An deutsche Politiker verschickte Briefe mit einer verdächtigen Substanz haben bei den Behörden für Aufregung gesorgt. Es wurde ein Giftanschlag vermutet. Das Bundeskriminalamt (BKA) konnte später jedoch Entwarnung geben: Die Substanz sei harmlos.

Wer verschickte Umschläge mit rätselhaften Inhalt an mehrere Politiker? Die Adressaten sind nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung unter anderem Alt-Kanzler Gerhard Schröder, die Oppositionspolitikerinnen Claudia Roth (Grüne), Katja Kipping und Gesine Lötzsch (beide Die Linke) sowie die Ehefrau von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Der Brief an Ingeborg Schäuble sei an die Privatwohnung des Ehepaars geschickt worden.

Schröders Büro hat laut der Nachrichtenagentur dpa den Eingang eines verdächtigen Briefes bestätigt. Eine Sprecherin des BKA sagte der "Bild"-Zeitung zufolge, dass die gefundene bräunliche Substanz sich als harmlos erwiesen habe.

Die "Bild" beruft sich auf Sicherheitskreise. Ein Brief mit arabischer Schrift an Schröder soll Hinweise auf eine salafistische Gruppe geben. Auch mehrere russische Generalkonsulate sollen ähnliche verdächtige Briefe erhalten haben.

Für den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder ist es schon der nächste unerfreuliche Zwischenfall: Die Feier zu seinem70. Geburtstag im Schlosshotel Kronberg musste wegen der Bombendrohung eines anonymen Anrufers unterbrochen werden. (com)