Wetten, dass auch Sie diese Beauty-Produkte falsch verwenden?

Von
Julia Schöppner

Es ist schon erstaunlich, wie viel Zeit man mit Schminken und Stylen vor dem Spiegel verbringt. Und trotzdem existieren viele Irrtümer in der täglichen Beauty-Routine. Welche, das verrät die Galerie.

Regel Nummer eins: (Lange) Haare sollten niemals in einem Rutsch vom Ansatz bis ganz nach unten gekämmt werden - dies kann, abgesehen von Schmerzen, zu Haarbruch führen. Die Bürste besser unten ansetzen und vorsichtig nach oben hocharbeiten.
Egal, ob Glätteisen, Lockenstab oder Föhn - wichtig ist: Maximale Hitze führt nicht zu maximalem Style. Denn da hilft auch noch so viel Hitzeschutz nichts, die Haare werden ordentlich strapaziert. Um einen Lockenkopf zu zaubern, braucht es gar kein Gerät: Einfach einzelne Strähnen der feuchten Haare aufwickeln, am Kopf befestigen und über Nacht trocknen lassen.
Haaröl sollte zu glänzenden, aber nicht zu fettigen Haaren führen. Wer das Öl planlos mit seinen Händen auf dem Kopf verteilt, hat schnell fettige Haare. Lieber einen kleinen Tropfen Öl komplett zwischen den Handflächen verreiben, sodass am Ende auch die Finger mit einer feinen Ölschicht überzogen sind. Nun vorsichtig die Haarspitzen (und nicht den Haaransatz!) kneten.
Keine Zeit, die Haare zu waschen, aber einen unansehnlich fettigen Ansatz? Das Wunderprodukt Trockenshampoo saugt das Fett aus dem Haar und frischt es auf, ohne dass es gleich gewaschen werden muss. Viele verwenden Trockenshampoo morgens, bevor sie aus dem Haus gehen. Doch effektiver ist es, wenn es am Abend vor dem Schlafengehen aufgetragen wird. Noch ein Tipp: Das Puderspray besser nicht erst anwenden, wenn die Haare schon besonders fettig sind, sondern schon etwas früher.
Wer viel Geld für Kosmetikprodukte ausgibt und noch immer unreine Haut hat, der sollte sein Beauty-Werkzeug checken: Unreine Make-up-Pinsel führen zu unreiner Haut und müssen regelmässig gereinigt werden. Sie sind nämlich der ideale Herd für Bakterien. Am besten den Pinsel täglich oder zumindest einmal wöchentlich mit einem speziellen Pinselreiniger oder mit Natron säubern.
Wer sein Make-up mit Schwämmchen oder den von Visagisten beliebten eiförmigen Beauty-Blendern aufträgt, der sollte wissen: Die Helferlein immer vor der Anwendung anfeuchten, sonst saugen sie das ganze Make-up auf, bevor es überhaupt auf der Haut landet. Anschliessend die Foundation mit sanften, tupfenden Bewegungen aufs Gesicht auftragen.
Grosser Mascara-Fan? Dann aufgepasst: Bei der Anwendung von Wimperntusche gibt es ein paar Dinge zu beachten: Anstatt wild und grob rumzutuschen, sollte das Bürstchen gegen den Wimpernansatz gehalten und dann mit Zick-Zack-Bewegungen vorsichtig bis zu den Spitzen deiner Wimpern bewegt werden.
Merke: Die Mascara ist keine Luftpumpe! Durch das mehrmalige Pumpen mit dem Bürstenstab gelangen Luftbläschen in den Behälter, die dazu führen, dass die Tusche austrocknet und verklumpt.
Ist die Mascara schon länger als ein halbes Jahr in Benutzung? Dann sollte sie schleunigst entsorgt werden. Die Mascara-Bürste ist eine wahre Bakterienschleuder, wenn man sie nicht nach drei bis sechs Monaten austauscht.
Es hat schon etwas ekelerregend Befriedigendes, wenn man ein Mitesser-Pflaster (Pore-Strip) von der Nase abzieht und dann das Ergebnis begutachtet. Allerdings werden die kleinen schwarzen Punkte auf der Haut immer wiederkehren. Denn der Talg ist gut für die Haut. Wenn man ihn entfernt, dann füllen sich die entstandenen Löcher auf der Haut schnell mit Dreck auffüllen - und das führt dann zu wieder zu Mitessern und sogar Pickeln.