Obwohl sie selbst kandidierte, wurde einer 59-Jährigen in Bern der Zutritt zum Bundeshaus verweigert.

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Eine 59-jährige, sogenannte "wilde Kandidatin" für einen Sitz im Bundesrat ist am Morgen der Wahl der Zutritt ins Bundeshaus in Bern verweigert worden.

Obwohl ihre Kandidatur vom Generalsekretär der Bundesversammlung unterschrieben worden war, kam sie damit am Sicherheitspersonal nicht vorbei, wie "20min.ch" berichtet.
"Ich bin wütend, enttäuscht und finde das diskriminierend: Jeder Bürger kann für den Bundesrat kandidieren. Aber am Wahltag wird man wie eine Persona non grata behandelt", wird die Schweizerin zitiert.

Kandidaten haben keinen Anspruch

Obwohl die Frau also selbst zur Wahl stand und ihre Dokumente dabei hatte, durfte sie ihre eigene, eventuelle Wahl nicht live im Bundeshaus verfolgen. Das hat seine Richtigkeit: Weder Privatpersonen noch wilde Kandidaten haben einen Anspruch auf den Zutritt.

Ihre einzige Chance wäre gewesen, als Gast eines Ratsmitgliedes eingeladen zu werden.

Doch so weit kam es nicht - obwohl sie sich im Vorfeld viel Mühe gemacht hatte: Jedem der 246 Ratsmitglieder hatte sie einen Brief geschrieben, in dem sie die Gründe für die Kandidatur erläutert.

Die Wahl musste sie im Radio verfolgen

Der 59-Jährigen geht es im Kern darum, die Einwanderung zu stoppen und die Einheimischen zu stärken. Ob die Parlamentarier im Bundeshaus davon Kenntnis genommen haben, ist unklar. Auf ihre Briefe reagierte kein einziger - und die Wahl musste sie per Radio verfolgen.

Geklappt hat diese leider nicht: Die Bernerin erhielt nicht die nötigen zehn Stimmen, um überhaupt namentlich erwähnt zu werden. (mia)  © 1&1 Mail & Media

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