Sebastian Kurz wird der nächste Kanzler, die SPÖ verliert weiter Stimmen, kann sich jedoch voraussichtlich auf Platz zwei halten. Für eine der Nationalratsparteien reicht es nicht für einen Wiedereinzug. Unser Ticker in der Nachlese.

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  • ÖVP liegt laut vorläufigem Endergebnis klar vorn
  • SPÖ mit historisch schlechtestem Ergebnis
  • FPÖ für Ibiza-Affäre abgestraft
  • Grüne ziehen mit Rekordergebnis wieder in den Nationalrat ein
  • NEOS legen zu
  • Liste Pilz packt Vier-Prozent-Hürde nicht
  • Frage der Koalition offen

Das vorläufige Endergebnis der Nationalratswahl - ohne und mit Wahlkartenprognose

21:13 Uhr: Das vorläufige amtliche Endergebnis ohne Briefwahlergebnisse ist da:

Die sonstigen Parteien kommen auf 1,1 Prozent. Darunter subsummieren sich folgende Parteien:

  • KPÖ: 25.907 Stimmen, 0,7 Prozent
  • WANDL: 16.209 Stimmen, 0,4 Prozent
  • BZÖ: 696 Stimmen, 0,0 Prozent
  • BIER: 3.649 Stimmen, 0,1 Prozent
  • CPÖ: 230 Stimmen, 0,0 Prozent
  • GILT: 1.313 Stimmen, 0,0 Prozent
  • SLP: 252 Stimmen, 0,0 Prozent

Innenminister Wolfgang Peschorn rechnet damit, dass es zumindest 930.000 gültige Wahlkartenstimmen geben wird. Inklusive der Wahlkartenprognose sieht das vorläufige Ergebnis so aus:

Damit verabschiede ich mich von Ihnen. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit an diesem spannenden Wahlabend.

21:03 Uhr: Wer könnte mit wem regieren? Nach aktuellem Stand hätte auch Türkis-Grün eine Mehrheit:

20:57 Uhr: Auch Wien ist ausgezählt - und das einzige Bundesland, in dem die SPÖ Wahlsiegerin ist, mit 28,9 Prozent der Stimmen.

Wählerstromanalyse: FPÖ verliert an ÖVP und Nichtwähler

20:53 Uhr: Die Wählerstromanalyse des Sora-Instituts ist fertig. Am meisten hat die ÖVP unzufriedene FPÖ-Wähler für sich gewinnen können.

Die Grünen haben vor allem von der SPÖ, der Liste Pilz und den NEOS Wähler abgezwackt.

Die FPÖ hat nicht nur zahlreiche Wähler an die Türkisen verloren, sondern viele sind zu Nichtwählern geworden.

20:49 Uhr: Die Spitzenkandidaten und die Wahlergebnisse im Überblick:

20:25 Uhr: Ohne Wahlkartenstimmen sind mittlerweile alle Bundesländer bis auf Wien laut Innenministerium vollständig ausgezählt. Und in allen ist die ÖVP die stärkste Kraft, auch in Kärnten. Salzburg bleibt der Spitzenreiter mit 47,5 Prozent der Stimmen für die Türkisen.

20:20 Uhr: Bundespräsident Alexander Van der Bellen blickt am Anfang seiner Rede zur Nationalratswahl zurück auf den Auslöser dieser vorgezogenen Neuwahlen, bedankt sich bei allen Wählerinnen und Wähler, die ihre Stimme abgegeben haben. Und er bedankt sich auch explizit bei allen Spitzenkandidatinnen und -kandidaten. Gratulation geht an den Wahlsieger Sebastian Kurz, den er als erstes zu sich bitten wird.

Er hoffe, das Wohlergehen von ganz Österreich werde nun vor parteitaktische Überlegungen gestellt, sagt das Staatsoberhaupt. Das Wichtigste sei, dass die Bürger des Landes wüssten, was als nächstes komme.

20:12 Uhr: SPÖ-Obfrau Pamela Rendi-Wagner hält im ORF-Interview an ihrem Mantra fest, dass ihre Partei den richtigen Wahlkampf gemacht habe. Sie sieht einen Grund für das Ergebnis auch darin, dass enttäuschte Grün-Wähler wieder zu den Grünen zurückgekehrt seien.

Es sei nun an Bundespräsident Van der Bellen und Wahlsieger Kurz: "Es liegt an der ÖVP die nächsten Schritte für Gesprächseinladungen zu setzen."

FPÖ hadert, Kurz will Verantwortung übernehmen

20:08 Uhr: FPÖ-Chef Norbert Hofer betont, die Freiheitlichen müssten sich "neu aufstellen" und "aus den Fehlern der Vergangenheit lernen". Wie schon Generalsekretär Vilimsky sagt er, aus dem Ergebnis lasse sich kein Auftrag herauslesen, die Koalition mit der ÖVP fortzuführen. An der Doppelspitze mit Kickl will er aber festhalten.

Für ihn persönlich sei der Wahlkampf auch aufgrund einer Fiebererkrankung zum Schluss sehr belastend gewesen. "Der Rucksack wurde immer schwerer", sagt Hofer.

20:03 Uhr: Wahlsieger Sebastian Kurz will sich noch nicht dazu äussern, welche Koalitionsvarianten für ihn infrage kommen. Stattdessen spricht er davon, dass "der politische Diskurs in unserem Land" besser werden müsse. Das gelte "sowohl zwischen Parteien, als auch zwischen Politikern generell".

Er sei dankbar, vom Volk wiedergewählt worden zu sein. "Ich nehme das Ergebnis als das wahr was es ist, eine grosse Verantwortung, mit der gilt es verantwortungsbewusst umzugehen", sagt er im Interview mit dem ORF.

19:45 Uhr: Peter Pilz ist vom Ergebnis der von ihm gegründeten Liste Jetzt "natürlich enttäuscht". Man habe zuletzt zwar eine Aufholjagd gestartet, aber: "Wir haben letztlich etwas zu wenig Zeit gehabt", sagt Pilz vor Journalisten bei seiner Ankunft im Medienzentrum.

Es sei klar, dass für ihn kein Weg mehr ins Parlament führe, sagt der Noch-Abgeordnete. Unklar ist, ob der Rauswurf aus dem Nationalrat auch das Ende der Liste Jetzt bedeutet: Diese Frage will Pilz nicht beantworten.

Gesprächiger ist der ehemalige Grünen-Abgeordnete, was seine persönliche Zukunft angeht: Er will Journalist werden. "Ich wechsle jetzt mal kurz die Seiten und werde ein Kollege von ihnen, ob ihnen das passt oder nicht", meint Pilz zu den Medienvertretern. Künftig werde er sich um sein Online-Medium zack.zack kümmern. Erst einmal gehe es jedoch für ihn und seine Frau in den Süden, konkret Italien.

18:33 Uhr: Polit-Analyst Wolfgang Bachmayer hat vor der Wahl das FPÖ-Debakel in einem Gastbeitrag für den "Kurier" vorhergesagt. Er prognostizierte ein Ergebnis von unter 20 Prozent.

"Bilder von Gucci-Taschen und Chanel-Kostümen wirken beim 'kleinen Mann' noch stärker als die 'normalen' Skandale", argumentiert Bachmayer. Dazu komme Kritik von blauen Ex-Granden und Chaos an der Parteispitze. "Nach der Wahl werden dort die Schuldzuweisungen und Rachefeldzüge erst richtig ausbrechen."

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Nationalratswahl in Österreich: Das Ergebnis in Gesichtsausdrücken

Österreich hat gewählt. Welche Partei zu den Siegern zählt, welche zu den Verlierern, lässt sich an den Gesichtsausdrücken der Anhänger unschwer erkennen. Die besten Bilder.

Wahl in Österreich: ÖVP gewinnt mindestens in fünf Bundesländern

19:24 Uhr: Mittlerweile sind laut Innenministerium die Stimmen in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Steiermark und im Burgenland komplett ausgezählt. In allen fünf Bundesländern ist die ÖVP die Wahlsiegerin

Im traditionell ÖVP-regierten Tirol landen die Türkisen bei 47,4 Prozent, in Salzburg sind es sogar 47,5 Prozent.

Im traditionell roten Wien wird die SPÖ den Prognosen zufolge stimmenstärkste Kraft, dahinter die ÖVP und die Grünen.

19:08 Uhr: So sieht die aktuelle Sitzverteilung im Nationalrat aus:

19:00 Uhr: Falls Sie sich gefragt haben sollten, wie viel Geld die Parteien die vergangenen Monate für Facebook-Werbung ausgegeben haben: Das hat Journalistin Ingrid Brodnig ausgerechnet. Über eine Million Euro sind demnach seit Mai geflossen.

18:58 Uhr: Den Grünen sei genauso zu gratulieren wie der ÖVP, betont der stellvertretende NEOS-Chef Sepp Schellhorn. Seine eigene Partei habe zwar "für alles ein Konzept", sei mit ihren Themen aber nicht durchgekommen.

18:56 Uhr: "Wir reden mit allen, die mit uns reden wollen", sagt der SPÖ-Abgeordnete und Ex-Verkehrsminister Jörg Leichtfried. Mit einer Ausnahme: "Mit der FPÖ reden wir aus den bekannten Gründen nicht."

18:54 Uhr: "Wir rennen natürlich nicht davon", sagt die Grünen-Politikerin Sigrid Maurer bei ServusTV. Für eine Koalition mit der Kurz-ÖVP brauche es aber "eine 180-Grad-Wende".

18:39 Uhr: Gernot Blümel, Chef der Wiener ÖVP, ist zufrieden, dass das Ergebnis "so aussieht, wie es aussieht", sagt er im ORF. Es seien jene Parteien abgestraft worden, die Sebastian Kurz im Nationalrat abgewählt hätten.

18:30 Uhr: Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) ist der Meinung, das Wahlergebnis sei ein schlechtes Zeichen für Österreich - und für die Sicherheit im Land. Sebastian Kurz habe im Wahlkampf "alles versprochen. Und nun werden wir sehen, was er halten wird."

Rendi-Wagner von SPÖ: "Wir sind nicht zufrieden damit"

18:28 Uhr: Bisher schliesst die SPÖ personelle Konsequenzen aus. Kann sich Pamela Rendi-Wagner an der Spitze halten? Politologe Peter Filzmaier glaubt: Ja.

Zum einen habe Rendi-Wagner das historisch schlechte Ergebnis nicht allein zu verantworten, zum anderen stelle sich die Frage, wer das Amt des Parteichefs sonst übernehmen könnte. "Sie haben schliesslich keinen unentdeckten Wunderwuzzi." Zudem stünden in mehreren Bundesländern Landtagswahlen an.

Am 13. Oktober wählt Vorarlberg einen neuen Landtag, am 24. November stehen in der Steiermark vorgezogene Neuwahlen an. Und auch Anfang des neuen Jahres wird gewählt: Am 26. Jänner stehen Landtagswahlen im Burgenland sowie Gemeinderatswahlen in Niederösterreich an.

18:25 Uhr: SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner bedankt sich bei ihren Wählerinnen und Wählern. Doch sie macht auch klar: "Wir haben ein Ergebnis. Oder ein Zwischenergebnis. Es ist nicht das, wofür wir wochenlang gekämpft haben. Wir sind nicht zufrieden damit, so ehrlich muss man sein."

Man habe auf die richtigen Themen gesetzt. Der heutige Tag sei nur eine Zwischenstation.

18:19 Uhr: "Das zeichnet sich überhaupt nicht ab", kommentiert Grünen-Chef Werner Kogler im ORF die Frage, was sich ändern müsste, um in eine Koalition mit der ÖVP zu gehen. Man müsse erst einmal die Parteistrukturen wieder aufbauen.

Zudem habe er den Eindruck, Kurz habe bis Samstag mit einer Neuauflage von Türkis-Blau geliebäugelt. Für die Grünen sei der Wiedereinzug in den Nationalrat das Wichtigste.

Wahl in Österreich: Kurz ist „überwältigt“

18:14 Uhr: "Ich bin überwältigt. Ich bin überwältigt. Danke. Vielen, vielen Dank!": So sieht die erste Reaktion von Wahlsieger Sebastian Kurz aus.

Seine Partei habe mit einem guten Ergebnis gerechnet, aber dass es so hoch ausfallen würde, habe man nicht erwarten können. Kurz bedankt sich für das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler. "Wir nehmen dieses Vertrauen demütig an."

Karl Nehammer musste gegen frenetisch jubelnde Kurz-Fans anschreien.

18:07 Uhr: Die aktuelle Hochrechnung inklusive Wahlkartenprognose ist da. 66 Prozent der Stimmen sind ausgezählt.

  • ÖVP: 37,0 Prozent (+5,5 Prozentpunkte)
  • SPÖ: 21,8 Prozent (-5,1)
  • FPÖ: 16,0 Prozent (-10)
  • Grüne: 14,1 Prozent (+10,3)
  • NEOS: 7,8 Prozent (+2,5)
  • JETZT: 2 Prozent (-2,5)
  • Sonstige: 1,3 Prozent (-0,8)

Quelle: ORF/Sora Institut (Schwankungsbreite 1 Prozentpunkt)

18:04 Uhr: NEOS-Chefin Beate Meins Reisinger bedankt sich bei ihren Fans. Klar sei, dass es in der österreichischen Geschichte noch nie ein so starkes Ergebnis für eine liberale Partei gegeben habe.

17:50 Uhr: Vor zwei Jahren hat Werner Kogler die aus dem Nationalrat geflogenen Grünen übernommen - und nun das beste Ergebnis in der Historie der Partei erreicht.

17:48 Uhr: 61 Prozent der Stimmen sind ausgezählt. So sieht die aktuelle Hochrechnung aus:

  • ÖVP: 36,8 Prozent (+5,3 Prozentpunkte)
  • SPÖ: 22 Prozent (-4,8)
  • FPÖ: 16,1 Prozent (-9,9)
  • NEOS: 7,6 Prozent (+2,4)
  • JETZT: 2 Prozent (-2,4)
  • Grüne: 14,2 Prozent (+10,4)
  • Sonstige: 1,3 Prozent (-0,9)

Quelle: ORF/Sora Institut (Schwankungsbreite 1 Prozentpunkt)

Die zweite Hochrechnung mit Briefwahlprognose

  • ÖVP: 37,2 Prozent (+5,7 Prozentpunkte)
  • SPÖ: 21,8 Prozent (-5,1)
  • FPÖ: 16,0 Prozent (-10)
  • NEOS: 7,5 Prozent (+2,2)
  • JETZT: 1,9 Prozent (-2,5)
  • Grüne: 14,3 Prozent (+10,5)
  • Sonstige: 1,3 Prozent (-0,9)

Quelle: ORF/Sora Institut (Schwankungsbreite 1,6 Prozentpunkte)

17:36 Uhr: Herta Emmer, Geschäftsführerin der Liste Jetzt, erklärt, der Wahlkampf habe ihre Partei kalt erwischt. Die Wähler hätten der Partei "ein paar Kinderkrankheiten" nicht verziehen.

17:29 Uhr: Der stellvertretende NEOS-Parteichef Nikolaus Scherak betont, dass seine Partei grundsätzlich bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. Man brauche stabile Mehrheiten im Parlament.

Aktuell bräuchte Kurz die NEOS nicht für eine Koalition.

17:27 Uhr: FPÖ-Grande Andreas Mölzer fordert ebenfalls einen Neustart der Partei - allerdings explizit in der Opposition.

Wahl in Österreich 2019: FPÖ-Generalsekretär sieht keinen Regierungsauftrag

17:24 Uhr: FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky sieht aktuell keinen Auftrag, die türkis-blaue Regierungsarbeit fortzusetzen. Er interpretiere das Ergebnis als Auftrag für einen Neustart, betont er im ORF-Interview.

Die FPÖ werde sich darum bemühen, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Ob dies in der Opposition geschehen werde? "Nun ist Sebastian Kurz am Zug. Wir wollen eine Rückholaktion starten", sagt Vilimsky.

17:19 Uhr: "Wir haben uns ein besseres Ergebnis erwartet", sagt SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda. Mit diesem Ergebnis könne die SPÖ nicht zufrieden sein. Er betont gleichzeitig, er kommentiere hier Hochrechnungen.

Es sei zur Kenntnis zu nehmen, dass sich die Wähler trotz der Ibiza-Affäre so entschieden hätten. Für die SPÖ ist es das historisch schlechteste Ergebnis.

17:16 Uhr: Es ist ein Erdrutschsieg für die ÖVP. Man habe sogar das bisherige Rekordergebnis von Franz Vranitzky eingestellt, jubelte Generalsekretär Karl Nehammer im ORF-Interview. Es sei ein sehr intensiver Wahlkampf Wahlkampf gewesen.

17:13 Uhr: Die ÖVP gewinnt laut der ersten Hochrechnung die Nationalratswahl 2019 mit einem Rekordvorsprung. Für die Liste Jetzt ist die Vier-Prozent-Hürde hingegen ausser Reichweite.

Ergebnis Hochrechnung der Wahl in Österreich 2019

  • ÖVP: 37,2 Prozent (+5,7 Prozentpunkte)
  • SPÖ: 22,0 Prozent (-4,9)
  • FPÖ: 16,0 Prozent (-10)
  • NEOS: 7,4 Prozent (+2,1)
  • JETZT: 1,8 Prozent (-2,6)
  • Grüne: 14,3 Prozent (+10,5)

Quelle: ORF/SORA (Schwankungsbreite 1,8 Prozentpunkte)

17:01 Uhr: Die Exit Poll von Oe24.tv

  • ÖVP 37 Prozent (+5,5 Punkte)
  • SPÖ 23 Prozent (-3,9)
  • FPÖ 17 Prozent (-6)
  • Grüne 12 Prozent (+8,3)
  • NEOS 8 Prozent (+2,7)
  • JETZT 2 Prozent (-2,4 Punkte)

Quelle: research affairs

16:49 Uhr: Eine erste Einschätzung zur heutigen Nationalratswahl soll übrigens so früh wie nie vorliegen: Der Sender Oe24.tv will schon um 16:55 Uhr erste Exit Polls veröffentlichen.

Dabei handelt es sich um Hochrechnungen, die auf Nachwahlbefragungen basieren. Wähler und Wählerinnen werden dafür beim Verlassen des Wahllokals danach gefragt, wem sie ihre Stimme gegeben haben.

Erst um 17:00 schliessen die Wahllokale.

16:42 Uhr: Zur Erinnerung - so sah das Ergebnis der Nationalratswahl 2017 aus:

  • ÖVP: 31,47 Prozent (+7,48 Punkte)
  • SPÖ: 26,86 Prozent (+0,04)
  • FPÖ: 25,97 Prozent (+5,46)
  • Grüne: 3,8 Prozent (-8,62)
  • NEOS: 5,3 Prozent (+0,34)
  • Pilz: 4,41 Prozent
  • Sonstige: 2,2 Prozent (-9,1)

Laut Umfragen sind drei Koalitionen möglich

16:34 Uhr: Schon jetzt ist klar, dass Sebastian Kurz ohne Koalitionspartner wohl nicht regieren kann. Den letzten Umfragen zufolge würden sich drei Koalitionen ausgehen:

  • ÖVP - FPÖ
  • ÖVP - SPÖ
  • ÖVP - Grüne - NEOS

In den vergangenen Wochen brachte Kurz immer wieder das Thema Minderheitsregierung zur Sprache. Bundespräsident Van der Bellen wird den ÖVP-Chef voraussichtlich kommende Woche mit der Regierungsbildung beauftragen. Wenn er mit den anderen Parteien verhandelt, es aber keine Einigung gibt, könnte das eine Option sein. Denn eine Regierungsmehrheit gegen Kurz, ist nicht sonderlich realistisch, wie ORF-Anchor Armin Wolf in einem Blogeintrag festhält.

16:13 Uhr: 18 Monate war das Kabinett Sebastian Kurz I im Amt, bis die Ibiza-Affäre die Koalition sprengte. Ökonom Sebastian Bohrn Mena rechnet damit, dass es in ähnlicher Tonalität weitergehen könnte:

16:09 Uhr: Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein hat in einer Volksschule in Wien-Neubau ihre Stimme abgegeben. Gesprächig war sie nach Angaben der Austria Presse Agentur nicht. Sie sagte nur knapp: "Das ist ein wichtiger Tag für Österreich."

16:03 Uhr: In der ORF-Wahlsendung nennt Politologe Filzmaier die Fragen, die seiner Ansicht nach im Zentrum dieser Wahl stehen:

  • 1. Stimmen die Umfragen, die Sebastian Kurz einen Erdrutschsieg prognostizieren?
  • 2. Wer macht das Rennen um Platz zwei?
  • 3. Welche Koalitionen werden möglich sein?

Peter Filzmaier zur Wahl in Österreich: Überraschend wäre, wenn die ÖVP nicht Erster wird

15:53 Uhr: Welches Ergebnis würde den Politanalysten der Nation, Peter Filzmaier, so richtig überraschen?

"Die sichere Antwort wäre: wenn die Liste von Peter Pilz Erster wird. Die ehrliche Antwort ist: Überraschend wäre natürlich, dass die ÖVP nicht Erster wird", sagte er zuvor in einem Interview.

Filzmaier ist übrigens Wahlkartenwähler. "Es würde sich ausgehen, auf dem Weg zum ORF am Wahllokal, das sehr früh öffnet, vorbeizufahren, aber irgendwas ist ja immer – auch darum bin ich Briefwähler."

15:36 Uhr: Die Kollegen vom "Standard" haben ein Bullshit-Bingo zum Wahlabend veröffentlicht. Ausdrucken, ankreuzen und ja nicht vorschnell "Bingo" schreien.

Erster Rekord ist schon gefallen

15:26 Uhr: Ein Rekord ist bereits gefallen - jener der Wahlkarten nämlich. 1.070.933 Stück wurden diesmal ausgestellt. Insgesamt sind 6,4 Millionen Österreicherinnen und Österreicher aufgerufen, zur Urne zu schreiten.

Die Briefwahlstimmen könnten die Mehrheitsverhältnisse diesmal verschieben. Möglicherweise stehen diese erst am Montag mit der Auszählung der Briefwahlstimmen oder sogar erst am Donnerstag mit der Auszählung aller Wahlkarten fest.

Traditionell wählen Briefwähler häufiger grün oder SPÖ als ÖVP oder FPÖ.

15:19 Uhr: Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat ebenso wie Österreichs Parteichefinnen und -chefs sein Kreuzerl bereits gemacht.

Sebastian Kurz schritt gemeinsam mit Lebensgefährtin zur Urne.

15:11 Uhr: Für so manchen gerät die Stimmabgabe heute zum Spiessroutenlauf:

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Fotos aus aller Welt: Erstaunliche Augenblicke

Hier sehen Sie - ständig aktualisiert - die aussergewöhnlichsten Fotos aus aller Welt.

15:07 Uhr: Herzlich willkommen zu unserem Wahl-Ticker. Österreich sucht eine neue Regierung - und wir suchen mit. Bei den vorgezogenen Nationalratswahlen 2019 will Sebastian Kurz erneut Kanzler werden. Wie sich die Österreicher entscheiden, erfahren Sie hier heute live.

Wahl in Österreich 2019: Was sagen die Umfragen?

Die Zeichen stehen gut für Sebastian Kurz, der mit seiner ÖVP in aktuellen Umfragen vorne liegt. Allerdings stellt sich die Frage: Mit welcher Partei will Kurz koalieren? In Frage kommen die SPÖ und die FPÖ. Die FPÖ kämpft nach der Ibiza-Affäre, die letztendlich zu Neuwahlen führte, mit weiteren Aufregern. Bei der SPÖ gibt es Vorbehalte gegen Kurz. Deshalb gibt es noch eine weitere Option. Die sogenannte "Dirndl-Koalition" bestehend aus ÖVP, Grünen und Neos.

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Teaserbild: © AFP