Der Besuch von Aussenminister Ignazio Cassis in Washington war ein Erfolg: Sowohl der US-Aussenminister als auch der Sicherheitsberater von Donald Trump haben Interesse an einem Freihandelsabkommen signalisiert.

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Das erste Treffen eines Schweizer Aussenministers mit dem US-Aussenministerium seit fast zehn Jahren am Donnerstag ist sehr gut verlaufen, wie Ignazio Cassis laut der Nachrichtenagentur SDA mitteilte.

Zweimal "Ja"

Die wichtigste Neuigkeit: Amerika ist interessiert an einem Handelsabkommen mit der Schweiz. Das sagten John Bolton, Nationaler Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, und US-Aussenminister Mike Pompeo Cassis zu.

Die Schweiz müsse nun konkrete Vorschläge machen – am besten so schnell wie möglich, berichtet die SDA. Cassis zeigte sich motiviert: "Ich werde in Bern sofort mit Wirtschaftsminister Guy Parmelin zusammensitzen und ihm genau berichten, was wir hier besprochen haben", zitiert die Agentur Cassis.

Kein Druck in Sachen Venezuela

Ein weiteres Thema des Treffens war die Lage in Venezuela, wo derzeit Juan Guaidó, Präsident der Nationalversammlung, und Staatschef Nicolás Maduro um die Macht ringen. In den Gesprächen in Washington sei die Schweiz aber nicht unter Druck gesetzt worden, Guaidó als Interimspräsidenten anzuerkennen.

Auch sonst sieht Cassis das Treffen positiv: Es sei mit den beiden Hardlinern ruhig und freundschaftlich zugegangen, die Minister wären sich einig gewesen und würden die gleiche Linie vertreten. (mia)  © 1&1 Mail & Media / SN