Donald Trump wird neuer Präsident der USA. Der Republikaner setzte sich gegen seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton durch. Eine Auswahl an internationalen Pressestimmen zum Wahlausgang:

Donald Trump wird US-Präsident: Aktuelle News und Reaktionen im Live-Ticker

  • Berliner Morgenpost: "Donald Trump ist Präsident der Wut-Bürger"

    Es waren die Unpolitischen, die wirtschaftlich Abgehängten und die Wut-Bürger, die am Wahlautomaten ihren Frust nach acht enttäuschenden Obama-Jahren rausliessen. Sie folgten einem banalen - aber genialen - Versprechen: "I make America great again".
  • Times (Grossbritannien): "Trump für Amerikaner das kleinere Übel"

    Die Mängel von Donald Trump sind so gross, dass europäische Beobachter völlig unterschätzt haben, dass die Mängel von Hillary Clinton mindestens ebenso gross sind. Trump war wegen seines Benehmens stark angeschlagen, doch die Menschen vertrauten Clinton nicht.
  • El País (Spanien): "US-Wahlen die wichtigsten des Planeten"

    Zum ersten Mal hatten die US-Bürger die Wahl zwischen zwei Optionen, die nicht nur klar differenziert, sondern auch völlig gegensätzlich waren. Clintons internationalistische und multilaterale Politik gegen Trumps Isolationismus.
  • Le Figaro (Frankreich) "Schäden des US-Wahlkampfes sind immens"

    Amerika ähnelt an diesem Morgen einer dieser Schwerverwundeten, denen man den Schlamm abwaschen muss, um ihre Wunden zu entdecken und sie endlich zu versorgen. Neben Gewalt und Schlamm wird von diesem amerikanischen Wahlkampf das Bild eines grossen Scheiterns bleiben. Politiker, Medien, Analysten haben den Bulldozer Trump nicht kommen sehen und sich bereitwillig an die Karikatur gehalten.
  • La Stampa (Italien): "Ein Hurrikan der Unzufriedenheit"

    Donald Trump erobert die Midwest-Staaten, die einst Barack Obama für sich gewonnen hatte. Millionen verarmte und unzufriedene Familien haben sich dazu entschieden, die Dynastien der vergangenen 30 Jahre aus Washington zu vertreiben: die Bushs und die Clintons.
  • Iswestija (Russland): "Trump trotzt allen Widerständen"

    Donald Trump fürchtet sich nicht, gegen das etablierte System vorzugehen. Er sagt, was er denkt und nicht das, was konform ist. Deshalb haben nicht nur die Anhänger Clintons gegen ihn gearbeitet.
  • Blick (Schweiz): "Ein hemmungsloser Populist als Präsident"

    Der hemmungslose Populist ohne Sinn für Ausgleich und Bürgertugenden hat jetzt nicht nur das mächtigste Amt der Welt inne. Er hat auch die republikanische Parlamentsmehrheit und eine konservative Hälfte des Obersten Gerichts an seiner Seite.
  • Der Standard (Österreich): "Wie ein böser Traum"

    Wir müssen uns daran gewöhnen, dass Donald Trump Präsident ist. Wir werden uns noch wundern, was alles möglich sein wird in den nächsten Monaten. Seine Unberechenbarkeit ist das einzig Berechenbare.
  • Aftonbladet (Schweden): Trump-Erfolg verheisst nichts Gutes"

    Für die Welt und Schweden dürfte ein Sieg von Donald Trump eine dramatische Veränderung beinhalten. Seine Aussenpolitik ist im Grossen und Ganzen völlig unbekannt, ausser dass er Gegner des Freihandels ist, skeptisch gegenüber den Nato-Verpflichtungen und den russischen Präsidenten Wladimir Putin mag. Und Trumps Bewegung liegt in der Nähe von Parteien wie den Schwedendemokraten und dem europäischen Rechtspopulismus. Das verheisst nichts Gutes.(fu)