Am Sonntag stimmt das Schweizer Volk über fünf Vorlagen ab. Dabei geht es um eine massvolle Zuwanderung, die Änderung des Jagdgesetzes, Vaterschaftsurlaub, Beschaffung neuer Kampfflugzeuge und Kinderabzug.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Fünf Vorlagen kommen am Sonntag (27. September) zur Abstimmung. Das Schweizer Volk gibt unter anderem seine Stimme über die Begrenzungsinitiative der SVP ab. Die Partei will damit eine "unkontrollierte und masslose Zuwanderung in die Schweiz" stoppen, wie es auf der Website der Initiative heisst.

Das Ziel: Der Bundesrat soll bei Annahme der Begrenzungsinitiative das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU ausser Kraft setzen. Sollte das nicht gelingen, muss der Bundesrat das Abkommen kündigen. Laut Umfragen wird ein klares Nein zur Begrenzungsinitiative erwartet, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtet.

Dies bestätigt auch eine erste Prognose vom Sonntagmittag. Demnach haben nach einer Berechnung des Instituts "gfs.bern" 63 Prozent der Teilnehmer mit Nein gestimmt.

Anders sieht es bei der Kampfjetvorlage und der Vorlage über den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub aus. Hier wird ein Ja des Schweizer Stimmvolks erwartet. Sollte dies eintreten, würde der Bundesrat für sechs Milliarden Franken neue Kampfflugzeuge beschaffen. SP, Grüne und GSoA stellen sich gegen die Vorlage.

Der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub soll über die Erwerbsersatzordnung (EO) finanziert werden, die Kosten werden jährlich auf etwa 230 Millionen Franken geschätzt. Hinter der Vorlage stehen SVP-Vertreter und Jungfreisinnige.

Laut der Prognose von gfs.bern stimmten 61 Prozent für die erstmalige Einführung eines Vaterschaftsurlaubs in der Schweiz.

Wie geht die Volksabstimmung für Jagdgesetz und Kinderabzug aus?

Ungewiss ist der Ausgang der Abstimmung bei der Änderung des Jagdgesetzes und beim Kinderabzug. Die Voraussetzungen für den Abschuss von Wölfen sollen gelockert werden. Der Grund: Die Bestände der Tiere wachsen und einige Tiere haben bereits Schaden angerichtet. Auch über andere Tierarten wird abgestimmt, der Wolf steht aber im Fokus.

Der Kinderabzug soll von 6.500 auf 10.000 Franken angehoben werden. Vor allem Besserverdienende schlagen daraus Profit, die SP ergriff deswegen das Referendum dagegen. Ebenfalls zur Vorlage gehört die Erhöhung des maximalen Abzugs für die Fremdbetreuung von Kindern. Er soll von 10.000 auf 25.000 Franken steigen.

Es wird eine hohe Stimmbeteiligung für die fünf Vorlagen erwartet. Das definitive Ergebnis der Volksabstimmung könnte sich aber aufgrund der zahlreichen Corona-Sicherheitsmassnahmen verzögern © 1&1 Mail & Media/spot on news

Volksabstimmung sichert Putin Machterhalt bis 2036

Eine grosse Mehrheit der Bürger Russlands hat für eine neue Verfassung gestimmt - sie erlaubt Präsident Wladimir Putin unter anderem zwei weitere Amtszeiten.