Die einen werden hofiert, die anderen beschimpft: So telefoniert Donald Trump mit Regierungschefs

Insider aus dem Weissen Haus berichten bei CNN über die Telefongespräche von US-Präsident Donald Trump mit verschiedenen Regierungschefs. Während er sich vor den einen aufplustern soll, werden andere offenbar beschimpft.

Besonders häufig weise Trump in Gesprächen mit Putin darauf hin, wie viel stärker und klüger er sei im Vergleich zu den "Schwachköpfen", die vor ihm im Amt gewesen seien. Eine der CNN-Quellen vergleicht die Gesprächsatmosphäre der beiden mit der von "zwei Typen in einem Dampfbad".
Laut CNN ist einer der häufigsten Gesprächspartner von Donald Trump der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der Trump offenbar sogar beim Golfspielen stören darf. Besonders problematisch laut einer Quelle: Trump sei sehr uninformiert, was beispielsweise die Lage in Syrien angeht.
Trumps Telefongespräche mit Erdogan seien besonders "ungeheuerlich" hinsichtlich der schlechten Vorbereitung des US-Präsidenten. Eine Quelle behauptet, Erdogan habe Trump "ausgenommen wie eine Weihnachtsgans".
Auch mit Nordkoreas Diktator verbindet Trump eine ganz besondere Beziehung. Bei Gesprächen mit Kim Jong Un gehe es laut CNN vor allem um Trumps Reichtum, seine "grossartigen" Errungenschaften als Präsident und die "Idiotie" seiner Vorgänger.
Ganz ähnlich verlaufen offenbar auch Trumps Gespräche mit Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman.
So sehr sich Trump den Männern anbiedert, so unverschämt geht der US-Präsident jedoch offenbar mit weiblichen Staats- und Regierungschefinnen um. Auf die ehemalige britische Premierministerin Theresa May habe er es besonders abgesehen gehabt, so CNN.
Trump soll May einen "Dummkopf" genannt und ihr vorgeworfen haben, sie sei rückgratlos beim Bezug auf den Brexit, die NATO und ihre Einwanderungspolitik. May habe sich von den Schimpftiraden des US-Präsidenten offenbar einschüchtern lassen.
Eine ähnliche Taktik wie bei May versucht Trump offenbar auch regelmässig bei Bundeskanzlerin Angela Merkel. So soll der US-Präsident auch sie bereits "dumm" genannt und ihr vorgeworfen haben, die Russen hätten sie in der Hand.
An Merkel prallen Trumps Beschimpfungen aber offenbar ab. Sie kontere stets mit dem Verweis auf Fakten.
Auch Frankreichs Präsident Emanuel Macron sei ein Lieblingsopfer von Trumps Tiraden, auch oder vielleicht gerade weil Macron den US-Präsidenten sehr häufig anrufe und ihn von wichtigen Themen wie dem Klimawandel zu überzeugen versuche. Macron dringe aber sehr selten zu Trump durch, erklären die Quellen.
Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau kann Trump offenbar nicht besonders gut leiden. In Telefongesprächen verunglimpfe er seinen kanadischen Kollegen häufig und spreche mit ihm in einem feindseligen Ton, heisst es bei CNN.