Merkel gratuliert Biden: "Ich wünsche ihm von Herzen Glück und Erfolg"

Joe Biden hat die US-Wahl 2020 gewonnen. Kaum war das Ergebnis publik, meldeten sich hochrangige Politiker zu Wort, darunter etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Reaktionen. (msc/dpa)

Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD): "Jetzt gibt es die Chance, ein neues und spannendes Kapitel in den transatlantischen Beziehungen aufzuschlagen."
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: "Mit Ihrer Präsidentschaft verbinden sich die Hoffnungen unzähliger Menschen, weit über die Grenzen Ihres Landes hinaus, auch in Deutschland. Es ist die Hoffnung auf eine neue Gemeinsamkeit. Es ist die Hoffnung auf Verlässlichkeit, Vernunft und die beharrliche Arbeit an Lösungen in einer unruhigen Welt. Sie werden in Deutschland einen starken Partner finden. Lassen Sie uns gemeinsam mit unseren europäischen Nachbarn die transatlantische Partnerschaft erneuern."
Aussenminister Heiko Maas (SPD): "Wir wollen in unsere Zusammenarbeit investieren, für einen transatlantischen Neuanfang, einen New Deal."
CSU-Chef Markus Söder: "Yes he can! Bin sehr erleichtert, dass der Wahlkrimi ein gutes Ende genommen hat. Mein Vertrauen in die amerikanische Demokratie ist wieder gestärkt. Jetzt sollte das bizarre Schauspiel der letzten Tage ein Ende finden."
CDU-Politiker Friedrich Merz: "Die Welt atmet auf. Mit Ihnen gibt es eine Chance, dass Europa und Amerika wieder besser zusammenarbeiten und gemeinsam für Frieden und Freiheit auf der Welt einstehen."
FDP-Chef Christian Lindner: "Es wird nun nicht jede Meinungsverschiedenheit mit den USA verschwinden, aber es gibt die Chance auf einen Neustart der transatlantischen Partnerschaft. Wir Europäer sollten sie nutzen."
Grünen-Chefin Annalena Baerbock: "Was für eine befreiende Nachricht!"
Linken-Chefin Katja Kipping: "Knapp die Hälfte der Stimmen bekam ein grossmäuliger Lügner, der täglich seine Verachtung für Demokratie, Frauen und alle, die ihm zu widersprechen wagten, gezeigt hat. Donald Trumps Aufruf, das Auszählen der Stimmen zu stoppen, offenbart seine Missachtung gegenüber der Demokratie."
Der frühere US-Präsident Barack Obama: "Er wird wie kein anderer neuer Präsident zuvor mit einer Reihe ausserordentlicher Herausforderungen konfrontiert sein - einer tobenden Pandemie, einem ungleichen Wirtschafts- und Justizsystem, einer bedrohten Demokratie und einem gefährdeten Klima."
Die frühere US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton: "Die Wähler haben gesprochen, und sie haben Joe Biden und Kamala Harris zu unserem nächsten Präsidenten und Vizepräsidenten gewählt."
Der frühere US-Präsident Bill Clinton: "Amerika hat gesprochen und die Demokratie hat gewonnen."
Der frühere US-Präsident Jimmy Carter (rechts), hier 1978: Er freue sich darauf, "die positiven Veränderungen zu sehen, die sie unserem Land bringen werden".
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: "Die EU und die USA sind Freunde und Verbündete, unsere Bürgerinnen und Bürger haben die tiefsten Verbindungen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem designierten Präsidenten Biden."
Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen: "Grosse Aufgaben unserer Zeit, wie die Bekämpfung der Klimakrise oder der Corona-Pandemie können wir als internationale Staatengemeinschaft nur gemeinsam lösen. Europa steht bereit."
"Der Höhepunkt der zweiten Welle ist vorbei", sagt Macron über die Corona-Lage in Frankreich.
Kanadas Premierminister Justin Trudeau: "Unsere beiden Länder sind enge Freunde, Partner und Verbündete. Wir teilen eine Beziehung, die einzigartig auf der Weltbühne ist. Ich freue mich wirklich sehr darauf, mit euch beiden zusammenzuarbeiten und darauf aufzubauen."
Israels Premier Benjamin Netanjahu: "Joe, wir haben seit fast 40 Jahren eine lange und herzliche persönliche Beziehung", schrieb Netanjahu am Sonntag bei Twitter. Seinem engen Verbündeten, Amtsinhaber Donald Trump, dankte er "für die Anerkennung Jerusalems und der Golanhöhen, für die entschlossene Haltung gegenüber dem Iran, für die historischen Friedensabkommen".
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat Joe Biden und seiner Stellvertreterin Kamala Harris zum Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl gratuliert. Er freue sich auf eine Zusammenarbeit mit Biden und seiner Regierung, "um die palästinensisch-amerikanischen Beziehungen zu verbessern und Freiheit, Unabhängigkeit, Gerechtigkeit und Würde für unser Volk zu erzielen".
Für Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson - auch kein Freund der leisen Worte - ist die Sache jedoch klar: Auch er gratulierte Joe Biden zu dessen Wahl zum US-Präsidenten und Kamala Harris zu "ihrem historischen Erfolg". "Die USA sind unser wichtigster Verbündeter."
Noch-US-Präsident Donald Trump indes akzeptiert seine Niederlage immer noch nicht: "Wir alle wissen, warum Joe Biden sich voreilig fälschlicherweise als Sieger ausgibt und warum seine Medienverbündeten so sehr versuchen ihm zu helfen: Sie wollen nicht, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Die einfache Tatsache ist, dass diese Wahl noch lange nicht vorbei ist."