Wie sehr die Wähler bei der Landtagswahl in Bayern mit scheinbaren Automatismen aufgeräumt haben, zeigt das historische Novum, dass die Grünen im Freistaat sechs Direktmandate geholt haben. Ein Beleg für ihre Popularität gerade bei der urbanen Bevölkerung.

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Die Grünen haben bei der bayerischen Landtagswahl sechs Direktmandate geholt - fünf davon in München. Es ist das erste Mal, dass die Partei überhaupt ein Direktmandat in Bayern bekommt.

CSU und SPD abgestraft, Grüne und FW die Gewinner - Ergebnisse im Detail.

Die beiden Grünen-Spitzenkandidaten Ludwig Hartmann (40) und Katharina Schulze (33) bekamen nach Angaben des Landeswahlleiters in ihren jeweiligen Stimmkreisen München-Mitte und -Milbertshofen 44 beziehungsweise 34,9 Prozent der Erststimmen.

Auch Christian Hierneis (34,3 Prozent/Schwabing), Gülseren Demirel (30,9 Prozent/Giesing) und Benjamin Adjei (26,2 Prozent/Moosach) holten in ihren Münchner Stimmkreisen die meisten Erststimmen.

In Würzburg hatten die Grünen kurz zuvor ihr erstes Direktmandat überhaupt in Bayern geholt. Nach Auszählung des Stimmkreises Würzburg-Stadt kam Patrick Friedl auf 29,93 Prozent der Erststimmen.

Die Stimmkreise in München wurden seit der Landtagswahl 2013 neu aufgeteilt, die Ergebnisse sind daher nicht miteinander vergleichbar. (dpa/mwo)