Bürgerkrieg in Syrien: Eine Chronologie des Konflikts

Seit mehr als sieben Jahren tobt in Syrien der Bürgerkrieg und noch geht das Morden weiter. Tag für Tag. Eine Chronologie der wichtigsten Ereignisse. (dpa/thp/mcf)

März 2011: Im Zuge des Arabischen Frühlings beginnen auch in Syrien Demonstrationen gegen die Regierung. Das Regime von Baschar al-Assad geht dagegen vor. Die Gewalt eskaliert zum Bürgerkrieg.
August 2013: Bei einem Bombardement in der Nähe von Damaskus wird nach UN-Angaben das Giftgas Sarin eingesetzt. Mehr als 1.400 Menschen kommen laut US-Geheimdiensten ums Leben. Rebellen und Regime machen sich gegenseitig für den Angriff verantwortlich.
Januar 2014: In der Schweiz beginnen erste direkte Friedensgespräche der Kriegsparteien. Das Treffen in Genf bleibt ergebnislos - wie später auch weitere Verhandlungen etwa in Astana und Wien.
Juni 2014: Laut der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) sind die letzten chemischen Kampfstoffe Syriens ausser Landes gebracht worden. Es gibt aber Zweifel, ob alle Bestände offengelegt wurden.
September 2014: Die USA und ihre Verbündeten bombardieren erstmals Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Nordostsyrien.
September 2015: Assads Schutzmacht Russland greift in den Krieg ein. Die Angriffe richten sich gegen den IS und gemässigtere Regimegegner.
August 2016: Türkische Bodentruppen beginnen eine Offensive im Nachbarland. Ankara geht es auch darum, einen weiteren Vormarsch syrischer Kurden - Verbündete der USA - zu verhindern.
Dezember 2016: Syrische Regierungstruppen kontrollieren erstmals seit mehr als vier Jahren vollständig die Rebellen-Grossstadt Aleppo.
April 2017: Nach einer Giftgasattacke auf den Ort Chan Scheichun mit mehr als 80 Toten greifen die USA einen syrischen Militärstützpunkt an. UN und OPCW machen Damaskus für den Sarin-Angriff verantwortlich.
Oktober 2017: Ein kurdisch geführtes Bündnis befreit Al-Rakka vom IS. Damit verlieren die Dschihadisten ihre wichtigste Hochburg in Syrien.
April 2018: Als Vergeltung für einen mutmasslichen Giftgasangriff der Regierung auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Duma in Ost-Ghuta feuern die West-Alliierten Raketen auf militärische Ziele ab.
September 2018: Die Armee von Baschar al-Assad bereitet mit der Unterstützung von Russland und dem Iran einen Angriff auf die Rebellenhochburg Idlib vor. Die Türkei verstärkt daraufhin die Grenze zu Syrien und bringt weiteres Kriegsgerät in die Region. Angesichts der Millionen Zivilisten in Idlib warnt die UN vor einer humanitären Katastrophe.
18. Dezember: Die letzte Bastion der Terrormiliz "Islamischer Staat" fällt: Die Demokratischen Kräfte Syriens (DKS) nehmen Hadschin im Osten des Landes ein. Jedoch kontrolliert der IS weiterhin einige Dörfer und Teile der Badija-Wüste.
19. Dezember 2018: US-Präsident Donald Trump ordnet - selbst für Verbündete völlig überraschend - den Abzug der US-Truppen aus Syrien an. Die USA hätten das "territoriale Kalifat" der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) besiegt, heisst es aus dem Weissen Haus.