• Am Black Friday (26. November) werben Händler mit unglaublichen Angeboten.
  • Einige Schweizerinnen und Schweizer wollen den Rabatttag jedoch boykottieren.
  • Eine entsprechende Petition zählt mittlerweile fast 20.000 Unterstützer.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Am Donnerstag (25. November) wird in den USA traditionell Thanksgiving gefeiert – der darauffolgende Freitag ist als Black Friday bekannt. An diesem Tag bestechen stationäre Geschäfte und der Online-Handel weltweit mit verlockenden Angeboten. Manche Unternehmen werben schon seit einigen Tagen mit sagenhaften Rabatten.

Während viele Schweizerinnen und Schweizer schon seit Monaten auf den Prozente-Tag warten, gibt es hierzulande auch einige Gegner des Black Fridays. Auf ihrer Website ruft die Nonprofit-Organisation Solidar Suisse sogar zum Boykott der Rabattschlacht auf. Am 25. November zählt eine entsprechende Petition der Bewegung bereits knapp 20.000 Unterstützer.

Offener Brief an FDP-Nationalrätin Christa Markwalder

Solidar Suisse richtet sich mit einem offenen Brief direkt an die FDP-Nationalrätin und Präsidentin des Schweizer Detailhandels Swiss Retail, Christa Markwalder. "Billigstangebote in der Schweiz haben gravierende negative Folgen in der Welt. Wir befinden uns mitten in einer Klima- und Umweltkrise. Rabattschlachten wie der Black Friday fordern geradezu dazu auf, unverhältnismässig und unüberlegt einzukaufen. Der sinnlose Überkonsum führt jedoch zu noch mehr CO² und noch mehr Ausbeutung der Natur", heisst es in dem Schreiben.

Die niedrigen Preise in den westlichen Ländern würden bis "an den Anfang der Lieferkette" weiterreichen. "Die absurden Tiefstpreise am Black Friday gehen auch auf Kosten von fairen und existenzsichernden Löhnen für Millionen arbeitende Menschen in armen Weltregionen", erklärt Solidar Suisse. Markwalder werde dazu aufgefordert, "massgeblich zu mehr globaler Fairness beizutragen".

Detailhandel kann "Konsumrausch nicht feststellen"

"Dass die Leute in einen Konsumrausch verfallen und lauter unnütze Dinge kaufen, können wir nicht feststellen – zumindest nicht in der Schweiz", sagt Markwalder hingegen dem SRF. Dennoch sei der Black Friday auch innerhalb von Swiss Retail ein kontroverses Thema. Da einige Kunden sich an Rabatte gewöhnt hätten und nur noch selten dazu bereits seien, den Originalpreis zu bezahlen, würden sich einige Händler nicht mehr an solchen Rabattaktionen beteiligen.   © 1&1 Mail & Media/spot on news

Amazon, Wirtschaft, Verpackung, Umwelt

Amazon verbannt fast alle Plastikverpackungen

Online-Versandhändler Amazon kündigt vor der heissen Phase des Weihnachtsgeschäfts den weitgehenden Verzicht auf Plastikverpackungen an. Die Umstellung zum Wohle der Umwelt solle schon Ende 2021 abgeschlossen sein. Allerdings bleibt eine Nische für die Plastikverpackung.