Der Krieg in Syrien

Jahrzehntelang haben Bashar al-Assad und sein Familienclan alle Spannungen im Vielvölkerstaat Syrien unterdrückt. Doch im Zuge des Arabischen Frühlings 2011 kam es auch in Syrien zu Protesten. In kürzester Zeit wurde daraus ein Bürgerkrieg, in dem Sunniten gegen Alawiten, Schiiten und Christen kämpfen. Um seine Gegner - die Sunniten - auszuschalten, griff Assad zu drastischen Mitteln: Massenhinrichtungen und systematischer Folter, später mit Fassbomben und Giftgas. Der Diktator legte sein ganzes Land in Schutt und Asche. Das Chaos in Syrien mit unzähligen Milizen und Fronten nützte dem "Islamischen Staat". Vor allem in Nordsyrien eroberte die Terrormiliz grosse Gebiete. Um den IS zu bekämpfen, haben sich Europa und die USA militärisch in den Konflikt eingeschaltet. Mit dem Kampf gegen den "Islamischen Staat" begründet auch Russlands Präsident Wladimir Putin Luftangriffe in Syrien. Allerdings treffen russische Bomben auch Stellungen der Rebellen, die an einem Zweifrontenkrieg gegen den IS und Assad kämpfen. Russland ist aus geopolitischen Gründen am Machterhalt des syrischen Diktators interessiert. Der grausame Krieg im eigenen Land hat Millionen Flüchtlinge aus dem Land vertrieben. Mittlerweile sind rund zwölf Millionen Syrer auf der Flucht.

Bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition sind im Osten Syriens nach einem Bericht der Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 35 Zivilisten ums Leben gekommen

Ein Abkommen zwischen Regierungsanhängern und Rebellen in Syrien sieht vor, dass Tausende vier belagerte Orte verlassen. Weil die Umsetzung stockt, mussten sie nahe Aleppo warten. Dann explodiert eine Bombe.

Der mutmassliche Chemiewaffenangriff von Chan Scheichun ist nach den Worten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu "hundert Prozent konstruiert". Assad warf dem Westen und vor allem den USA in einem Exklusiv-Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Damaskus vor, den angeblichen Chemiewaffenangriff als "Vorwand" für den US-Luftangriff auf die syrische Armee genutzt zu haben. Die syrische Armee verfüge über keine Chemiewaffen mehr.

Die USA fordern weiter eine Ablösung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. "Unsere Sicht ist klar, dass die Herrschaft der Assad-Familie zu Ende geht", sagte Aussenminister Rex Tillerson am Mittwoch nach seinen Gesprächen in Moskau. 

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Wenige Tage nach dem Einsatz von Giftgas in der syrischen Stadt Chan Scheichun gab US-Präsident Trump den Befehl für einen Vergeltungsschlag. Eine Rekonstruktion der Abläufe.

Weniger als 24 Stunden nach dem US-Beschuss des Flugplatzes Al-Schairat haben syrische Kampfjets nach Angaben von Beobachtern von dort aus neue Luftangriffe geflogen.

Das US-Verteidigungsministerium untersucht, ob Russland an der Vorbereitung oder Durchführung des mutmasslichen Giftgasangriffes in Syrien beteiligt war.

Viele Beobachter interpretieren den plötzlichen Luftschlag der USA auf ein syrisches Flugfeld als unerwartete Kehrtwende in der Syrien-Politik von Donald Trump. Politikwissenschaftler Florian Markl sieht den Angriff dagegen völlig auf der aussenpolitischen Linie des Präsidenten.

Mit Dutzenden Marschflugkörpern lässt US-Präsident Trump auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt feuern. Es soll eine Bestrafung sein für den mutmasslichen Giftgasangriff syrischer Truppen vor wenigen Tagen. Syriens Verbündeter Russland reagiert scharf.

Baschar al-Assad hat den Raketenangriff der USA auf einen syrischen Flughafen verurteilt. Syriens Machthaber gibt sich fest entschlossen, sich zu wehren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande haben sich hinter den US-Luftangriff in Syrien gestellt.

Die USA haben als Vergeltung für einen mutmasslichen Giftgasangriff in Syrien einen Stützpunkt der Luftwaffe des Landes mit Dutzenden Raketen angegriffen. So erklärt US-Präsident Donald Trump die Attacke

US-Präsident Trump macht seine Ankündigung wahr und geht mit einem Raketenangriff gegen das syrische Militär vor. Leitartikler sehen eine gefährliche Eskalation, auch von einem neuen Weltkrieg ist die Rede.

Donald Trump hat seiner Drohung Taten folgen lassen. Die USA reagierten auf den mutmasslichen Giftgasangriff und feuerten rund 50 Raketen auf eine Luftwaffenbasis des Regimes in Syrien ab.

Die russische Regierung um Präsident Wladimir Putin hat den US-Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Syrien verurteilt. Der Kreml erklärte, dass es sich dabei um "eine Aggression gegen einen souveränen Staat" gehandelt habe.

Die USA lassen Raketen auf einen Luftwaffenstützpunkt in Syrien werfen und erheben kurz darauf schwere Vorwürfe gegen Russland. US-Demokraten und syrische Opposition loben die militärische Reaktion der US-Regierung auf den Giftgasanschlag vom vergangenen Dienstag. Der Assad-Verbündete Russland hatte zuvor noch vor einem Angriff gewarnt.

Mehr als 70 Menschen wurden in Syrien am Dienstag bei einen Giftgasangriff getötet, darunter viele Frauen und Kinder. Der UN-Sicherheitsrat ist gespalten, Resolutionen verpuffen, völkerrechtliche Verträge sind in Kriegszeiten offenbar nichts wert. Es ist ein sinnloses Töten, das kein Ende zu finden droht.

Nach dem Giftgas-Vorfall in der syrischen Stadt Chan Scheichun erwägt US-Präsident Donald Trump Luftanschläge gegen Syrien. Das melden einige US-Medien einvernehmlich. 

US-Präsident Donald Trump bringt einen militärischen Schlag gegen das Assad-Regime ins Spiel. Doch seine Möglichkeiten sind sehr überschaubar. Eine Option: begrenzte Luftangriffe.

Bewohner der syrischen Stadt Chan Scheichun berichten von einem Luftangriff mit Giftgas. Mehr als 80 Menschen sind daran gestorben. Syriens Regierung weist jede Verantwortung entschieden von sich.

Mehrfach sind in Syriens Bürgerkrieg Gebiete mit Giftgas angegriffen worden. Internationale Experten machten den IS und die Regierung verantwortlich. Doch die Schuldfrage ist nicht so leicht zu beantworten.

Wirklich scharf formuliert ist die Resolution nicht, die Frankreich und dessen Verbündete dem UN-Sicherheitsrat zu Syrien vorlegen. Doch selbst auf diesen Text können die Diplomaten sich nicht einigen. Anstelle einer Abstimmung kommt es - mal wieder - zum folgenlosen Wortgefecht.

Nach dem Giftgas-Angriff in Syrien drohen die USA damit, im Alleingang aktiv zu werden, sollten die Vereinten Nationen sich nicht zu einem gemeinsamen Vorgehen durchringen.

Nach dem mutmasslichen Giftgasangriff in Syrien ist dem Uno-Sicherheitsrat ein Resolutionsentwurf vorgelegt worden. Von russischer Seite hiess es, Assads Armee habe eine Chemiefabrik und ein Munitionslager der Rebellen getroffen. 

Die USA, Frankreich und Grossbritannien haben dem UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vorgelegt, in dem der mutmassliche Giftgasangriff in Syrien verurteilt und rasch aufgeklärt werden soll. Die zweiseitige Resolution könnte bei der Sitzung des Rats am Mittwoch in New York zur Abstimmung kommen.

Es ist einer der schwersten Angriffe mit Giftgas im syrischen Bürgerkrieg. Etliche Menschen sterben. Alles deutet darauf hin, dass die Assad-Regierung dahinter steckt.

Die Zahl der Toten bei einem Luftangriff mit Giftgas im Nordwesten Syriens ist nach Angaben von Aktivisten auf mindestens 58 gestiegen.

Seit Donald Trump US-Präsident ist, steigt die Zahl ziviler Opfer bei amerikanischen Luftangriffen in Syrien drastisch an. Dafür gibt es Gründe.

Ein Überraschungsangriff von Dschihadisten in Damaskus hat dort am Sonntag heftige Gefechte mit regierungstreuen Kräften ausgelöst. Die syrische Regierung bestritt einen Vorstoss der islamistischen Kämpfer ins Zentrum der Hauptstadt. Israel drohte Syrien mit der Zerstörung seiner Luftabwehrsysteme, sollte die syrische Armee erneut israelische Kampfflugzeuge mit Raketen beschiessen. Im zentralsyrischen Homs verliessen über 1500 Rebellen und Zivilisten das letzte von Aufständischen kontrollierte Viertel.

Bei einem Luftangriff nahe Aleppo sind laut Aktivisten mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. Nachdem das US-Militär die Verantwortung für den Angriff zunächst zurückgewiesen hatte, räumte es diese nun ein - mit Einschränkungen.

Nach dem Anschlag auf den Justizpalast hat sich in der syrischen Hauptstadt Damaskus ein zweiter Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt.

Die Zahl erschreckt: 20 Prozent mehr Kinder sind 2016 in Syrien ums Leben gekommen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef.

Während der sogenannte Islamische Staat weiter in der Defensive ist, wollen sich die USA im Syrien-Krieg mehr engagieren und offenbar stärker mit Russland abstimmen. Profitieren könnte von der neue Gemengelage vor allem das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Ein Experte sagt, Assads Perspektive sei "weitaus besser als vor zwei Jahren".

Bei Angriffen der türkischen Streitkräfte auf die nordsyrische IS-Bastion Al-Bab sind Aktivisten zufolge mindestens 24 Zivilisten ums Leben gekommen. Unter den Opfern seien elf Kinder und acht Frauen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag.

Es geht um Folter, Vergewaltigungen, Nahrungsentzug - und um tausendfache Hinrichtungen: Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen die syrische Regierung.

Nach nur zwei Monaten dampfen die ersten russischen Kriegsschiffe wieder von der syrischen Küste ab. Seit einigen Tagen gilt eine Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland. Beruhigt ...

Zum Jahreswechsel keimte neue Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Syrienkonfliktes auf. Doch die Rebellen stoppen alle Gespräche. Sie machen für die brüchige Waffenruhe auch Russland verantwortlich.

Europa trägt nach Ansicht des syrischen Machthabers Baschar al-Assad selbst Schuld an den Terrorangriffen und der Flüchtlingskrise.

Kurz vor Beginn einer landesweiten Waffenruhe sind bei Luftangriffen nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus mindestens 22 Menschen getötet worden.

Russland und der Türkei ist es gelungen, eine Feuerpause für Syrien zu vermitteln. Dabei vertraten Moskau und Ankara in dem Bürgerkrieg noch bis vor kurzem gegensätzliche Positionen. Doch besonders eine der beiden Seiten hat sich bewegt: die schwächere.

Eine Waffenruhe für Syrien steht immer wieder im Raum. Jetzt einigen sich die Regierung in Damaskus und die Rebellen erneut auf eine flächendeckende Feuerpause. Russland und die Türkei wollen dafür garantieren.

Trotz eines Berichts über einen Plan für eine Waffenruhe in Syrien sind die Kämpfe in dem Bürgerkriegsland in der Nacht zum Donnerstag weitergegangen. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gab es etwa heftige Kämpfe zwischen Rebellengruppen am Rande der Hauptstadt Damaskus.

Die letzten Zivilisten und Kämpfer haben die verbliebenen Rebellengebiete der lange umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo verlassen. Das berichteten mehrere regierungstreue Medien und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstagabend.

Bei der Eroberung Aleppos in Syrien gab es drei ausländische Sieger: Moskau, Teheran und Ankara. Nun haben die drei Länder gemeinsam beraten, wie sie in dem Kriegsland weiter vorgehen.

Seit Beginn der Evakuierung haben nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) etwa 25.000 Menschen die letzten Rebellengebiete der nordsyrischen Stadt Aleppo verlassen.

In Berichten und Diskussionen zum Syrien-Krieg ist oft von "den" Rebellen die Rede, die gegen das Assad-Regime kämpfen. Doch wer sind "die" Rebellen überhaupt? Eine wichtige Frage, denn die Lage in Syrien ist unübersichtlich. Gemässigte Kräfte haben es schwer. Radikal-islamistische Gruppen beherrschen inzwischen die Rebellen-Gebiete.

Hoffnung für die Einwohner in Ost-Aleppo. Rund 3500 Menschen konnten die syrische Stadt in den vergangenen Stunden verlassen - darunter auch die siebenjährige Bana, die aus ihrer zerbombten Heimat getwittert hatte.

Zehntausende Menschen, Rebellen und Zivilisten, halten sich im von Regierungstruppen belagerten Osten Aleppos auf - bei winterlichen Temperaturen und unter grossen Entbehrungen. Die vereinbarte Evakuierung kam übers Wochenende ins Stocken, scheint jetzt jedoch wieder in Gang zu kommen.

Zwischendurch, so schien es, stand die Evakuierung Ost-Aleppos kurz bevor. Doch dann brannten Busse. Und die Menschen in den Rebellengebieten müssen trotz Winterkälte weiter warten.

Tausende Syrer in Aleppo warten auf Rettung. Busse sollen sie aus der zerstörten Stadt bringen - doch in der Provinz Idlib sind sechs Fahrzeuge niedergebannt.