Der Krieg in Syrien

Jahrzehntelang haben Bashar al-Assad und sein Familienclan alle Spannungen im Vielvölkerstaat Syrien unterdrückt. Doch im Zuge des Arabischen Frühlings 2011 kam es auch in Syrien zu Protesten. In kürzester Zeit wurde daraus ein Bürgerkrieg, in dem Sunniten gegen Alawiten, Schiiten und Christen kämpfen. Um seine Gegner - die Sunniten - auszuschalten, griff Assad zu drastischen Mitteln: Massenhinrichtungen und systematischer Folter, später mit Fassbomben und Giftgas. Der Diktator legte sein ganzes Land in Schutt und Asche. Das Chaos in Syrien mit unzähligen Milizen und Fronten nützte dem "Islamischen Staat". Um den IS zu bekämpfen, haben sich Europa und die USA militärisch in den Konflikt eingeschaltet. Mit dem Kampf gegen den "Islamischen Staat" begründete auch Russlands Präsident Wladimir Putin Luftangriffe in Syrien. Allerdings trafen russische Bomben auch Stellungen der Rebellen, die an einem Zweifrontenkrieg gegen den IS und Assad kämpfen. Russland ist aus geopolitischen Gründen am Machterhalt des syrischen Diktators interessiert. Der grausame Krieg im eigenen Land hat Millionen Flüchtlinge aus dem Land vertrieben. Und mit dem Einsatz von Giftgas treibt das Assad-Regime den Konflikt auf eine Eskalation mit dem Westen zu.

Der blutige Bürgerkrieg in Syrien eskaliert an zwei Fronten. Ein Ende ist nicht abzusehen. Aus dem Rebellengebiet Ost-Ghuta kommen dramatische Bilder und grauenvolle Nachrichten.

Vor einem Monat ist die Türkei in die von Kurden kontrollierte Region Afrin im Norden Syriens einmarschiert. Jetzt bombardiert sie das Gebiet auch. Syrische Regierungskräfte kamen zuvor den Kurden dort zu Hilfe. Droht eine Eskalation?

Der Ton wird rauer: Türkeis Aussenminister Mevlut Cavusoglu warnt die syrische Regierung vor Unterstüzung der Kurdenmiliz YPG - mit drastischen Worten.

Die USA halten sich aus Syriens Bürgerkrieg eigentlich raus. Trotzdem greift die US-geführte Anti-IS-Koalition Anhänger von Präsident Baschar al-Assad an. Das Bündnis spricht von Selbstverteidigung.

Berichten zufolge ist es in Syrien wieder zu einem Giftwaffen-Angriff gekommen: Weisshelme melden den Einsatz von Chlorgas. Syrien bestreitet unterdessen, im Besitz von Chemiewaffen zu sein.

Das türkische Militär geht im syrischen Grenzgebiet weiter gegen die Kurdenmiliz YPG vor. Dabei sterben sieben Soldaten. In Deutschland und Frankreich protestieren Tausende gegen die Offensive.

In der syrischen Provinz Afrin bekämpft das NATO-Mitglied Türkei die mit dem NATO-Mitglied USA verbündeten Kurden - ein beispielloser Vorgang. US-Experte Josef Braml ist überzeugt, dass Donald Trump die Operation hinter dem Rücken der übrigen Nato-Staaten abgesegnet hat und sieht das Militärbündnis in einer tiefen Krise. 

Recep Tayyip Erdogan will bei seiner Offensive gegen die YPG alle "Terroristen" ausroten. Der türkische Präsident sagte, dass Afrin Schritt für Schritt unter Kontrolle gebracht werde.

Nach der Eiszeit zwischen Russland und der Türkei scheinen Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan derzeit wieder die Nähe des Anderen zu suchen. Was steckt dahinter?

Die Anzeichen für den Tod von IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi verdichten sich. Wie bedeutet das für die Terrormiliz? Ein Experte warnt, ihre Gefährlichkeit wird sich noch vergrössern – Anschläge in Deutschland könnten deutlich zunehmen.

Viele Beobachter interpretieren den plötzlichen Luftschlag der USA auf ein syrisches Flugfeld als unerwartete Kehrtwende in der Syrien-Politik von Donald Trump. Politikwissenschaftler Florian Markl sieht den Angriff dagegen völlig auf der aussenpolitischen Linie des Präsidenten.

Die russische Regierung um Präsident Wladimir Putin hat den US-Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Syrien verurteilt. Der Kreml erklärte, dass es sich dabei um "eine Aggression gegen einen souveränen Staat" gehandelt habe.

Die USA lassen Raketen auf einen Luftwaffenstützpunkt in Syrien werfen und erheben kurz darauf schwere Vorwürfe gegen Russland. US-Demokraten und syrische Opposition loben die militärische Reaktion der US-Regierung auf den Giftgasanschlag vom vergangenen Dienstag. Der Assad-Verbündete Russland hatte zuvor noch vor einem Angriff gewarnt.

Mehr als 70 Menschen wurden in Syrien am Dienstag bei einen Giftgasangriff getötet, darunter viele Frauen und Kinder. Der UN-Sicherheitsrat ist gespalten, Resolutionen verpuffen, völkerrechtliche Verträge sind in Kriegszeiten offenbar nichts wert. Es ist ein sinnloses Töten, das kein Ende zu finden droht.

Nach dem Giftgas-Vorfall in der syrischen Stadt Chan Scheichun erwägt US-Präsident Donald Trump Luftanschläge gegen Syrien. Das melden einige US-Medien einvernehmlich. 

Nach dem Giftgas-Angriff in Syrien drohen die USA damit, im Alleingang aktiv zu werden, sollten die Vereinten Nationen sich nicht zu einem gemeinsamen Vorgehen durchringen.

Während der sogenannte Islamische Staat weiter in der Defensive ist, wollen sich die USA im Syrien-Krieg mehr engagieren und offenbar stärker mit Russland abstimmen. Profitieren könnte von der neue Gemengelage vor allem das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Ein Experte sagt, Assads Perspektive sei "weitaus besser als vor zwei Jahren".

In Berichten und Diskussionen zum Syrien-Krieg ist oft von "den" Rebellen die Rede, die gegen das Assad-Regime kämpfen. Doch wer sind "die" Rebellen überhaupt? Eine wichtige Frage, denn die Lage in Syrien ist unübersichtlich. Gemässigte Kräfte haben es schwer. Radikal-islamistische Gruppen beherrschen inzwischen die Rebellen-Gebiete.

Über einen Korridor sollen die in Aleppo verbliebenen Rebellen in die angrenzende Provinz Idlib fliehen können. Diese gilt als letzte Hochburg der Rebellen. Ein sicherer Hafen ist sie jedoch nicht. Denn schon seit Wochen bombardieren das Assad-Regime und sein wichtigster Verbündeter Russland die Provinz mit der gleichnamigen Hauptstadt. Nicht nur deswegen deutet sich an, dass sich die Kämpfe nun dorthin verlagern.

Die Lage im umkämpften Aleppo ist noch immer unübersichtlich. Der vereinbarte Waffenstillstand war brüchig, der zugesicherte Abzug der Rebellen aus dem Ostteil der Stadt war bisher nicht möglich. Warum? Und wie ist die Lage in Aleppo aktuell.

Die Bombardierung von Aleppo durch Assad-Truppen wurde offenbar wieder aufgenommen. Das soll Russland mehren Medienberichten zufolge bestätigt haben.

Zehntausende Menschen fliehen in Syrien aus dem Osten Aleppos. Sie suchen Zuflucht im Westen der Stadt oder in grossen Notunterkünften. Selbst wenn die Kämpfe der Bürgerkriegsparteien bald ein Ende haben sollten: Viele Zivilisten sind weiterhin nicht in Sicherheit.

Wochenlang hatte die siebenjährige Bana Alabed zusammen mit ihrer Mutter Fatemah aus Ost-Aleppo auf Twitter ihre Eindrücke vom Krieg geschildert. Nun wurde der Account am Sonntag plötzlich gelöscht. Neben der Frage, was aus dem Mädchen wurde, steht auch weiterhin ein schwerer Vorwurf im Raum.

Seit Monaten erleben die Zivilisten im syrischen Aleppo die Hölle auf Erden. Schwere Kämpfe zwischen Rebellen und regimetreuen Verbänden fordern täglich Tote und Verletzte. Massive Luftangriffe haben vor allem den Osten der Stadt nahezu vollständig zerstört. Aus den Ruinen schicken ein siebenjähriges Mädchen und seine Mutter einen dramatischen Appell an die Welt. Es ist ein Abschied.

Seine Kritiker nennen Baschar al-Assad einen Kriegstreiber, seine Befürworter sehen im syrischen Staatspräsidenten eine Chance für Stabilität im Bürgerkriegsland. Im Interview erklärt ein Nahost-Experte, an welcher These mehr dran ist und ob ein Frieden absehbar überhaupt realistisch ist.

Fünf Mal in Folge hat Russland im UN-Sicherheitsrat sein Veto gegen eine Syrien-Resolution eingelegt. Das Sterben geht somit ungehindert weiter, die UN mussten bislang tatenlos zusehen. Doch das soll sich nun ändern. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon arbeitet an einer Lösung, mit der Russland im Gremium ausmanövriert werden soll.

Seine Kritiker nennen Baschar al-Assad einen Kriegstreiber, seine Befürworter sehen im syrischen Staatspräsidenten eine Chance für Stabilität im Bürgerkriegsland. Im Interview erklärt ein Nahost-Experte, an welcher These mehr dran ist und ob ein Frieden absehbar überhaupt realistisch ist.

Der UN-Sicherheitsrat ist in der Syrien-Frage gelähmt. Weil Russland sein Veto gegen Resolutionen für ein Ende des Bombardements von Aleppo einlegt, muss das Gremium dem Sterben in der syrischen Stadt seit Monaten tatenlos zusehen. Im Sicherheitsrat hatten sich deshalb über die vergangenen Wochen Spannungen aufgebaut, die sich nun in einem Eklat entluden.

Der Krieg in Syrien sorgt weltweit für Entsetzen, die Brutalität, mit der ihn die Konfliktparteien führen, macht Beobachter fassungslos. Dass die Weltgemeinschaft seit Jahren nur zusieht, ohne etwas zu unternehmen, findet UN-Generalsekretär Ban Ki Moon beschämend und wählt deshalb deutliche Worte.

Die Hoffnung der betroffenen Menschen im syrischen Aleppo, die Europäischen Union könne wegen der verheerenden Luftangriffe den Druck auf Russland erhöhen, haben sich zerschlagen. Kurz vor dem EU-Gipfel in Brüssel wurde auf dem EU-Aussenministertreffen in Luxemburg klar, dass Europa Strafen gegen Russland scheut.

Die Lage in Syrien wird immer schlimmer. Die Pro-Assad-Koalition verstärkt jeden Tag ihre Luftangriffe auf den von Rebellen gehaltenen Ostteil der Stadt Aleppo. Laut UNICEF sind dort allein 100.000 Kinder eingeschlossen. Es fehle am Nötigsten – Konvois kommen nicht durch.

Die syrische Armee hat das Ende der Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland erklärt. Das berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Montag.

Ein Bild, das sich in den Herzen und Köpfen der ganzen Welt festsetzt: Ein fünfjähriger Knabe, mit blutigem Gesicht und über und über mit Staub bedeckt, der in der syrischen Stadt Aleppo aus einem eingestürzten Gebäude gerettet werden konnte. Das Bild hat auch in der Schweiz starke Reaktionen ausgelöst, bis in die Regierung.

Russland weitet seine Schlagkraft im Syrienkrieg aus. Auch aus dem Iran starten nun russische Kampfflugzeuge zum Einsatz über dem Bürgerkriegsland. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wirft Russland und dem syrischen Regime vor, auch Brandbomben einzusetzen.

In Aleppo spitzt sich der Kampf zwischen Assad und seinen Gegnern zu. Doch die Lage ist extrem unübersichtlich – einfache Wahrheiten gibt es nicht, erklärt ein Nahostexperte.

Der vereinbarte Waffenstillstand in Syrien liess noch einmal auf Frieden hoffen. Doch inzwischen gibt es fast stündlich Meldungen über Bombenexplosionen. Wie so oft ist besonders die zivile Bevölkerung betroffen. Wer bombt weiter? Wie ist die aktuelle Situation? Ein Abriss.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, einen Grossteil seiner Truppen aus Syrien abziehen zu wollen. Die Mission des Einsatzes sei erfüllt, mit der Rückzugsankündigung wolle man nun den Friedensprozess voranbringen, sagte er zur Begründung. Möglicherweise spielen aber auch noch andere Gründe eine Rolle.

Nach vereinbarter Waffenruhe: Syriens Machthaber setzt offenbar Parlamentswahl an.

Bei einem Luftangriff im Norden Syriens ist ein Krankenhaus der Organisation Ärzte ohne Grenzen zerstört worden. Dabei soll es es Tote und Verletzte gegeben haben. Ersten Gerüchten zufolge, wurde der Angriff von russischen Flugzeugen geflogen.

Die Luftaufnahmen der zerbombten Stadt Homs, Satellitenbilder eines Landes, das des Nachts im Dunkeln liegt, Millionen Flüchtlinge - all das zeigt: Syrien ist ein gemartertes Land. Ein Ende des Krieges ist noch nicht in Sicht, dennoch hat der Wiederaufbau vielerorts begonnen.

Bedingungsloser Zugang zu allen Bereichen der Kriegshölle in Syrien: Das die Forderung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und weiterer humanitärer Organisationen. Kaum begonnen, sind die Genfer Friedensgespräche schon wieder festgefahren.

Wenn es um den Krieg in Syrien geht, dann kommen Russland und der Westen kaum auf einen gemeinsamen Nenner. Noch vor den Münchner Syrien-Verhandlungen hatte der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew gar vor einem dritten Weltkrieg gewarnt. Zudem schiesst er scharf gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Der Rettungsversuch für den Friedensprozess in Syrien ist zunächst einmal geglückt. Aber was ist die Vereinbarung von München wert? Von einem Durchbruch will niemand reden.

Am Samstag hätte der Abzug der IS-Extremisten aus Damaskus beginnen sollen. Doch das wichtige Abkommen zwischen dem syrischen Regime und IS-Kämpfer wurde kurzfristig gestoppt.

Der Kreml hat zurückhaltend auf den Amnesty-Bericht über den Tod von Zivilisten bei den umstrittenen russischen Luftangriffen in Syrien reagiert.

Immer wieder wird von Politikern und Militärs über die Entsendung von Bodentruppen gegen den Islamischen Staat gesprochen. Wird es wirklich dazu kommen? Der Politologe Thomas Jäger hält das Szenario wegen der enormen Risiken für eine "theoretische Debatte".

In Propaganda-Videos preist Russland den Eingriff in den syrischen Bürgerkrieg als Vorgehen gegen den Terror. Nun hat ein Korrespondent des russischen Staatsfernsehens ein verstörendes Musikvideo veröffentlicht, das Bilder des Bürgerkrieges aus der Luft zeigt.

Russland verstärkt sein militärisches Engagement in Syrien - zur Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat, so die Begründung. Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin ist das Eingreifen aber vor allem ein Kräftemessen mit den USA.

Die russischen Luftangriffe zur Unterstützung des syrischen Diktators Baschar Al-Assad geben dem Bürgerkrieg in Syrien eine neue Wendung. Droht nun ein Flächenbrand im Nahen Osten? Ein baldiger Friede werde durch das Eingreifen Russlands jedenfalls "nicht wahrscheinlicher", sagt der Nahost-Experte Kristian Brakel.

Washington und Moskau haben sich betreffend ihrer Einsätze in Syrien abgesprochen. Damit soll vor allem ein "Unfall" vermieden werden. Berlin warnt Moskau vor Alleingängen. Wladimir Putin bleibt unbeeindruckt und spricht stattdessen von feindlicher Propaganda.