Hillary Clinton absolviert ihren ersten öffentlichen Auftritt nach der bitteren Wahlniederlage gegen Donald Trump und muss zugeben: "Hierher zu kommen war für mich wirklich nicht einfach", meint sie bei einer Benefiz-Gala.

Einige Republikaner sprechen schon von "stalinistischen Säuberungen".

Hillary Clinton galt vor der US-Wahl als klare Favoritin auf die Präsidentschaft. Deshalb war ihre Niederlage gegen Donald Trump umso bitterer - wie sie jetzt in ihrem ersten öffentlichen Auftritt nach der Wahl eingesteht.

Clinton: "Nie mehr das Haus verlassen"

Bei einer Benefiz-Gala zugunsten einer Kinderschutzvereinigung sagte sie: "Hierher zu kommen war für mich wirklich nicht einfach. In der letzten Woche gab es mehrere Momente, in denen ich mich nur mit einem guten Buch und unseren Hunden ins Bett legen und nie mehr das Haus verlassen wollte."

Seit der Wahl vor gut einer Woche fragten sich viele Menschen, ob die USA "das Land sind, für das wir sie gehalten haben".

Für die USA unter einem Präsidenten Donald Trump forderte sie: "Wir sind es unseren Kindern, unseren Familien und unserem Land schuldig, engagiert zu arbeiten, uns auf jeder Ebene weiter einzumischen."

Clinton spricht von Spaltung in Bevölkerung

Die Wahl habe eine tiefe Spaltung in der Bevölkerung zutage gebracht, sagte Clinton. Sie sei stärker enttäuscht, "als ich es jemals ausdrücken könnte".

Ihre Anhänger forderte sie auf: "Wir brauchen Euch. Amerika braucht euch, eure Energie, eure Ambition, euer Talent. So werden wir die nächsten Jahre durchstehen."

Zu ihrer eigenen politischen Zukunft äusserte sich Hillary Clinton aber nicht. Experten gehen nicht davon aus, dass sie nach der Niederlage noch Chancen auf ein grösseres politisches Amt haben könnte. (mom)

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