... und raus bist Du! Entlassungen und Rücktritte unter Donald Trump

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Donald Trump hat sich von seinem Sicherheitsberater John Bolton getrennt. Es ist beileibe nicht das erste vorzeitige Aus im Apparat der Regierung Trump. Im Gegenteil: Unter Trump hat es aussergewöhnlich viele Personalwechsel gegeben. Die einen traten freiwillig zurück. Andere wurden regelrecht rausgeschmissen. Eine Auswahl. (Mit Material der dpa) © dpa

Madeleine Westerhout, 30. August 2019: Donald Trumps persönliche Sekretärin wirft hin, nachdem sie Informationen über die Präsidentenfamilie ausgeplaudert hatte. Sie hatte vergessen, den Journalisten klarzumachen, dass es sich um ein vertrauliches Gespräch gehandelt hatte. (im Bild mit Ex-Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders)
Alexander Acosta, 12. Juli 2019: Die Epstein-Affäre zwingt den Arbeitsminister zum Rücktritt. Dem Unternehmer Jeffrey Epstein wird sexueller Missbrauch zur Last gelegt. Und Acosta, damals Staatsanwalt in Florida, stimmte vor mehr als zehn Jahren einem umstrittenen Deal zu, der Epstein ein Verfahren vor einem Bundesgericht ersparte.
John Sanders, 26. Juni 2019: Der kommissarische Chef der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) kündigt in einem Brief an seine Mitarbeiter seinen Rücktritt an- nach nur zwei Monaten im Amt. Einen Grund für seine Entscheidung nennt Sanders nicht, doch stand der Grenzschutz zuletzt wegen der katastrophalen Zustände in einem Auffanglager für minderjährige Einwanderer in Texas in der Kritik.
Sarah Sanders, 14. Juni 2019: Donald Trumps Sprecherin, die in dreieinhalb Jahren im Amt zumindest nach aussen fast bedingungslose Loyalität zum US-Präsidenten gezeigt hatte, gibt ihren Posten auf. Zur Begründung sagt sie, sie wolle mehr Zeit mit ihrer Familie und ihren vier, fünf und sieben Jahre alten Kindern verbringen.
Rod Rosenstein, 30. April 2019: Der stellvertretende US-Justizminister kündigt seinen Rücktritt an. Nachdem Trump im Mai 2017 den damaligen FBI-Direktor James Comey gefeuert hatte, setzte Rosenstein den Sonderermittler Robert Mueller ein, um die Russland-Affäre um Trump zu untersuchen.
Randolph Alles, 8. April 2019: Einen Tag nach US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen räumt auch der ihr unterstellte Direktor des Secret Service seinen Posten.
Kirstjen Nielsen, 7. April 2019: Die Heimatschutzministerin verlässt die Regierung. Offiziell wird kein Grund für ihren Rücktritt genannt. Insidern zufolge soll Donald Trump ihr vorgeworfen haben, dass sie der Lage an der südlichen US-Grenze zu Mexiko nicht Herr wird. Die Grenzpolitik lag in ihrer Zuständigkeit.
Rex Tillerson, 13. März 2018: Trump verkündet auf Twitter, dass der Aussenminister seinen Posten räumen müsse. Spekulationen gab es schon länger.
Gary Cohn, 6. März 2018: Trumps Wirtschaftsberater kündigt seinen Rückzug an. Er war gegen von Trump angedrohte Strafzölle.
Hope Hicks, 28. Februar 2018: Die Kommunikationschefin und enge Trump-Vertraute teilt mit, sie werde das Weisse Haus verlassen. Was sie zu diesem Schritt bewegt hat, ist bis heute ihr Geheimnis.
Dina Powell, 8. Dezember 2017: Die Vize-Sicherheitsberaterin kündigt ihren Rückzug an. Die Ex-Investmentbankerin sagt, sie gehe in gutem Einvernehmen.
Anthony Scaramucci, 31. Juli 2017: Erst zehn Tage zuvor zum Kommunikationsdirektor bestallt, ist der Ex-Wallstreet-Banker seinen Posten schon wieder los.
Reince Priebus, 28. Juli 2017: Trumps Stabschef verlässt seinen Posten. Er sagt, freiwillig. Andere sagen, Trump habe ihn gefeuert.
Sean Spicer, 21. Juli 2017: Als sein Präsident ihm Anthony Scaramucci als Kommunikationsdirektor vorsetzen will, mag Trumps Sprecher nicht mehr und geht.
Walter M. Shaub, 6. Juli 2017: Der Direktor des unabhängigen Büros für Regierungsethik (Mitte) gibt entnervt auf.
James Comey, 9. Mai 2017: Trump entlässt den FBI-Chef, eine folgenreiche Sensation. Die Russland-Affäre nimmt immer weiter Fahrt auf.
Michael Flynn, 13. Februar 2017: Nach nur 23 Tagen im Amt tritt Trumps Sicherheitsberater zurück. Er ist in die Russland-Affäre über eine etwaige Wahlbeeinflussung verstrickt.
Sally Yates, 30. Januar 2017: Trump entlässt die amtierende Justizministerin und Chefanklägerin, offiziell vor allem wegen ihres Widerstands gegen seine Einwanderungspolitik.