Genug Wasser trinken fällt Ihnen schwer? So sorgen Sie für mehr Geschmack

Jugendliche und Erwachsene sollten pro Tag 2,5 bis 3 Liter Wasser trinken. Denn langfristig kann Wassermangel zu Osteoporose führen. Doch die empfohlene Tagesration an Wasser zu trinken, fällt Ihnen schwer? Mit diesen Tipps sorgen Sie für mehr Geschmack im Glas. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Zwei bis drei Liter Wasser sollte man täglich trinken. Denn wird der Körper nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt, zieht er sich diese sogar aus den Knochen. Langfristig kann das zu schweren Folgen wie Osteoporose führen. Ausserdem können milde Symptome wie Müdigkeit, trockene Augen und trockene Haut durch Wassermangel auftreten, auch Kopfschmerzen sind ein Signal für Flüssigkeitsmangel.
Heisshungerattacken werden ebenfalls mit genug Wasser gestillt, Gifte und Schlacken werden aus dem Körper geschwemmt. Ohne ausreichend Wasser leiden die Funktionen der Leber und Niere und es kommt zu einer Art Vergiftung. Vor allem bei Nikotin und Alkohol sowie zu viel Koffein benötigt der Körper eine Extraportion Wasser, um Giftstoffe aus dem Körper leiten zu können.
Doch wie schafft man es, die empfohlene Tagesration an Wasser zu sich zu nehmen, wenn es einfach nicht schmeckt? Kein Problem, es gibt einige Möglichkeiten, um dem lebenswichtigen Getränk mehr Geschmack zu verleihen und so doch auf 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit am Tag zu kommen. Am schnellsten geht das mit sogenanntem "Infused Water".
Gerade im Sommer bieten sich viele frische Kräuter und Obstsorten zum Aufpeppen von Wasser an. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie trinken genügend Wasser und führen dem Körper durch die Zusätze gesunde Mineralien, Vitamine und Antioxidantien zu. Am besten eignen sich Zitrusfrüchte, Beeren, Kräuter wie Rosmarin und Minze sowie auch Gurke.
Infused Water lässt sich im Handumdrehen herstellen. So mischt man seine Lieblingszutaten mit stillem Wasser und lässt es etwa eine Stunde lang ziehen, bevor man es geniesst. Dabei sind bei der Wahl der Zutaten der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was schmeckt. Wie zum Beispiel mit folgende Mischung ...
Für dieses Infused Water hobelt man einen Apfel in dünne Scheiben, schneidet von einer Salatgurke ein paar lange Streifen ab und gibt beides in einen Krug mit Eiswasser. Dazu passt frische Minze, deren Blätter klein gerupft ins Wasser gelegt werden. Nun kräftig umrühren und nach etwas Ziehzeit geniessen.
Für eine weitere Variante schneiden Sie Zitronen, Orangen oder auch Grapefruits in Scheiben. Am besten Sie nutzen dafür ausschliesslich Zitrusfrüchte in Bio-Qualität, um Pflanzenschutzmittel aus konventioneller Landwirtschaft im Getränk zu vermeiden. Dazu passen ein paar Blätter Minze oder Zitronenmelisse.
Geschält und in kleine Stücke geschnitten kann man auch mit Wassermelone Wasser einen besonderen Geschmack verpassen. Quetschen Sie das Obst in den Wasserkrug, um das meiste Aroma aus der Melone zu erhalten. Wer möchte, kann das Getränk noch mit Basilikumblättern und einem Spritzer Limettensaft verfeinern.
Klopfen Sie für dieses besondere Geschmackswasser mithilfe eines Löffels einen Viertel-Granatapfel über dem Krug aus, damit die Kerne hineinfallen. Dazu Ingwer reiben, eine Bio-Limette in Scheiben schneiden und mit Eiswürfeln zum Wasser mischen.
Die leckeren Wasser-Rezepte helfen nicht nur, mehr Flüssigkeit aufzunehmen, sondern haben zusätzlich gesundheitliche Effekte. So verbessern etwa Grapefruit und Minze das Hautbild, Zitronen und Kokosnusswasser machen schlank und fit. Einen entgiftenden Effekt haben zudem Gurke, Grapefruit, Mandarine und Pfefferminzblätter. Bei Verdauungsproblemen hilft Ingwer.
Auch das kalorienarme Trendgetränk Kokoswasser ist wegen seines hohen Gehalts an Mineralien wie Kalium und Natrium ein gesunder Durstlöscher, vor allem für Sportler. Kokosnusswasser wirkt isotonisch und füllt den Wasserspeicher im Körper nach dem Sport schnell wieder auf. Für mehr Geschmack kann Kokoswasser mit einem Spritzer Zitronensaft oder Cranberrysaft gemischt werden.
Anstatt zum Infused Water zu greifen, können Sie auch ungesüsste Tees trinken, um die empfohlene Tagesration Wasser zu erreichen. Ausserdem weisen einige Teesorten sogar gesundheitsfördernde Antioxidantien auf, die Tee noch gesünder machen als reines Wasser. Zu den bekömmlichsten Sorten zählen Kräuter- und Früchtetees sowie Weisser Tee.
Kaffee sowie schwarzer und grüner Tee können ebenfalls die tägliche Wasserbilanz aufwerten - jedoch nur, wenn sie ohne Zucker getrunken werden. Allerdings zählen diese Heissgetränke in erster Linie als Genussmittel und nicht als Durstlöscher. Erwachsene können dennoch drei bis vier Tassen pro Tag ohne Probleme konsumieren.
Zudem kann grüner Tee noch viel mehr als bei der täglichen Flüssigkeitsaufnahme zu helfen. Studien weisen darauf hin, dass regelmässiger Konsum von grünem Tee sogar das Risiko für Krebs oder Herz-Kreislauferkrankungen senken könnte. Dafür sorgen die sekundären Pflanzenstoffe, die sogenannten Polyphenole, die entzündungshemmend wirken.
Grundsätzlich gilt: Teetrinker sollten immer mal wieder die Sorten wechseln und mischen. Denn vor allem in Kräutertees wurden nach Untersuchungen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden. Am besten wählen Sie stets Produkte in Bio-Qualität und achten darauf, den Tee mit der richtigen Wassertemperatur laut Packungsbeilage zuzubereiten.
Wer viel Sport treibt, kann anstatt Wasser auch zu Saftschorlen greifen, die im Verhältnis 1:3 mit natriumreichem Mineralwasser mit wenig Kohlensäure gemischt werden. Der Körper wird dadurch optimal mit Flüssigkeit und wichtigen Mineralien versorgt, die vor allem in der Regenerationsphase und für den Aufbau von Muskelmasse wichtig sind.
Nicht zu empfehlen sind vorgemischte Fruchtsaftschorlen aus dem Handel. Denn diese enthalten oft zu viel Saft und Zucker. Zudem finden sich auch Aromen und Zusatzstoffe auf der Inhaltsliste, die bei selbstgemischten Saftschorlen nicht zu finden sind. Deshalb gilt: Saftschorlen lieber selbst mischen, damit es gesunde Getränke werden.
Auch Limonaden und fertige Eistees sind ungeeignet als Wasserersatz, denn sie enthalten sehr viel Zucker sowie teilweise Aromen und Zusatzstoffe. Zudem sind sie kalorienreich und haben einen geringen Nährstoffgehalt. Mischen Sie sich Eistee am besten selbst und verzichten auf Zucker, Honig oder andere Süssungsmittel.
Probiotische Getränke wie Kombucha, Vitaminwasser oder Wellnessdrinks sind ebenfalls keine Alternative zu Wasser. Denn auch diese vermeintlich gesunden Drinks beinhalten zu viel Zucker, künstliche Zusätze und Aromen. Auch Energydrinks sind nicht zu empfehlen, da sie wegen ihrer anregenden Wirkung zu Nebenwirkungen wie etwa Herzprobleme oder Diabetes führen können.
Gut zu wissen: Einige Gemüsesorten sind sehr wasserreich wie etwa Gurken und Tomaten oder auch Obst wie Melonen und Zitrusfrüchte. Dennoch ist Wasser zu trinken besser, als sich auf wasserreiches Gemüse zu verlassen. Machen Sie es sich am besten zur Gewohnheit, bei jeder Mahlzeit Wasser zu trinken sowie eine Flasche Wasser oder ein anderes gesundes Getränk mit in die Schule oder zur Arbeit zu nehmen.