Der Krieg in Syrien

Jahrzehntelang haben Bashar al-Assad und sein Familienclan alle Spannungen im Vielvölkerstaat Syrien unterdrückt. Doch im Zuge des Arabischen Frühlings 2011 kam es auch in Syrien zu Protesten. In kürzester Zeit wurde daraus ein Bürgerkrieg, in dem Sunniten gegen Alawiten, Schiiten und Christen kämpfen. Um seine Gegner - die Sunniten - auszuschalten, griff Assad zu drastischen Mitteln: Massenhinrichtungen und systematischer Folter, später mit Fassbomben und Giftgas. Der Diktator legte sein ganzes Land in Schutt und Asche. Das Chaos in Syrien mit unzähligen Milizen und Fronten nützte dem "Islamischen Staat". Vor allem in Nordsyrien eroberte die Terrormiliz grosse Gebiete. Um den IS zu bekämpfen, haben sich Europa und die USA militärisch in den Konflikt eingeschaltet. Mit dem Kampf gegen den "Islamischen Staat" begründet auch Russlands Präsident Wladimir Putin Luftangriffe in Syrien. Allerdings treffen russische Bomben auch Stellungen der Rebellen, die an einem Zweifrontenkrieg gegen den IS und Assad kämpfen. Russland ist aus geopolitischen Gründen am Machterhalt des syrischen Diktators interessiert. Der grausame Krieg im eigenen Land hat Millionen Flüchtlinge aus dem Land vertrieben. Mittlerweile sind rund zwölf Millionen Syrer auf der Flucht.

Die von Rebellen kontrollierte Stadt Asas im Norden Syriens ist erneut zum Ziel eines schweren Anschlags geworden. Bei der Explosion einer Autobombe seien in der Stadt an der türkischen Grenze am Samstag mindestens 43 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Zivilisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Zunächst hatte sie noch von 19 Toten gesprochen.

Nach nur zwei Monaten dampfen die ersten russischen Kriegsschiffe wieder von der syrischen Küste ab. Seit einigen Tagen gilt eine Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland. Beruhigt ...

Zum Jahreswechsel keimte neue Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Syrienkonfliktes auf. Doch die Rebellen stoppen alle Gespräche. Sie machen für die brüchige Waffenruhe auch Russland verantwortlich.

Europa trägt nach Ansicht des syrischen Machthabers Baschar al-Assad selbst Schuld an den Terrorangriffen und der Flüchtlingskrise.

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Kurz vor Beginn einer landesweiten Waffenruhe sind bei Luftangriffen nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus mindestens 22 Menschen getötet worden.

Russland und der Türkei ist es gelungen, eine Feuerpause für Syrien zu vermitteln. Dabei vertraten Moskau und Ankara in dem Bürgerkrieg noch bis vor kurzem gegensätzliche Positionen. Doch besonders eine der beiden Seiten hat sich bewegt: die schwächere.

Der russische Präsident Wladimir Putin sagte am Donnerstag, in Syrien sollten die Waffen ab Mitternacht schweigen.

Eine Waffenruhe für Syrien steht immer wieder im Raum. Jetzt einigen sich die Regierung in Damaskus und die Rebellen erneut auf eine flächendeckende Feuerpause. Russland und die Türkei wollen dafür garantieren.

Trotz eines Berichts über einen Plan für eine Waffenruhe in Syrien sind die Kämpfe in dem Bürgerkriegsland in der Nacht zum Donnerstag weitergegangen. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gab es etwa heftige Kämpfe zwischen Rebellengruppen am Rande der Hauptstadt Damaskus.

Die letzten Zivilisten und Kämpfer haben die verbliebenen Rebellengebiete der lange umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo verlassen. Das berichteten mehrere regierungstreue Medien und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstagabend.

Bei der Eroberung Aleppos in Syrien gab es drei ausländische Sieger: Moskau, Teheran und Ankara. Nun haben die drei Länder gemeinsam beraten, wie sie in dem Kriegsland weiter vorgehen.

Seit Beginn der Evakuierung haben nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) etwa 25.000 Menschen die letzten Rebellengebiete der nordsyrischen Stadt Aleppo verlassen.

In Berichten und Diskussionen zum Syrien-Krieg ist oft von "den" Rebellen die Rede, die gegen das Assad-Regime kämpfen. Doch wer sind "die" Rebellen überhaupt? Eine wichtige Frage, denn die Lage in Syrien ist unübersichtlich. Gemässigte Kräfte haben es schwer. Radikal-islamistische Gruppen beherrschen inzwischen die Rebellen-Gebiete.

Hoffnung für die Einwohner in Ost-Aleppo. Rund 3500 Menschen konnten die syrische Stadt in den vergangenen Stunden verlassen - darunter auch die siebenjährige Bana, die aus ihrer zerbombten Heimat getwittert hatte.

Zehntausende Menschen, Rebellen und Zivilisten, halten sich im von Regierungstruppen belagerten Osten Aleppos auf - bei winterlichen Temperaturen und unter grossen Entbehrungen. Die vereinbarte Evakuierung kam übers Wochenende ins Stocken, scheint jetzt jedoch wieder in Gang zu kommen.

Zwischendurch, so schien es, stand die Evakuierung Ost-Aleppos kurz bevor. Doch dann brannten Busse. Und die Menschen in den Rebellengebieten müssen trotz Winterkälte weiter warten.

Tausende Syrer in Aleppo warten auf Rettung. Busse sollen sie aus der zerstörten Stadt bringen - doch in der Provinz Idlib sind sechs Fahrzeuge niedergebannt.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt warten Tausende Menschen in Ost-Aleppo darauf, dass die Evakuierungsmission wieder beginnt. In den Verhandlungen bahnt sich ein Hoffnungsschimmer an - auch für andere belagerte Orte.

Über einen Korridor sollen die in Aleppo verbliebenen Rebellen in die angrenzende Provinz Idlib fliehen können. Diese gilt als letzte Hochburg der Rebellen. Ein sicherer Hafen ist sie jedoch nicht. Denn schon seit Wochen bombardieren das Assad-Regime und sein wichtigster Verbündeter Russland die Provinz mit der gleichnamigen Hauptstadt. Nicht nur deswegen deutet sich an, dass sich die Kämpfe nun dorthin verlagern.

Das russische Verteidigungsministerium hat den Abtransport von Kämpfern und ihren Familien aus Ost-Aleppo nach eigenen Angaben beendet.

Bilder aus der so lange so hart umkämpften Stadt in Syrien.

Die Evakuierung der Rebellengebiete der syrischen Stadt Aleppo ist ausgesetzt worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen von Hilfsorganisationen.

Auf einmal rückt der Schrecken ganz nah. Ein syrischer Lokalpolitiker berichtet den europäischen Staats- und Regierungschefs von Gräueln in Aleppo. Doch am Ende stehen wieder nur Appelle, während sich die Evakuierungsmission in der geschundenen Stadt weiter verzögert.

Eigentlich sollte die Evakuierung der Menschen aus Aleppo schon lange im Gang sein. Doch Aktivisten beklagen, dass es nur schleppend voran.

Syriens Präsident Baschar al-Assad hat die Stadt Aleppo für befreit erklärt. Assad gratulierte dem syrischen Volk in einer Erklärung am Donnerstag in Damaskus.

Tagelang war es eine Zitterpartie: Ein erster Abzug der Rebellen aus Ost-Aleppo scheiterte. Die Menschen erlebten einen neuerlichen Tag voller Schrecken. Jetzt haben Hilfskräfte erstmals die Rebellengebiete mit Krankenwagen und Bussen erreicht.

Die Lage im umkämpften Aleppo ist noch immer unübersichtlich. Der vereinbarte Waffenstillstand war brüchig, der zugesicherte Abzug der Rebellen aus dem Ostteil der Stadt war bisher nicht möglich. Warum? Und wie ist die Lage in Aleppo aktuell.

Die vergangenen Tage in Aleppo waren bestimmt durch totale Verzweiflung. 100.000 Eingekesselte sahen sich den Bombardements durch Assads Truppen ausgesetzt. Seit Donnerstagmorgen gibt es neue Hoffnung.

Mit dem Rücken zur Wand gehen die Rebellen in Aleppo einen Deal mit dem syrischen Präsidenten ein: Angesichts der militärischen Übermacht waren sie bereit, die letzten Viertel im Osten der zerbombten Stadt aufzugeben. Doch die Abmachung scheitert und das Grauen geht weiter.

Die ehemals wichtige Handelsmetropole Aleppo im Norden Syriens ist ein Symbol des seit mehr als fünf Jahren tobenden Kriegs in dem Land. Seit Mitte 2012 war die Stadt zwischen dem Regime von Machthaber Baschar al-Assad im Westen und verschiedenen Rebellengruppen im Osten geteilt. Seit diesem Sommer hat sich die Lage immer weiter zugespitzt. Eine Chronologie.

Die Busse für den Abzug von Kämpfern und Zivilisten aus Aleppos Rebellengebieten standen schon bereit - herausgebracht aber wurde trotzdem niemand. Woran ist das ausgehandelte Abkommen gescheitert?

US-Botschafterin Samantha Power hat Russland, Iran und das Assad-Regime scharf angegriffen. Die drei Länder stünden hinter "der Eroberung und dem Blutbad in Aleppo". Dort warten die Menschen weiter auf Hilfe.

Die Bombardierung von Aleppo durch Assad-Truppen wurde offenbar wieder aufgenommen. Das soll Russland mehren Medienberichten zufolge bestätigt haben.

Zehntausende Menschen fliehen in Syrien aus dem Osten Aleppos. Sie suchen Zuflucht im Westen der Stadt oder in grossen Notunterkünften. Selbst wenn die Kämpfe der Bürgerkriegsparteien bald ein Ende haben sollten: Viele Zivilisten sind weiterhin nicht in Sicherheit.

Ist das die Wende im syrischen Bürgerkrieg? Aleppo soll nun vollständig unter Kontrolle von Assads Streitkräften stehen. Zuvor hatten sich die Rebellen mit dem Regime überraschend auf einen Abzug geeinigt.

Rebellen in Ost-Aleppo haben sich nach eigenen Angaben mit der syrischen Regierung auf einen Abzug aus der erbittert umkämpften Stadt geeinigt. Zivilisten und einigen Kämpfern werde es erlaubt, die Stadt zu verlassen.

Die Lage für Kämpfer und Zivilisten in den Rebellengebieten in Ost-Aleppo wird immer aussichtsloser. Die Bevölkerung versucht verzweifelt, aus der Kampfzone zu kommen. Angesichts grausiger Nachrichten fürchten alle um ihr Leben.

Regimesoldaten sollen in Aleppo dutzende Zivilisten getötet haben. In der umkämpften syrischen Stadt wurden nach UN-Angaben Flüchtlinge auf der Strasse erschossen, darunter viele Frauen und Kinder

Die Rebellen stehen in Aleppo kurz vor einer Niederlage. Die Stadt wird vom syrischen Regime und dessen Verbündeten ohne Unterbrechung beschossen. Die Bevölkerung flieht - oder versteckt sich im Untergrund. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist besorgt.

In der zentralsyrischen Stadt Hama sind nach einem Bericht der Hilfsorganisation Union of Medical Care and Relief Organizations (UOSSM) bei einem Giftgasangriff 93 Zivilisten getötet worden.

Aleppos Bewohner sind in allerhöchster Not. Laut rotem Kreuz ist die humanitäre Situation katastrophal, Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon ist alarmiert wegen Berichten über Gräueltaten gegen Zivilisten.

Die Rebellen im Ostteil der umkämpften Stadt Aleppo stehen nach Angaben von Beobachtern kurz vor der Niederlage.

Die syrischen Regierungstruppen haben bei ihrer Offensive in Aleppo nach Angaben von Aktivisten einen grossen Stadtteil im Südosten der umkämpften Stadt eingenommen.

Seit dem Beginn der Offensive syrischer Regierungstruppen auf die Grossstadt Aleppo sind Aktivisten zufolge rund 500 Zivilisten ums Leben gekommen.

Seit fast sechs Jahren tobt ein Krieg in Syrien. Vor allem in Aleppo ist die Lage dramatisch. Doch der UN-Sicherheitsrat ist blockiert und kann nicht eingreifen. Nun richtet der Westen einen scharfen Appell an die UN.

Der Widerstand der Rebellen in der heftig umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo bricht immer mehr zusammen. Regierungstruppen hätten die gesamte Altstadt Aleppos unter Kontrolle gebracht, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch.

Wochenlang hatte die siebenjährige Bana Alabed zusammen mit ihrer Mutter Fatemah aus Ost-Aleppo auf Twitter ihre Eindrücke vom Krieg geschildert. Nun wurde der Account am Sonntag plötzlich gelöscht. Neben der Frage, was aus dem Mädchen wurde, steht auch weiterhin ein schwerer Vorwurf im Raum.

Ein Deutscher ist angeblich bei türkischen Luftangriffen im Norden Syriens ums Leben gekommen. Der Mann soll für ein kurdisches Militärbündnis aktiv gewesen sein.

Tag für Tag ringen syrische Regierungstruppen und Rebellen um Aleppo. Während Tausende Zivilisten hoffen, den erbitterten Kämpfen zu entfliehen, gehen den Zurückgebliebenen die letzten Vorräte aus. Dennoch kündigen die Rebellen an, weiterzukämpfen - und machen dem Westen Vorwürfe.

Seit Monaten erleben die Zivilisten im syrischen Aleppo die Hölle auf Erden. Schwere Kämpfe zwischen Rebellen und regimetreuen Verbänden fordern täglich Tote und Verletzte. Massive Luftangriffe haben vor allem den Osten der Stadt nahezu vollständig zerstört. Aus den Ruinen schicken ein siebenjähriges Mädchen und seine Mutter einen dramatischen Appell an die Welt. Es ist ein Abschied.