Viktor Orbán

Am 4. September 2015 machen sich Hunderte von Geflüchteten von Budapest zu Fuss auf zur Grenze nach Österreich. Die ZDF-Doku "Stunden der Entscheidung – Angela Merkel und die Flüchtlinge", die am Mittwochabend im ZDF lief, rekonstruiert die Ereignisse dieses historischen Tages.

Angela Merkel galt in den letzten Wochen als politisch angeschlagen. Das dürfte sich nun geändert haben. Die Bundeskanzlerin hat innerhalb weniger Wochen gleich zwei Erfolge erzielt.

Ursula von der Leyen ist in Brüssel auf Werbetour in eigener Sache. Ein dringend nötiges Unterfangen. Denn ihre Wahl als Chefin der EU-Komission ist keinesfalls ausgemacht. Sofern sie nicht von der Gnade der Rechtsextremen abhängig sein will, braucht die deutsche Verteidigungsministerin die Stimmen von Sozialdemokraten und Grünen. Und die sind mit Gummibärchen und Kugelschreibern nicht zu bekommen. 

Manfred Weber ist der grosse Verlierer des EU-Postenpokers. Er war Spitzenkandidat des Wahlgewinners - und geht dennoch leer aus. In einem Interview spricht der EVP-Mann über seine Enttäuschung und spart nicht mit Kritik an seinen Gegnern. 

Erst kämpfte er für freie Wahlen, inzwischen höhlt er demokratische Rechte aus: Ungarns Ministerpräsident Orbán hat innerhalb von 30 Jahren eine erstaunliche Wandlung vollzogen.

Die konservative Fraktion im Europaparlament (EVP) erwägt einen drastischen Schritt: Sie droht der Fidesz-Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán mit dem Rausschmiss, sollte sie den Rechtsstaat weiter demontieren. Im Interview erklärt Ungarn-Experte Ulf Brunnbauer, warum die EVP Orbán mit dem Ausschluss einen Gefallen tun würde und welche Argumente dennoch dafür sprechen. 

Viktor Orbán geriert sich als Europas Vorkämpfer gegen Migration. Ungarns Ministerpräsident diffamiert EU-Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker als Förderer illegaler Zuwanderung. Die Reaktion darauf ist die Drohung des Rauswurfs von Orbáns Partei Fidesz aus dem Fraktions-Verbund der europäischen Konservativen.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán sorgte in der Vergangenheit mit seinem EU-Kritischen Kurs für Irritationen in der Europäischen Volkspartei, der auch die CDU zugehört. Mit einer neuen Anti-EU-Kampagne scheinen die Gräben nun tiefer denn je. CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer findet in einem Interview mit dem "Spiegel" klare Worte.

Österreichs Innenminister Herbert Kickl ist der einzige Grund, warum es in der Mitte-Rechts-Regierung des Landes kracht. Der FPÖ-Hardliner reizt die Grenzen des Rechtsstaates aus. Gerade deshalb ist er für seine Partei so wichtig.

Im Asylstreit steht die Union von CDU und CSU auf dem Spiel und damit die gesamte Regierungskoalition. Zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer tobt ein Machtkampf, den Merkel nur mit Wohlwollen der Nachbarländer gewinnen kann. Doch auch hier ist die Lage vertrackt. Das Thema Migrationspolitik ist also reichlich aufgeladen. Umso positiver überrascht die unaufgeregte Diskussion bei "Maybrit Illner". 

In Polen und Ungarn sind autoritäre Tendenzen und Anfeindungen gegen die Europäische Union verbreitet. Trotzdem kassieren die Staaten weiter Fördergelder. Ein Experte erklärt, warum das so ist.

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat dem ungarischen Premier Viktor Orban zum Wahlsieg gratuliert. 

Bundeskanzler Sebastian Kurz will während der EU-Ratspräsidentschaft ein Brückenbauer zwischen Ost- und Westeuropa werden. Möglich wäre das: Er hat viele Trümpfe in der Hand. 

Droht der einstige Polit-Wunderknabe zum Buhmann zu werden? Sebastian Kurz weht auf europäischer Bühne ein durchaus scharfer Wind entgegen. Nicht allen ist der junge Shootingstar geheuer. Ist das gerechtfertigt?

Mit der neuen Regierung dürfte der Kuschelkurs zwischen Wien und Berlin vorbei sein. Kanzler Sebastian Kurz setzt auf Annäherung Viktor Orbán und Co. Das kann eine Gefahr sein – aber auch eine Chance.

Beinahe hätte die Witwe von Helmut Kohl einen Eklat provoziert: Offenbar wollte Maike Kohl-Richter, dass auf der Trauerfeier für den verstorbenen Altkanzler ausgerechnet Victor Orbán spricht.

Alexander Van der Bellen hat die Bundespräsidenten-Stichwahl deutlich vor dem FPÖ-Bewerber Norbert Hofer gewonnen. Österreichische und internationale Medien kommentieren den Sieg des Grünen-nahen Alexander Van der Bellen bei der Präsidentenwahl:

Die Bluttaten der vergangenen Wochen haben Angst ausgelöst und das rechtspopulistische Lager in Europa auf den Plan gerufen. Nach den Anschlägen nutzen führende Akteure die Gewalttaten für Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik. Doch was ist dran an den Aussagen und welche Verantwortung trägt Bundeskanzlerin Angela Merkel tatsächlich?

Er liest der Kanzlerin auf dem CSU-Parteitag die Leviten, droht mit Verfassungsklage - und besucht nun Wladimir Putin. Tut Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer das, um Angela Merkel zu schaden? Zumindest in diesem Fall nicht, sagt Politologe Heinrich Oberreuter. Der CSU-Experte erklärt auch, warum die Kanzlerin nicht mit Seehofer brechen kann.