (CVP)
  • Kanton Thurgau: Brigitte Häberli-Koller (CVP) und Jakob Stark (SVP)
  • Kanton Tessin: Marco Chiesa (SVP) und Marina Carobbio (SP)
  • Kanton Uri: Josef Dittli (FDP) und Heidi Z‘graggen (CVP)
  • Kanton Waadt: Olivier Français (FDP) und Adèle Thorens (Grüne)
  • Kanton Wallis: Beat Rieder (CVP) und Marianne Maret (CVP)
  • Kanton Zug: Peter Hegglin (CVP) und Matthias Michel (FDP)
  • Kanton Zürich: Daniel Jositsch (SP) und Ruedi Noser (FDP)

(tae)  © spot on news