Mehr als Pizza & Pasta: Die besten Rezepte aus Italien

Schwarze Oliven, sonnengereifte Tomaten und natives Olivenöl sind traditionelle Zutaten der italienischen Küche, die oft für Pizza- und Pasta-Rezepte benötigt werden. Doch Italien hat weitaus mehr zu bieten als Nudeln und belegte Pizza. Wir zeigen Ihnen die besten Rezepte aus Italien. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Wahrscheinlich erfreut sich keine andere Länderküche so grosser Beliebtheit wie die Italiens. Denn wer liebt sie nicht, die ofenfrische Pizza? Oder Nudeln mit der Lieblingssosse Arrabiata, alla Carbonara oder Bolognese? Doch im Land der kulinarischen Köstlichkeiten und erntefrischen Zutaten stehen noch weitere typische Rezepte auf dem Speiseplan, die Sie nicht missen sollten.
In Italien wird Essen ausgiebig zelebriert. Meist füllen mehrere Gänge den ganzen Abend, der nicht selten mit einer guten Flasche Rotwein abgerundet wird. Eröffnet wird ein traditionelles italienisches Essen mit Antipasti. Diese Vorspeisenteller bestehen entweder aus warmen oder kalten Speisen.
Meistens startet ein typisch italienisches Essen mit kalten Antipasti, gefolgt von warmen Vorspeisen. Dazu zählt etwa eingelegtes oder auch gebratenes Gemüse wie Zucchini, Pilze, Paprika, Tomaten und dicke Bohnen. Sehr beliebt ist auch geröstetes Brot, belegt mit Tomaten, Zwiebeln und Kräutern, bekannt unter dem Namen Bruschetta.
Jeder kennt die berühmteste Salat-Vorspeise aus Italien: Caprese. Hierfür werden Tomaten und Mozzarella in Scheiben geschnitten und jeweils mit einem Basilikumblatt belegt. Dazu passt hervorragend grobkörniges Meersalz, kaltgepresstes Olivenöl sowie frisches Baguette, um das restliche Öl aufzutunken. Köstlich ist auch die Variante mit Büffelmozzarella.
Eine weitere Zutat für einen Antipasti-Teller ist Bresaola. Der luftgetrocknete Rinderschinken aus Italien wird typischerweise hauchdünn geschnitten und mit Parmesan und Rucola serviert. Dazu passen geröstete Pinienkerne, Zitronensaft und hochwertiges Olivenöl.
Ebenfalls hauchdünn geschnitten werden rohe Rinderfiletscheiben bei der Vorspeise Carpaccio. Das Originalrezept stammt von 1950 aus einer Bar in Venedig. Dort wurde das Fleisch mit einer Mayonnaise-Sauce serviert. Heute wird die Speise vor allem mit Olivenöl und Zitrone, Parmesan oder Trüffeln gegessen. Der Begriff Carpaccio bezeichnet mittlerweile auch andere hauchdünn geschnittene Speisen.
Eine bekannte Vorspeise aus dem Piemont ist Vitello Tonnato, welches aus gekochtem und in Scheiben geschnittenem Kalbfleisch hergestellt und mit einer Thunfischsauce serviert wird. Dafür wird das Fleisch traditionell in einer Gemüsebrühe mit Weisswein gekocht, abgekühlt und danach ebenfalls hauchdünn aufgeschnitten. Für die Sauce werden Thunfisch, Anchovisfilets, Kapern und etwas Mayonnaise püriert.
Nach der Vorspeise folgt der Hauptgang, aufgeteilt in ersten und zweiten Gang, wobei der erste Gang (primi piatti) meist aus einem frischen Nudelgericht besteht. Nur in manchen Regionen Italiens wird als erstes Hauptgericht auch Risotto oder eine Suppe serviert. Der zweite Gang (secondi piatti) besteht traditionell aus einem Fleisch- oder Fischgericht.
Das typisch norditalienische Gericht Risotto ist sehr vielseitig und lässt sich je nach Belieben anpassen und abwandeln. Für das Grundrezept werden erst Zwiebel und Knoblauch gedünstet und anschliessend der Reis hinzugeben. Mit Weisswein und Brühe wird er unter ständigem Rühren gar gekocht. Wahlweise passen Pilze, Tomaten, Erbsen und Parmesan dazu.
Ursprünglich stammt Saltimbocca alla Romana aus der Region um Rom und zählt mittlerweile zu den Klassikern der italienischen Küche. Dafür werden Kalbsschnitzel mit einer Scheibe Prosciutto und einem Salbeiblatt belegt und mit einem Zahnstocher fixiert, in einer Pfanne heiss angebraten und mit Weisswein gegart. Anschliessend wird in der Pfanne Butter für die Sauce geschmolzen.
Ribollita beschreibt eine toskanische Gemüsesuppe aus der traditionellen, bäuerlichen Küche. Für den Eintopf werden Zwiebeln, Knoblauch, Karotten, Kartoffeln und Fenchel mit Thymian gebraten. Danach fügt man Schwarzkohl, Petersilie, Tomaten, Brühe und Weisswein hinzu und lässt alles köcheln. Dicke Bohnen aus dem Glas und Brotstücke werden vor Ende der Garzeit untergemischt.
Bei der Parmigiana handelt es sich um einen Gemüseauflauf mit Auberginen, reichlich Tomate und Mozzarella und Parmesankäse. Dafür werden Auberginen in Scheiben geschnitten, paniert und abwechselnd mit einer selbstgemachten Tomatensauce und Mozzarella in eine Auflaufform gelegt. Zum Abschluss wird Parmesan über das Gericht gestreut und goldgelb gebacken.
Das bekannte Schmorgericht Ossobuco serviert man in Italien oft als Sonntagsessen. Dafür wird eine Kalbshachse beidseitig angebraten und anschliessend mit Möhren, Sellerie und Zwiebeln in einer Kasserolle weiter geköchelt. Danach werden Tomaten, Brühe, Zitronenschale und Petersilie hinzugefügt und nochmals bis zu zwei Stunden auf niedriger Hitze gekocht.
Tramezzini werden vorzugsweise zum Frühstück oder auch als Snack zwischendurch verspeist. Dafür wird Weissbrot wie ein Sandwich traditionell mit Tomaten und Mozzarella oder einer Thunfischcreme belegt und getoastet. Der Zutaten-Wahl sind jedoch keine Grenzen gesetzt und so eignen sich auch Schinken, Garnelen und dazu Avocadocreme oder auch Pesto.
Focaccia ist ein ligurisches Fladenbrot aus Hefeteig und bereits seit dem Altertum bekannt. Traditionell wird das Brot vor dem Backen mit Olivenöl, Salz und Kräutern belegt. Aber man kann das Rezept nach Belieben anpassen und es mit (getrockneten) Tomaten, Zwiebeln, Oliven oder Fenchel belegen.
Unter Arancini versteht man gefüllte und frittierte Reisbällchen speziell aus der sizilianischen Küche. Vor allem mit übrig gebliebenem Risotto-Reis lassen sich die Bällchen sehr gut formen. Füllen kann man die Kugeln mit Mozzarella, Tomaten und Kräutern. Danach werden sie paniert und in Öl gebraten. Am besten geniesst man Arancini warm mit Zitronenspalten und Joghurt oder einem Dip.
Der knusprige Tomaten-Brot-Salat Panzanella kommt ursprünglich aus der Toskana. Dafür wird Chiabatta in würfelgrosse Stücke geschnitten und mit Olivenöl goldbraun angebraten. Anschliessend Tomaten und wahlweise auch Gurken oder Paprika in mundgrosse Stücke schneiden und zusammen mit den Brotstücken und Essig anrichten. Je nach Geschmack können Mozzarella, Kapern und Basilikum hinzugefügt werden.
Italiens Küche steht nicht nur für leckere Hauptspeisen, sondern auch für exquisite Desserts, wie etwa die puddingartige Nachspeise Panna Cotta. Dafür werden Sahne, Zucker, Vanilleschote und Gelatine unter Rühren aufgekocht und anschliessend in Förmchen gefüllt. Nachdem die Masse im Kühlschrank fest geworden ist, wird Panna Cotta gestürzt und mit Erdbeersauce verspeist.
Die wohl berühmteste Nachspeise aus Italien: Tiramisu. Ursprünglich stammt die weltweit bekannte Süssspeise aus der italienischen Region Venetien und wird aus Eiern, Löffelbiskuit, Mascarpone, Kaffee und Zucker sowie Kakao und Likör zubereitet. Da Tiramisu rohe Eier enthält, sollten nur frische Bio-Eier für das Rezept verwendet werden.
Sgroppino stammt ursprünglich aus Venedig und ist ein alkoholisches Mixgetränk, das auch als Dessert-Drink genossen wird. Dafür schlägt man Zitronensorbet und Sahne mit einem Handmixer cremig. Nun werden Wodka, eine Zitronenzeste und wahlweise Prosecco mit einem Schneebesen hinzugefügt. Anschliessend füllt man das Dessert in gekühlte Gläser und garniert es mit Minzblättern oder Limettenscheiben.