Die Wolfsdebatte dauert an. Dass Problemtiere schweizweit abgeschossen werden dürfen, darüber sind sich Stände- und Nationalrat einig. Nun soll über die Bedingungen diskutiert werden.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Die Lockerung des Abschussgesetzes für Wölfe stösst sowohl im Nationalrat als auch im Ständerat auf Zustimmung. Problemtiere sollen von den Behörden in Zukunft einfacher zum Abschuss freigegeben werden.

Zu welchen Bedingungen dies geschehen soll, muss nun jedoch erst einmal geklärt werden. Der Ständerat entscheidet am heutigen Dienstag über die Lockerung des Wolfschutzes, wie unter anderem "bluewin.ch" berichtet.

Ansichten gehen auseinander

Gehe es nach dem Bundesrat, sollten Abschussgenehmigungen nur bei Erfüllung zweier Bedingungen erteilt werden:

  • Wenn grosser Schaden droht
  • Wenn dieser nicht mit zumutbaren Schutzmassnahmen verhütet werden kann

Der Nationalrat hingegen lässt die Herdenschutzmassnahmen ausser Acht. Er möchte den Abschuss bei jedem drohenden Schaden ermöglichen.

In welchem Punkt sich die beiden Räte zumindest einig zu sein scheinen: Die Dezimierung des Wolfbestandes soll jeweils zwischen dem 1. September und dem 31. Januar erfolgen.

Auch andere Tiere stehen zur Debatte

Nicht nur der Wolf, auch der Biber und der Luchs könnten im neuen Gesetz zur Bestandsregulierung erwähnt werden. Während über den Luchs bereits Einigkeit zu herrschen scheint, soll die eigentlich beschlossene Aufnahme des Bibers erneut diskutiert werden.

Naturschutzorganisationen gehen auf die Barrikaden. Sie wollen den Abschuss der geschützten Tierarten verhindern und haben bereits ein Referendum angekündigt. (cos)  © 1&1 Mail & Media / SN