Klare Worte von Ralf Stegner: Der Bundesvize der SPD sagt, dass die Personaldebatten seiner Partei geschadet hätten. Viele hätten in den vergangenen Tagen "in den Abgrund geschaut".

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SPD-Bundesvize Ralf Stegner erwartet, dass seine Partei jetzt zügig die richtigen Lehren aus ihren jüngsten Querelen zieht. "Ich hoffe, dass allen der Schrecken in die Glieder gefahren ist", sagte der schleswig-holsteinische Landesvorsitzende am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Die Personaldebatten hätten der Partei massiv geschadet. "Ich fand den Rücktritt von Martin Schulz bedauerlich", sagte Stegner. "Aber wenn das einen Nutzen hat, dann hoffentlich den, dass alle sich zusammenreissen und sagen, jetzt geht es um die Inhalte."

Nahles als Schulz-Nachfolgerin nominiert

Die SPD habe eine sehr schlechte Woche hinter sich, sagte Stegner. "Da haben viele, glaube ich, in den Abgrund geschaut."

Schulz hatte am Dienstag seinen sofortigen Rücktritt vom Parteivorsitz erklärt. Die SPD-Spitzengremien nominierten daraufhin Fraktionschefin Andrea Nahles für die Wahl zur Nachfolgerin.

Bis zur Wahl am 22. April bei einem Sonderparteitag in Wiesbaden wird der dienstälteste Parteivize, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, die SPD kommissarisch führen.  © dpa

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