Wer feiern gehen will, muss sich im Kanton Zürich nun auf einige Neuerungen gefasst machen. Ab Freitag werden IDs und Handynummern kontrolliert. Nach dem "Superspreader-Event" in einem Zürcher Club gelten nun striktere Regeln.

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Ab Freitag (3. Juli) gilt eine neue Allgemeinverfügung der Gesundheitsdirektion im Kanton Zürich. Wer in eine Bar oder in einen Club will, muss seine ID zeigen, wie Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli am Mittwoch ankündigte. Auch die Handynummer muss verifiziert werden.

"Am Eingang muss die ID kontrolliert werden, ob die Namen übereinstimmen", erklärte Rickli. "Ebenfalls muss sichergestellt werden, dass die Handynummer stimmt." Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Die Security-Leute müssten die Besucher am Eingang anrufen. Das sei "ein bisschen altertümlich". Manche Clubs hätten aber auch eine Onlineregistrierung eingerichtet.

Erleichterungen für das Contact Tracing

Die neuen Regeln sollen verhindern, dass das Contact Tracing im Anschluss nicht funktionieren kann, weil falsche Daten angegeben wurden. Bei einem kürzlichen sogenannten "Superspreader-Event" am 21. Juni im Zürcher Club "Flamingo" hatten etwa ein Drittel der Angaben auf der Gästeliste nicht gestimmt.

Um das Contact Tracing weiter zu erleichtern, müssen die Clubs dem Kanton ausserdem neben dem verantwortlichen Betreiber noch drei weitere Personen nennen, die ebenfalls Zugang zu den Gästelisten haben.

Wenn sich nachträglich herausstellen sollte, dass eine infizierte Person im Club war, hat die Gesundheitsdirektion innerhalb von zwei Stunden Zugriff auf die Kontaktdaten. Im Anschluss werden die Gäste per E-Mail oder SMS über die mögliche Ansteckungsgefahr in Kenntnis gesetzt.

Bar- und Clubkommission Zürich: Noch striktere Regeln

Die neuen Regeln des Kantons seien "korrekt und umsetzbar", sagte Alexander Bücheli, Sprecher der Bar- und Clubkommission Zürich (BCK), zu "blick.ch". Die BCK will die Massnahmen sogar noch verschärfen: Die Gäste müssen die Corona-Warn-App auf ihrem Handy installiert haben.

Sollte das nicht der Fall sein, müssen die Clubbesucher eine Hygienemaske tragen. Dies sei laut Bücheli rechtlich auch kein Problem: "Indem wir die Alternative mit der Maske anbieten, bleibt die Nutzung der App ja freiwillig."  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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