Zur Eröffnung der Sicherheitskonferenz hat der Leiter der Veranstaltung Wolfgang Ischinger ein ungewöhnliches Outfit gewählt. Bei seinem Auftritt zum Start des Expertentreffens trug Ischinger einen an die EU-Flagge angelehnten Kapuzenpulli.

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Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz (SiKo), Wolfgang Ischinger, hat das Expertentreffen in einem Kapuzenpulli im Design der blauen EU-Flagge mit gelben Sternen eröffnet. Einer der normalerweise zwölf in einem Kreis angeordnete Sterne fehlte in Anspielung auf den Brexit aber auf der Vorderseite des Hoodies - er war auf der Rückseite angebracht.

Der 72-jährige frühere Spitzendiplomat will Europa in diesem Jahr zu einem Top-Thema der wichtigsten Sicherheitskonferenz weltweit mit mehr als 600 Teilnehmern machen.

"Europa muss für sich selbst sprechen und handeln", sagte er. Es müssten auch mehr als zuvor mit einer Stimme sprechen. Nach Ischinger sprachen die Verteidigungsminister Deutschlands und Grossbritanniens, Ursula von der Leyen und Gavin Williamson.

Zahlreiche Themen stehen bei der SiKo auf dem Plan

Irschinger hatte im Vorfeld der diesjährigen Sicherheitskonferenz davon gesprochen, dass diese die "wichtigste und grösste" seit der Gründung der Veranstaltung werden könnte.

Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel nehmen unter anderem der US-Vizepräsident Mike Pence und der oberste Aussenpolitiker der Kommunistischen Partei Chinas, Yang Jiechi an der SiKo teil. Nach der Absage des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron wird vor allem das Rededuell zwischen Merkel und Pence mit Spannung erwartet.

Neben dem Thema "Europa" soll auf der bis Sonntag andauernden Veranstaltung unter anderem über die Kündigung des INF-Vertrags durch die USA und Russland, sowie die Sanktionen gegen den Iran gesprochen werden.

Auch der geplante Abzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan gehört zu den wichtigen Punkten der Veranstaltung. (dpa/thp)  © dpa

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