Das Länderspiel in Hannover zwischen Deutschland und der Niederlande wurde wegen eines Terrorverdachts kurzfristig abgesagt. Nach den Attentaten von Paris ist es das zweite Mal innerhalb von nur vier Tagen, dass die DFB-Elf von Anschlägen bedroht ist. Nach der Absage äusserten sich aktive und ehemalige Fussballer zur Situation in Hannover.

Martin Kind (Präsident von Hannover 96 in der "Bild"): "Ich bin zutiefst schockiert. Dieser Abend wird alles verändern für die Bundesliga und wird dramatische Folgen für den Fussball haben."

Horst Hrubesch (Bundestrainer U21): "Ich war richtig erschrocken, als ich das gehört habe. Was in Frankreich passiert ist, war schon unbegreiflich. Das Leute jetzt nochmal so dumm sind, und das hier angeblich wieder versuchen, dafür habe ich überhaupt kein Verständnis."

Davie Selke (U21-Nationalspieler, RB Leipzig): "Es ist extrem, was gerade passiert. Hoffentlich beruhigt sich die Lage bald wieder."

Michel Dinzey (ehemaliger Fussballer): "Seit dem Krieg im Kongo damals habe ich nicht soviel Polizei - Waffen etc. gesehen. Unfassbar alles hier."

Bodo Illgner (Weltmeister-Torhüter von 1990): "Zwar kein Fussball, aber trotzdem: Alle zusammen für Frieden, Freiheit, Gleichheit und Demokratie!"

Reinhard Rauball (DFB-Interimspräsident): "Der Schutz der Menschen muss höchste Priorität haben. Dies ist ein trauriger Tag für Deutschland und den deutschen Fussball. Mein Eindruck ist, dass der Fussball in Deutschland mit dem heutigen Tagen in vielen Facetten eine andere Wende bekommen hat. Dass unsere Mannschaft innerhalb von vier Tagen zweimal so tragische Ereignisse miterleben musste, übersteigt meine Vorstellungskraft."

Edith Schippers (niederländische Sportministerin): "Das fühlt sich wie eine Niederlage an, dass dieses Spiel abgesagt worden ist. Das Spiel stand im Zeichen unserer Unterstützung für Frankreich."

Thomas de Maizière (Bundesinnenminister): "Die Gefährdung für Deutschland und Hannover ist hoch, die Lage ist ernst, das sage ich seit Längerem und habe ich nachdrücklich wiederholt nach dem Anschlag von Paris. Hinweise auf die Gefährdung des Fussballspiels haben sich im Laufe des frühen Abends so verdichtet, dass die Behörden des Bundes und ich nach Abwägung der Vor- und Nachteile, nach sorgfältiger Überlegung, aus Gründen des Schutzes der Bevölkerung dringend empfohlen haben, dieses Länderspiel abzusagen. Mir persönlich ist das als Bundesinnenminister und Sportminister nicht leicht gefallen."

Auch über den Kurznachrichten-Dienst Twitter äusserten sich einige Sportler.