In der UN-Vollversammlung hat UN-Generalsekretär António Guterres deutliche Kritik an Nordkorea geübt und an die Staats- und Regierungschefs appelliert.

Zum Auftakt der Generaldebatte bei den Vereinten Nationen hat UN-Generalsekretär António Guterres Nordkorea im Atomkonflikt mit deutlichen Worten kritisiert.

"Millionen Menschen leben unter einem Schatten des Grauens", sagte Guterres am Dienstag mit Blick auf die Provokationen Pjöngjangs durch Atom- und Raketentests. Die Nordkoreaner müssten Hunger und schwere Verletzungen ihrer Menschenrechte erleiden.

Zur am Dienstag eröffneten, einwöchigen Generaldebatte sind hochrangige Vertreter der 193 Mitgliedstaaten in New York zu Gast.

"Dürfen nicht in den Krieg schlafwandeln"

"Der Gebrauch von Atomwaffen sollte undenkbar sein. Selbst die Androhung ihres Einsatzes darf niemals geduldet werden. Aber die weltweiten Ängste vor Atomwaffen sind heute auf dem höchsten Niveau seit dem Ende des Kalten Krieges", sagte Guterres.

"Wir dürfen nicht in den Krieg schlafwandeln." Die Verbreitung von Atomwaffen bezeichnete er als eine "unvorstellbare Gefahr".

Nach Guterres Auftakt wurden in der UN-Vollversammlung unter anderem Reden von US-Präsident Donald Trump, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erwartet.


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