Recep Tayyip Erdogan

Der erste Tag der Feuerpause in Nordostsyrien bringt in den meisten Gebieten Ruhe - aber nicht in allen. Kurdenmilizen sagen, sie wollten doch noch nicht abziehen. Aus der EU kommt scharfe Kritik an dem Abkommen: Es sei eine Aufforderung zur Kapitulation an die Kurden.

Die USA und die Türkei haben eine Gefechtspause in Nordsyrien ausgehandelt. Dabei hatte der türkische Präsident im Vorfeld ausdrücklich betont, nicht auf eine Waffenruhe einzugehen - und schon gar nicht Vermittler wie die USA brauche. Doch die amerikanische Gegenleistung stimmt offenbar.

Maybrit Illner hat mit einer hochkarätig besetzen Runde über den türkischen Einmarsch in Nordsyrien und die Folgen für Deutschland diskutiert. Der frühere Aussenminister Sigmar Gabriel warf CSU-Politiker Manfred Weber "Volksverdummung" vor. Die Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal berichtete von beklemmenden Telefonaten mit ihren Eltern und ein Journalist kritisierte Kriegsparolen in deutschen Moscheen.

Mesut Özil hat seit einiger Zeit frei. Während die Nationalspieler in den Länderspielen um die EM-Quali kämpften, konnte Özil zu Hause bleiben, spielt er doch seit Juli 2018 nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft. Nun äusserte sich Özil erstmals über seinen Rücktritt. 

USA verkünden Einigung auf Waffenruhe - Türkei will Kämpfe aussetzen

Kann US-Vizepräsident Pence dem türkischen Präsidenten in Ankara eine Waffenruhe in Nordsyrien abringen? Auch Bundeskanzlerin Merkel fordert erneut ein Ende der türkischen Offensive gegen Kurdenmilizen. Aus Syrien kommen besorgniserregende Nachrichten.

Meinungsfreudig geht es am Mittwochabend bei Sandra Maischberger zu: Ein Kabarettist bedenkt den US-Präsidenten mit dem A-Wort – und zwei Politiker geraten sich beim Dauerthema Brexit in die Haare.

Die Militäroffensive in Nordsyrien ist in vollem Gange. In einem Brief hat Donald Trump seinen türkischen Amtskollegen vor wenigen Tagen vor einem Abschlachten Tausender Menschen gewarnt – samt massiver Drohungen. Der US-Präsident forderte Recep Tayyip Erdogan auf: "Seien Sie kein Narr!"

Mit scharfen Worten hat der türkische Botschafter in Deutschland, Ali Kemal Aydin, die Kritik an den türkischen Fussball-Nationalspielern verurteilt, die im EM-Qualifikationsspiel gegen Albanien salutiert hatten. Er spricht von einer "anti-türkischen Stimmung" in Deutschland.

Als Strafmassnahme für die Offensive in Nordsyrien liefert Deutschland der Türkei nicht länger Waffen. Für den türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan Grund genug, volle Breitseite gegen Bundesaussenminister Heiko Maas abzufeuern. 

Erst am Montag waren Cenk Sahin und der FC St. Pauli getrennte Wege gegangen, nur einen Tag später hat der Fussball-Profi einen neuen Klub gefunden: Basaksehir Istanbul, ein Klub, der dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nahesteht.

Mit dem Abzug der US-Soldaten aus Nordsyrien hat US-Präsident Donald Trump erst den Boden für eine Eskalation zwischen Türken und Kurden bereitet. Nun schickt er seinen Vize als Vermittler nach Ankara. Aber wird sich Recep Tayyip Erdogan dem Druck durch Sanktionen beugen? Wohl nicht.

Mit Sanktionen will US-Präsident Trump den Stopp der türkischen Offensive in Nordsyrien erzwingen. Dabei hat er selber den umstrittenen Einmarsch überhaupt erst ermöglicht. Eine prominente Kritikerin spricht von "Trumps Saigon".

Erneut salutierten türkische Spieler und zeigten so ihre Sympathie mit der Politik von Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Die USA werden nach Worten des einflussreichen US-Senators und Trump-Vertrauten Lindsey Graham "lähmende Sanktionen" gegen die Türkei wegen der Offensive in Nordsyrien verhängen.

In Nordsyrien stehen die Kurdenmilizen unter Druck, nun erhalten sie Hilfe von syrischen Truppen im Kampf gegen türkisches Militär. Der Westen verurteilt das Vorgehen Ankaras, doch können sich die EU-Aussenminister auch auf Sanktionen einigen?

30 Kilometer tief sind türkische Truppen bereits in Nordsyrien vorgedrungen, Zehntausende haben die Flucht ergriffen. Kanzlerin Merkel fordert eine "umgehende Beendigung" der Offensive. Präsident Erdogan zeigt sich von Strafmassnahmen der Europäer unbeeindruckt.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums wurden die amerikanischen Truppen im syrischen Grenzgebiet von der türkischen Artillerie beschossen. Der Vorfall nahe des Grenzortes Kobane sei zwar glimpflich ausgegangen, doch das Pentagon schickt eine eindeutige Warnung an die Türkei. Zuvor hatte die Türkei angekündigt, die Militäroffensive gegen die Kurdenmilizen in Nordsyrien trotz Sanktionsdrohungen der USA unbeirrt fortzusetzen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan rechtfertigt sein militärisches Eindringen in den Norden Syriens mit der Zerschlagung eines entstehenden Terrorstaats. Wir erklären die komplizierte Gemengelage aus Feinden und Verbündeten.

Der Türke Cenk Sahin ist Rechtsaussen beim deutschen Zweitligisten FC St. Pauli. Der 25-Jährige begrüsst die Offensive Recep Tayyip Erdoğans gegen die Kurden in Syrien und zieht damit den Zorn von St. Paulis Ultras auf sich.

Die Türkei hat all die Appelle zur Zurückhaltung ignoriert und eine Offensive in Nordsyrien gestartet. Nach Luftangriffen und Artilleriefeuer überschritten Bodentruppen die Grenze. Binnen weniger Stunden waren mindestens 15 Opfer zu beklagen - hauptsächlich Zivilisten. International gibt es scharfe Kritik. US-Senatoren wollen mit harten Sanktionen antworten. ​​​​​​​

Schätzungsweise 450 000 Menschen leben in Syrien nahe der türkischen Grenze. Viele von ihnen ergreifen im Zuge der türkischen Offensive die Flucht. Mit den Angriffen am Boden und aus der Luft verschärft sich eine der schlimmsten Krisen vertriebener Menschen nun erneut.

Recep Tayyip Erdogan droht der EU bei Kritik am türkischen Syrien-Einsatz: Sollte Europa die Militäraktion weiter "als Invasion darstellen", werde die Türkei "die Türen öffnen".

Die Türkei hat am Mittwoch nach dem Rückzug der US-Truppen eine Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien begonnen.